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    Der beste Action-Western aller Zeiten! Ein brutales Meisterwerk läuft heute uncut und ohne Werbung im TV
    13.03.2022 um 07:00
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Björn ist riesiger Western-Fan, wobei ihn vor allem viele Produktionen aus Italien von Sergio Leone, Sergio Corbucci oder Enzo G. Castellari begeistern. Seine Favoriten: "Keoma" und "Leichen pflastern seinen Weg" sowie aus den USA "The Wild Bunch" und "High Noon".

    „The Wild Bunch“ gehört für uns zu den drei besten Western aller Zeiten. In Sachen Action ist er im Western sogar unerreicht, hat auch heute noch Einfluss und gehört auch zu den 3 besten Actionfilmen aller Zeiten. Heute gibt’s ihn uncut im TV.

    Warner Bros.

    Dass „The Wild Bunch“ ungekürzt im TV läuft, ist dabei keine Selbstverständlichkeit. Aufgrund seiner Brutalität ist Sam Peckinpahs Western auch heute noch höchst umstritten. Schon bei der Kinovorführung 1969 wurde trotz damaliger FSK-18-Freigabe die Schere angesetzt. Mittlerweile ist der Film aber ab 16 Jahren freigegeben und auch ungekürzt in Deutschland erhältlich. Wie ARTE bestätigte, zeigt man „The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz“ so in der ungekürzten Fassung und natürlich auch ohne Werbung. Einschalten lohnt sich:

    „The Wild Bunch“ am heutigen Sonntag, den 13. März 2022 ab 21.45 Uhr auf ARTE. Wenn ihr den Western verpasst gibt es in rund einem Monat, am 8. April um 0.35 Uhr, noch einmal eine Wiederholung. Alternativ könnt ihr euch natürlich „The Wild Bunch“ auch auf Blu-ray oder bei einem Streamingdienst holen.

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    "The Wild Bunch": Ein legendäres Todesballett

    Wir befinden uns im Wilden Westen nur wenige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Bei einem Überfall auf das Lohnbüro der Eisenbahngesellschaft gerät die Diebesbande des alten Haudegens Pike Bishop (William Holden) in einen Hinterhalt. Nach einer blutigen Schießerei gelingt nur einem kleinen Haufen die Flucht nach Mexiko. Dort sollen die angeschlagenen, zerstrittenen Outlaws für den zwielichtigen General Mapache (Emilio Fernández) einen Zug mit modernen Waffen überfallen.

    Doch nicht nur von dem wenig vertrauenswürdigen Auftraggeber, der sie wahrscheinlich übers Ohr hauen wird, droht Gefahr. Pikes ehemaliger Freund und Weggefährte Deke Thornton (Robert Ryan), der ihnen schon beim vorherigen Überfall in die Parade fuhr, weiß von dem Plan. Mit einer Bande geldgieriger Kopfgeldjäger im Schlepptau wird er gezwungen, Pike Bishop zu schnappen...

    Dass „The Wild Bunch“ nicht nur in unserer Rangliste der besten Western aller Zeiten, sondern auch in der Liste der besten Actionfilme aller Zeiten auf dem dritten Platz liegt, hat seinen Grund: Wer über großartiges Actionkino spricht, kommt an Sam Peckinpah nicht vorbei. Und in dem mittlerweile legendären Todesballett „The Wild Bunch“ fährt der Regisseur seine ganze Klasse auf.

    Eine ganze Reihe großartiger Actionszenen wie zum Beispiel ein Eisenbahnüberfall mit halsbrecherischen Stunts ohne Doubles bleiben nachhaltig in Erinnerung. In episch-exzessiven Schießereien werden Leiber durchlöchert und dabei in Zeitlupe durchgeschüttelt, dass es wie ein letzter Tanz wirkt. Dieses Stilmittel griffen viele spätere Genre-Regisseur*innen wie John Woo („The Killer“) oder die Wachowski-Schwestern („Matrix“) auf. Peckinpah war selbst beeinflusst vom finalen Slow-Motion-Shootout in „Bonnie und Clyde“, doch treibt den dort zu sehenden Todeskampf auf die Spitze.

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    Bei ihm kommen viel mehr Menschen und viel mehr Waffen (auch Handgranaten und eine Gatling Gun) zum Einsatz. Gemeinsam mit seinem Kameramann Lucien Ballard und Cutter Lou Lombardo, der mit über 3.600 Schnitten einen neuen Rekord aufstellte, schuf Peckinpah daraus eine einzigartige Choreographie der Gewalt.

    Deswegen ist „The Wild Bunch“ umstritten, wurde lange Zeit immer wieder nur gekürzt gezeigt. Doch Peckinpah verherrlicht die Gewalt nicht. Der Regie-Berseker mit dem Spitznamen „Bloody Sam“ greift sie in seinen Werken immer auf, dekonstruiert und hinterfragt aber gewalttätiges Handeln – so auch in „The Wild Bunch“.

    Paradoxerweise ein Statement gegen Gewalt: Die FILMSTARTS-Kritik zu "The Wild Bunch"

    Der mit Oscarnominierungen für das beste Drehbuch und die beste Musik bedachte Spät-Western ist so auch jenseits der herausragenden Actionszenen ein Meisterwerk. „The Wild Bunch“ bietet Hochspannung durch interessante, komplexe Figuren und tiefgehende Konflikte zwischen ihnen. So ist „The Wild Bunch“ für uns der beste Action-Western aller Zeiten.

    Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der Programmankündigung des Senders für heute. Aufgrund aktueller Ereignisse kann es aber zu kurzfristigen Programmänderungen kommen.

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