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    "House Of Gucci" mit Lady Gaga ist ein wilder Spaß – wenn ihr die richtige Fassung schaut
    02.12.2021 um 12:00
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Ob Lachen mit „Jack & Jill“, Weinen mit „Bambi“ oder Hochspannung in „Heat“. Björn Becher liebt die Kraft des Kinos, ihn zu bewegen.

    Mit „House Of Gucci“ legt Ridley Scott schon seinen zweiten Film in diesem Jahr vor – und es ist keine trockene Aufarbeitung des berühmten Kriminalfalls Gucci. Es ist ein Heidenspaß, zumindest in der richtigen Fassung.

    Universal Pictures

    Superstar Lady Gaga spielt in „House Of Gucci“ Patrizia Reggiani, welche die Chance ergreift, als sie zufällig Maurizio Gucci (Adam Driver), den designierten Erben des Modekonzerns Gucci, trifft. Beide verlieben sich, heiraten und führen erst einmal ein Leben fern der reichen Familie. Doch dann öffnet ihnen Maurizios Onkel Aldo (Al Pacino) die Tür zu seinem Imperium … und Patrizia ist begeistert. Doch als man ihr deutlich macht, dass sie immer eine Außenseiterin bleiben wird, lässt sie das nicht auf sich sitzen. Sie bringt Maurizio dazu, selbst nach der Macht über das Imperium zu greifen...

    Ridley Scott lässt in „House Of Gucci“ seine Stars völlig von der Leine. Gefühlt macht hier jeder, was er will, auch wenn das nicht immer ganz zusammenpasst. Adam Driver spielt seine Rolle zum Beispiel noch ziemlich ernst und eher einem klassischen Biopic angemessen. Doch schon Al Pacino lässt so mächtig die Sau raus wie zuletzt vor zehn Jahren in „Jack & Jill“. Das ist aber alles nichts gegen Jared Leto, der unter Tonnen von Make-Up als Aldos Sohn Paolo durch seinen eigenen Film irrlichtert und einfach nur urkomisch ist. Und über allem thront Lady Gaga, die eindrucksvoll die verschiedensten Richtungen zusammenhält.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "House Of Gucci"

    Das mag sich verquer anhören – und ist es auch. Aber trotzdem (oder gerade deshalb) ist „House Of Gucci“ zumindest streckenweise ein Heidenspaß, eine völlig überdrehte Soap-Opera im Kino.

    Allerdings müssen wir diese Einschätzung etwas einschränken: Ein großer Teil der überdrehten Performances wird über die Stimme transportiert. Al Pacino, Lady Gaga und Jared Leto spielen sich mit den verrücktesten Varianten italienischer Akzente in einen wahren Rausch. So richtig sinnig sind die nie, aber tragen viel zum Spaß bei. In der deutschen Fassung fehlt allerdings dieser Aspekt komplett.

    Daher kommen wir auch in der aktuellen Ausgabe unseres Podcasts Leinwandliebe zu dem Schluss, dass ihr „House Of Gucci“ unbedingt in der Originalfassung (notfalls mit Untertiteln) schauen müsst. Insgesamt schwärmen Moderator Sebastian, FILMSTARTS-Chefkritiker Christoph und der Autor dieser Zeilen Björn aber mächtig von den meisten (aber nicht allen!) Schauspielleistungen.

    Dass inhaltlich viele Elemente in „House Of Gucci“ nicht wirklich der Wahrheit entsprechen, wird auch angerissen und vor allem gehen wir natürlich auch auf einige Schwächen des immerhin satte zweieinhalb Stunden langen Films ein, die dann doch verhindern, dass „House Of Gucci“ der ganz große Wurf geworden ist. Die unterschiedliche Gewichtung dieser Schwächen führt dann auch zu drei unterschiedlichen Wertungen der Podcast-Diskutanten.

    House Of Gucci“ läuft aktuell in den deutschen Kinos.

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