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    Heimkino-Highlight: Dieses geniale Sci-Fi-Meisterwerk könnt ihr jetzt sogar vor offiziellem Deutschland-Start sehen
    Daniel Fabian
    Daniel Fabian
    -Redakteur
    Ob Sammlereditionen aus aller Welt, aktuelle Schnäppchen oder Uncut-Horror – er weiß ganz genau, wie man an die großen Must-Haves kommt.

    Er wurde 2021 bereits auf diversen Festivals gefeiert, Infos zu einem hiesigen (Heim-)Kinostart von „Beyond The Infinite Two Minutes“ gibt es allerdings bis heute nicht. Trotzdem könnt ihr das Science-Fiction-Highlight schon jetzt zu Hause schauen.

    Nikkatsu

    „'Beyond The Infinite Two Minutes' ist sein Status als neuer Sci-Fi-Kultfilm schon jetzt kaum noch zu nehmen“, heißt es unter anderem in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik, in der es für den Indie-Hit satte 4,5 von 5 möglichen Sternen gibt. Und wir sind keineswegs die Einzigen, die von dem Zeitreise-Spaß begeistert sind: Auf der Kritiker-Plattform Rotten Tomatoes steht der Film nach immerhin 49 Bewertungen beim seltenen perfekten Score von 100 Prozent positiver Stimmen!

    Nachdem der Festival-Hit bereits im Herbst seine Deutschland-Premiere beim Fantasy Filmfest feierte, gibt es allerdings nach wie vor keine Informationen zu einem regulären Kino- oder Heimkinostart des neuesten Low-Budget-Wunders aus Japan. Wer es kaum erwarten kann, den Film endlich zu sehen, muss aber trotzdem nicht länger warten:

    „Beyond The Infinite Two Minutes“ bekommt ihr nämlich schon jetzt bei Amazon auf DVD und Blu-ray. Weil eine deutsche Synchronfassung weiterhin auf sich warten lässt, bietet der Versandriese die bereits erschienene britische Veröffentlichung an – eine willkommene Alternative für alle O-Ton-Fans (wie den Autor dieses Artikels, der sich das Ding direkt geholt hat), die nicht länger warten wollen:

    ›› "Beyond The Infinite Two Minutes" bei Amazon*

    Wie für UK-Importe üblich, liegt der Film im Originalton mit englischen Untertiteln vor und kann – im Gegensatz zu vielen US-Scheiben – auf allen herkömmlichen deutschen Playern ohne Weiteres wiedergegeben werden.

    Darum geht's in "Beyond The Infinite Two Minutes"

    Als Kato (Kazunari Tosa) eines Tages nach einem langen Arbeitstag im Café in seine direkt darüber liegende Wohnung zurückkehrt, kann er seinen Augen kaum trauen. Dort angekommen, sieht er auf seinem Computer-Monitor nämlich plötzlich sich selbst – oder besser gesagt sein zukünftiges Ich, das ihm um exakt zwei Minuten voraus ist!

    Er eilt zurück in den Laden und stellt so fest, dass sein Monitor zu Hause und der Fernseher in seinem Laden auf einzigartige Weise verbunden scheinen. Doch das ist noch nicht alles: Als seine Freunde von der Sache Wind bekommen, gelingt es ihnen sogar, das Zwei-Minuten-Fenster in die Zukunft zu erweitern – mit gravierenden Folgen...

    Darum lohnt sich "Beyond The Infinite Two Minutes"

    Dass sich unter anderem Shin'ichirô Ueda von „Beyond The Infinite Two Minutes“ begeistert zeigt, überrascht eigentlich nicht. Immerhin war er es, der mit „One Cut Of The Dead“ vor wenigen Jahren ein ähnlich kreatives Konzept mit Mini-Budget umsetzte – und damit letzten Endes einen internationalen Hit landete, der von jetzt auf gleich zum Kult wurde. Ähnlich dürfte es schon bald auch „Beyond The Infinite Two Minutes“ ergehen.

    Wie auch die Untoten-Komödie kommt sein Zeitreise-Pendant (nach einer kurzen Einstiegssequenz) ganz ohne ersichtlichen Schnitt aus. Ein Konzept, das ohnehin schon präzisester Planung bedarf, im Falle von Junta Yamaguchis Film aber besonders komplex ausfällt, weil obendrein auch noch der im Film erwähnte Droste-Effekt eine Rolle spielt (dieser beschreibt ein Bild im Bild bzw. ein Bild, das sich selbst enthält).

    „Beyond The Infinite Two Minutes“ lebt also keineswegs bloß von dem One-Shot-Gimmick, sondern wird zum Ende hin auch immer gewitzter und verschachtelter – und braucht sich dabei selbst nicht vor Christopher Nolans Mindfuck-Blockbuster „Tenet“ zu verstecken. Und er verläuft im Gegensatz zu anderen One-Shot-Filmen wie „Victoria“ oder „1917“ nicht streng linear, sondern erfindet sich im Laufe seiner gerade einmal 70 Minuten immer wieder neu.

    So bleibt die ausgeklügelte Science-Fiction-Komödie immer unterhaltsam, frisch und überraschend – und zwar selbst dann, wenn man ein und dasselbe Gespräch erst aus der früheren und dann aus der späteren Sicht zu sehen bekommt, um am Ende zur alles überschattenden Erkenntnis zu gelangen: Vielleicht sollten wir uns weniger den Kopf über die Zukunft zerbrechen und stattdessen im Hier und Jetzt leben. Unser Fazit: „Mehr Spaß kann man in 70 Minuten nicht haben.“

    Ihr habt „One Cut Of The Dead“ auch noch nicht gesehen? Dann gibt's hiermit gleich die nächste Filmempfehlung von uns hinterher! Am besten schaut ihr euch den einzigartigen Zombie-Film aber möglichst ohne Vorkenntnisse darüber an, was euch im Film erwartet. Euch ist das zu sehr „Katze im Sack“? Dann schaut zur Einstimmung mal in den Trailer rein. So oder so geben „Beyond The Infinite Two Minutes“ und „One Cut Of The Dead“ zweifelsohne eines der passendsten, originellsten und kurzweiligsten Double Features der jüngeren Vergangenheit ab!

    *Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.

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