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    "Squid Game": So könnte es in Staffel 2 auf Netflix weitergehen
    09.10.2021 um 10:00
    Annemarie Havran
    Annemarie Havran
    -Mitglied der Chefredaktion
    Film- und Serien-Fan mit Leib und Seele. Immer, wenn im Kinosaal das Licht ausgeht oder der Vorspann einer starken Serie beginnt, kommt die Gänsehaut.

    „Squid Game“ ist auf dem besten Weg, „Bridgerton“ als erfolgreichste Netflix-Serie zu überholen. Wir sind uns also ziemlich sicher: Staffel 2 kommt! Deshalb haben wir uns in einem Video und dem dazugehörigen Artikel Gedanken zur Fortsetzung gemacht.

    Kommt „Squid Game“ Staffel 2? Diese Frage stellen sich wohl gerade alle, die mit der ersten Staffel des aktuellen Serien-Überfliegers auf Netflix durch sind. Eine verbindliche Antwort gibt es darauf leider noch nicht, und Serienschöpfer Hwang Dong-hyuk erklärte bereits mehrfach, wie sehr ihn die Arbeit an „Squid Game“ ausgelaugt habe, die er quasi im Alleingang geschrieben und inszeniert hat.

    Hwang will also erst einmal eine kleine Pause – erklärte aber auch, mit einem Team an Autoren und Regisseurinnen an seiner Seite würde er über Staffel 2 zumindest nachdenken. Wir sind uns ziemlich sicher, dass Netflix so einen dicken Fisch wie „Squid Game“ nicht vom Haken lassen wird und einen Weg findet, um Hwang von neuen Folgen zu überzeugen. Deshalb wagen wir an dieser Stelle einen Blick in die Zukunft: Worum könnte es in Staffel 2 gehen?

    Achtung, es folgen Spoiler zu Staffel 1.

    Spiele außerhalb von Korea

    In Staffel 1 sprechen die VIPs darüber, dass die Spiele in Südkorea in diesem Jahr die besten waren. Das macht deutlich: Die brutalen Spiele auf Leben um Tod finden in mehreren Ländern der Welt statt. Es muss dann auch so etwas wie eine übergeordnete Dachorganisation für das ganze Unterfangen geben.

    Wir vermuten, dass dieses globale Netzwerk Thema der zweiten Staffel sein wird: Entweder sehen wir ganz direkt Spiele in anderen Ländern oder aber Gi-hun (Lee Jung-jae) fördert bei seinem Rache-Feldzug Informationen über die global stattfindenden Spiele und deren Drahtzieher zutage – schließlich dürfte dem Sieger und erklärten Feind der Spiele daran gelegen sein, sie nicht nur in Südkorea ein für alle Mal zu beenden, sondern überall auf der Welt. Dafür muss er aber erst einmal erfahren, dass es die Spiele auch woanders gibt…

    Gi-hun: Ein Mann sieht Rot

    Und das führt uns direkt zu Gi-hun und seiner möglichen Rolle in Staffel 2. Ziemlich sicher dürfte seine Figur weiterhin im Zentrum stehen, nun mit dem Ziel, die Spiele für immer zu beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Dass seine Haare inzwischen in der aggressiven Rache-Farbe Rot gefärbt sind, dürfte kein Zufall sein.

    Doch wie er das anstellen wird, das ist hier die Frage. Möglich ist, dass er erneut an den Spielen teilnimmt – und das könnte in verschiedenen Funktionen geschehen. Dass er noch einmal als Spieler ins Rennen geht, ist unwahrscheinlich. Schließlich wissen die Macher, dass er ihnen den Krieg erklärt hat. Er könnte das Ganze aber als Wächter infiltrieren, oder aber auch als VIP.

    Denn schließlich ist Gi-Hun nach seinem Gewinn von 45,6 Milliarden Won (rund 33 Millionen Euro) stinkreich. Einen Teil des Geldes hat er der Mutter von Sang-Woo (Park Hae-soo) und dem kleinen Bruder von Kang Sae-byeok (Jung Hoyeon) geschenkt. Doch einen guten Teil dürfte er auch behalten haben – und könnte sich so nun mit einer neuen Identität in die Riege der auf Menschen wettenden VIPs einkaufen.

