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    Die besten Musicals aller Zeiten
    09.07.2021 um 19:00
    Markus Trutt
    Markus Trutt
    -Redakteur
    Markus ist von Musicals immer dann besonders begeistert, wenn sie mit unerwarteten Genres gekreuzt werden, trällert aber auch gern bei den großen Klassikern mit.

    Die FILMSTARTS-Redaktion hat diskutiert, gewählt und sich entschieden: Wir präsentieren euch die 30 besten Musicalfilme aller Zeiten, die ihr nicht nur als Fan des Genres unbedingt gesehen haben solltet!

    Mars Distribution
    8 Frauen
    Die besten Musicals – Platz 25:
    8 Frauen (2001)

    Regie: François Ozon

    mit: Catherine Deneuve, Emmanuelle BéartIsabelle Huppert

    Wenn ein junger Autorenfilmer wie François Ozon („Swimming Pool“) sich am Musical versucht, sollte man damit rechnen, dass er andere Saiten aufzieht als die großen Vorbilder vergangener Jahrzehnte. Schließlich hatte er sich in seinem Oeuvre bis dahin einerseits als Mann für die großen Gefühle, andererseits auch als kluger, analytischer Beobachter zwischenmenschlicher Beziehungen und emotionaler Befindlichkeiten erwiesen. Beides fließt ein in dieses ebenso düstere wie heitere Musical mit Whodunit-Krimi-Elementen über einen Mord und die acht hauptverdächtigen Ladys.

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    Bald schon jedoch möchte man gar nicht mehr wissen, wer den Hausherren eines alten Landhauses auf dem Gewissen hat und lieber weiter den vor der Kamera versammelten Grande Dames (Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Fanny Ardant, Emmanuelle Béart u.v.a.) dabei zusehen, wie sie sich gegenseitig verdächtigen, anzicken und mit Songs bombardieren. „8 Frauen“ ist ein schamlos unterhaltsamer, moderner Klassiker des europäischen Kinos.

     

    Die besten Musicals – Platz 24:
    Tanz in den Wolken
     (1981)

    Regie: Herbert Ross

    mit: Steve Martin, Bernadette PetersJessica Harper

    Das Musical war eines jener Genres, mit denen das alte Hollywood sein Publikum noch eskapistisch in fremde Welten entführen und mit fröhlichen Geschichten für kurze Zeit vom tristen Alltag ablenken konnte. Das New-Hollywood-Kino der 60er und 70er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, das Publikum auf künstlerischen Wegen mit der Realität und brennenden Fragen zu Politik und Gesellschaft zu konfrontieren. Die Zeit der beschwingten Weltflucht schien vorüber, doch auch später gab es noch hochkarätige Musicals wie Martin Scorseses „New York, New York“ oder Francis Ford Coppolas „Einer mit Herz“ – in unsere Liste hat es aus dieser Riege allerdings Herbert Ross' „Tanz in den Wolken“ geschafft.

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    Hier weht ein anderer Wind und so präsentiert uns Ross ein naturalistischeres Bild des Elends zu Zeiten der Depression, in dem Glücksritter Arthur Parker (Steve Martin) darbt und auf das Glück wartet, das sich einfach nicht einstellen mag. Stattdessen streift er durch die Gassen und begegnet anderen Gestrandeten. Die Musical-Elemente stellen hier genau das dar, was sie immer waren: Träume von einem besseren Leben in einer besseren Welt, doch stellt sie Ross in seiner tristen Welt eben auch nur als flüchtiges Schwelgen dar, bevor er immer wieder die Realität über seine unglückseligen Antihelden und -heldinnen hereinbrechen lässt. Eine bittere Pille von einem Film, dennoch ein Meisterwerk.

     

    Die besten Musicals – Platz 23:
    Muppet Movie (1979)

    Regie: James Frawley

    mit: Jim Henson (Stimme), Frank Oz (Stimme), Charles Durning

    Seit 1976 waren die kultigen Muppets Fernsehstars und es schien nur eine Frage der Zeit, bis Kermit, Fozzie, Miss Piggy und der Rest der musikalischen Gang auch die Leinwände erobern würden. 1979 war es dann endlich so weit.

