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    Nach dem "Outlander"-Schock in Staffel 5 auf Netflix: Das sind die Auswirkungen auf Claire in Staffel 6
    Von Annemarie Havran — 31.05.2021 um 20:15

    Im Finale der fünften „Outlander“-Staffel, die seit Kurzem auch auf Netflix zu sehen ist, kommt es zu dramatischen Ereignissen. Claire-Darstellerin Caitriona Balfe erklärt, was das für Staffel 6 bedeutet, die voraussichtlich Anfang 2022 startet.

    Aimee Spinks/Starz // Netflix

    Staffel 5 der romantischen Fantasy-Serie „Outlander“ ist nach ihrem Start im Pay- und Free-TV nun auch endlich auf Netflix zu sehen. Wir schauen uns an, was die Ereignisse im Staffelfinale für die kommende sechste Season bedeuten – und das bedeutet natürlich: Spoiler-Alarm, aber auch eine Trigger-Warnung wegen der Thematisierung von sexuellem Missbrauch.

    Die fünfte Staffel von „Outlander“ endet mit schockierenden Ereignissen, die Claire Fraser tief traumatisieren. Leser*innen der Romanreihe von Diana Gabaldon, auf der die erfolgreiche Serie basiert, waren zwar immerhin vorbereitet – dennoch ist es schwer mitanzusehen, was Claire widerfährt: Sie wird von Lionel Brown (Ned Dennehy) und dessen Männern entführt, verprügelt und mehrfach vergewaltigt.

    Das Trauma zieht sich durch Staffel 6

    Weil sie als Ärztin geschworen hat, keinem Menschen Schaden zuzufügen, ist sie nicht in der Lage, sich an Lionel zu rächen, obwohl sie am Ende der Folge „Niemals ohne dich“ Gelegenheit dazu hätte. Das übernimmt für sie ihre Quasi-Schwiegertochter Marsali (Lauren Lyle): Sie vergiftet Lionel mit einem Sud aus Wasserschierling, als er nach der Befreiung von Claire und der Tötung seiner Männer durch Jamie und Co. verletzt ins Haus der Frasers gebracht wird, um von Jamie befragt zu werden.

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    Dermaßen gebrochen wie am Ende der fünften Staffel hat man Claire bislang noch nie gesehen. Und das wird auch Auswirkungen auf Staffel 6 haben: „Man macht nicht so etwas durch, ohne dass es einen grundlegend verändert“, erklärte Claire-Darstellerin Caitriona Balfe im Interview mit Harper’s Bazaar.

    Dass man Claire gemeinhin als „starke Frau“ sehe, sei nicht immer etwas Gutes, sondern könne auch ein Fallstrick sein: „So etwas kann jedem passieren und es ist wichtig zu zeigen, dass es bei Stärke nicht darum geht, einfach etwas zu überwinden oder sich durch jede Situation durchzukämpfen.“ Claire werde nun das Gefühl brauchen, dass sie nicht daran zerbrechen wird – aber dennoch werde sie tief verändert aus dem Erlebten hervorgehen. Das Trauma werde sie noch viele Folgen lang begleiten.

    Jamie und Claire haben beide sexuelle Gewalt erlebt

    Unterstützen wird sie natürlich ihr Ehemann Jamie (Sam Heughan) und hier gibt es bei dem Ehepaar eine Besonderheit: Beide Partner haben sexuelle Gewalt erlebt. Denn Jamie wurde in Staffel 1 von Jack Randall (Tobias Menzies) vergewaltigt.

    „Ich weiß nicht, ob man es eine glückliche Fügung nennen kann, aber was Claire helfen wird, ist, dass Jamie es versteht und es selbst erlebt hat. Sie werden es irgendwie miteinander teilen können“, so Balfe. „Wir haben [in Staffel 6] die Gelegenheit, so eine Situation auf eine ziemlich einzigartige Weise zu betrachten, wir werden also hoffentlich etwas Besonderes daraus machen können.“

    Zeitreise-Kniff

    Ob man die Szenen mit Claires Misshandlung überhaupt zeigen solle, darüber habe man sich große Gedanken gemacht, erklärte Balfe im Interview mit Harper’s Bazaar. Die Autor*innen der Episode hätten zunächst überlegt, die Ereignisse während Claires Entführung off-screen abzuhandeln und nur die Auswirkungen auf Claire zu zeigen. Doch Balfe habe sich gegen diese Option gesträubt:

    „Ich habe gedacht, wenn wir das alles schon machen, dann sollte es auch etwas bedeuten. Es sollte etwas über eine solche Erfahrung aussagen, das vielleicht etwas Positives zur Debatte beitragen kann.“ Die Szene sollte als Erfahrung von Claire dargestellt werden, ohne grundlos Details zu zeigen oder den Tätern zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

    Die Lösung für den Umgang mit der Szene wurde in einem typischen „Outlander“-Kniff gefunden: Zeitreisen. Denn während ihrer Misshandlungen flüchtet sich Claire in Visionen von einem Leben mit Jamie und ihrer Familie im 20. Jahrhundert, die die Misshandlungs-Sequenz immer wieder aufbrechen.

    Wann startet Staffel 6?

    Staffel 6 wird übrigens aktuell gedreht und dürfte im Frühjahr 2022 auf dem US-Sender Starz und in Deutschland auf dem Pay-TV-Kanal RTL Passion starten. Bis Season 6 dann allerdings zu Netflix kommt, wird es eine ganze Weile dauern: Wir rechnen mit dem Netflix-Start der sechsten „Outlander“-Staffel erst im Sommer 2023.

    Ihr fandet das Ende von "Outlander" Staffel 5 auf Netflix schon heftig? So traumatisch soll Staffel 6 werden!

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