    Noch einfacher würde dies für ihn wahrscheinlich werden, wenn er das nicht in Südkorea macht, sondern in einem anderen Land – das wäre eine Möglichkeit, wie die Spiele in anderen Ländern Einzug in Staffel 2 halten.

    Weitere Polizeiermittlungen

    Gi-hun ist aber wahrscheinlich nicht der einzige, der hinter dem „Squid Game“-Ring her ist. Wir sind uns ziemlich sicher, dass in Staffel 2 auch Polizeiermittlungen wieder eine Rolle spielen werden – so wie sich in Staffel 1 schon ein Handlungsstrang um den Cop Jun-Ho (Wi Ha-Joon) drehte, der auf der Insel seinen Bruder suchte.

    Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass Jun-ho selbst wieder ermittelt, denn auch wenn wir in Staffel 1 gesehen haben, wie auf ihn geschossen wurde und er von einer Klippe stürzte, könnte er immer noch leben – seine Leiche haben wir nie gesehen.

    Der Schuss verletzte ihn nur an der Schulter. Falls er den Sturz ins Wasser also überlebt hat, könnte er seine Mission in Staffel 2 fortsetzen – und auch noch tiefer in die Geheimnisse seines Bruders (Lee Byung-hun) eintauchen, der die Spiele einst selbst gewann und anschließend zum Frontmann wurde, zur rechten Hand des Veranstalters Oh Il-nam (Oh Yeong-su).

    Doch auch wenn Jun-Ho nicht überlebt hat, könnte die Polizei in Staffel 2 eine Rolle spielen – Serienschöpfer Hwang Dong-hyuk erklärte bereits, dass ihm diese Idee vorschwebt. Wenn zumindest ein Teil der Dateien, die Jun-Ho bei seiner Flucht von seinem Handy zu übermitteln versuchte, bei der Polizei angekommen ist, dürfte sich dort jemand des Falls annehmen. Vielleicht auch in Zusammenarbeit mit Gi-hun?

    Der Frontman

    Nicht nur die Vergangenheit des geheimnisvollen Frontman könnte in der zweiten Staffel Thema werden, sondern auch seine Zukunft: Wohin wird ihn sein Weg in der Organisation hinter den Spielen noch führen? Ist er nach dem Tod von Oh Il-nam zum neuen Gastgeber der südkoreanischen Spiele aufgestiegen? Oder dient er nun einem anderen Gastgeber?

    Nicht nur der Frontman könnte in Staffel 2 mehr in den Fokus rücken, auch über die rotgekleideten Wachen, die in Arbeiter (Kreis auf der Maske), Soldaten (Dreieck) und Manager (Viereck) unterteilt sind, wissen wir bislang noch sehr wenig. In einer zweiten Staffel könnte enthüllt werden, wie die Wachen für die Spiele rekrutiert werden – womöglich werden auch hier Menschen in einer verzweifelten Lage mit dem Versprechen auf großen Gewinn angelockt.

    Spin-off, Filme, Prequels

    Falls einige Storys keinen Platz in der Hauptserie finden, könnte sich Netflix auch entscheiden, Spin-offs in Form von weiteren Serien oder Filmen zu machen. Auch zu Serien-Hits wie „Bridgerton“ und „The Witcher“ schickte Netflix schließlich Ableger auf den Weg.

    In einem Spin-off könnte es dann zum Beispiel ausführlicher um die Spiele in anderen Ländern gehen – in denen dann natürlich beliebte Kinderspiele des jeweiligen Landes gespielt würden, nicht dieselben wie in Korea.

    Oder aber man erzählt die Vorgeschichte des Ganzen, die Oh Il-nam bereits angerissen hat: Wie sich einst reiche Männer langweilten und überlegten, was sie mit ihrem Geld noch anstellen könnten, damit ihnen das Leben wieder Spaß macht. Daraus wurde die perverse Idee geboren, auf Menschen zu wetten – und 1988 fand in Südkorea dann das erste Spiel statt. Die Entstehung dieses ersten Spiels, das bestimmt noch wesentlich weniger ausgefeilt war als das minutiös geplante Turnier, das wir in „Squid Game“ gesehen haben, und wie es dann abgelaufen ist, könnte in einem Prequel gezeigt werden.

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