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    Auf Geheiß einer Agentur, die in Kermit den neuen großen Star der Traumfabrik vermutet, macht sich der musikalische Frosch im „Muppet Movie“ auf nach Hollywood. Auf dem Weg dorthin begegnet er anderen beliebten Serienfiguren, stimmt so manches Ständchen an und muss so einige Gefahren überwinden. Mit vielen Cameos von Comedians in ihren frühen Jahren und dem unverwechselbaren Muppets-Humor ausgestattet, konnte dabei gar nichts schief gehen, was zahlreiche weitere „Muppets“-Filme nach sich zog. Der erste Auftritt der illustren Puppenriege bleibt jedoch der mit Abstand beste.

     

    Die besten Musicals – Platz 22:
    Pyaasa (1957)

    Regie: Guru Dutt

    mit: Guru Dutt, Waheeda RehmanMala Sinha

    Eine Musical-Liste ohne nicht mindestens einen Beitrag aus Indiens Traumfabrik Bollywood wäre schlicht nicht möglich. In kaum einer anderen Filmnation wird noch so ungebrochen an alten Musical-Standards festgehalten. Hier zeigt man keine Angst vor den großen Gefühlen, sieht Kitsch nicht als Schimpfwort und lässt Männer und Frauen um ihr Leben singen, tanzen, lieben und leiden, dass es nur so qualmt. Trotz großer Auswahl haben wir uns jedoch nicht für einen modernen Beitrag zum Genre entschieden, sondern uns auf das Frühwerk des großen Bollywood-Maestros Guru Dutt besonnen: „Pyaasa“ aus dem Jahre 1957.

    Dutt zeigt hier, dass indische Musicals durchaus auch ein Klassenbewusstsein haben und die Augen keineswegs vor den sozialen Problemen der Realität verschließen müssen. Seine Geschichte vom Lebens- und Liebeschaos eines mittellosen Künstlers im damaligen Kalkutta erinnert in so manchen Momenten an Neorealisten wie Pier Paolo Pasolini, um im nächsten Moment in herzigen Gesang einzustimmen und doch wieder beim Kino Federico Fellinis anzukommen. Mit wem man Dutts Werk nun auch vergleichen will, bleibt in jedem Fall zu vermerken, dass er sich auf Augenhöhe mit den ganz Großen gut macht.

     

    Die besten Musicals – Platz 21:
    Goldgräber von 1933 (1933)

    Regie: Mervyn LeRoy

    mit: Warren William, Joan BlondellAline MacMahon

    Revue-Mädchen in Geldnot, ein junger Mann mit undurchsichtiger Vergangenheit, turbulente Liebeleien und schmissige Gesangs- und Tanz-Einlagen zum Niederknien: In „Goldgräber von 1933“ gibt es alles, was ein gutes Musical braucht und noch viel mehr. Wie viele Musicals spielt auch Mervyn LeRoys Klassiker vor dem Hintergrund einer Wirtschaftskrise, in der Träume oft das letzte Himmelreich bleiben, in das sich viele der kleinen Held*innen zurückziehen können.

    Überhaupt scheinen besonders Zeiten der Armut immer wieder ein besonderer Katalysator für weltflüchtige Musical-Szenarien zu sein. Gerade wenn die Not im Volke am schlimmsten scheint, sehnt sich das Publikum nach Stoffen wie diesen, in denen das Glück nur einen Katzensprung entfernt zu sein scheint und denen lacht, die sich von widrigen Umständen nicht unterkriegen lassen. Wenn es dann noch Musik von begnadeten Komponisten wie Harry Warren und Al Dubin sowie Tanz-Choreographien von Busby Berkeley gibt, kann so ziemlich jede Krise bewältigt werden.

     

    Weiter geht's auf der nächsten Seite mit den Plätzen 20 bis 16...

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