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    Mehr als nur Fanservice: Deshalb sind die großen "Star Wars"-Gastauftritte im "Obi-Wan Kenobi"-Finale so wichtig
    22.06.2022 um 17:40
    Benjamin Hecht
    Benjamin Hecht
    -Redakteur
    Liebt Episode I-VI, „Clone Wars“ und „The Mandalorian“. Die Sequel-Trilogie war für „Star Wars“-Fan Benjamin aber eine riesige Enttäuschung.

    Vorsicht, Spoiler! In Folge 6 von „Obi-Wan Kenobi“ gibt es gleich zwei prominente „Star Wars“-Cameos. Dabei handelt es sich aber nicht nur um Fanservice: Ian McDiarmid als Imperator Palpatine und Liam Neeson als Qui-Gon Jinn erfüllen wichtige Rollen.

    Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Am heutigen Mittwoch ist die letzte Episode von „Obi-Wan Kenobi“ auf Disney+ erschienen. Für Folge 6 haben sich die Macher*innen nicht nur einen, sondern gleich zwei große „Star Wars“-Stars aufgespart, die jeweils für eine kurze Szene zu sehen sind. Imperator Palpatine (Ian McDiarmid) und Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) tauchen im Finale der Disney-Plus-Serie auf. Wir erklären euch, warum beide Auftritte mehr sind als nur die Befriedigung von Fan-Wünschen.

    Sowohl der Sith-Imperator als auch Obi-Wans Meister erfüllen eine wichtige Funktion – und zwar weniger für die Serie als für die Gesamtsaga.

    ›› "Obi-Wan Kenobi" bei Disney+*

    Darth Vader trifft auf Imperator Palpatine

    So läuft das Treffen ab: Nach seinem verlorenen Kampf gegen Obi-Wan (Ewan McGregor) sitzt Darth Vader in seiner Festung auf dem Planeten Mustafar, wo er sich vor dem per Hologramm zugeschalteten Imperator, auch bekannt als Darth Sidious, rechtfertigen muss. Vader verspricht, dass er seine Anstrengungen, Kenobi zu jagen, fortsetzen und er nicht ruhen werde, bis der Jedi tot ist. Doch das will sein Sith-Meister gar nicht hören.

    Palpatine äußert die Befürchtung, dass sich Vader von seinen Gefühlen für Obi-Wan hat schwächen lassen. Er ist sich bewusst, dass ein weiteres Aufeinandertreffen zwischen den beiden die gute Seite in Anakin wieder hervorbringen könnte. „Wenn Ihr Eure Vergangenheit nicht überwinden könnt...“, Sidious braucht den Gedanken gar nicht aussprechen, da versteht Vader die Botschaft und antwortet: „Kenobi bedeutet mir nichts“.

    Disney und seine verbundenen Unternehmen
    Ian McDiarmid als Imperator Palpatine in „Obi-Wan Kenobi“

    Darum ist diese Szene so wichtig: Zwischen den Ereignissen von „Obi-Wan Kenobi“ und „Episode 4 - Eine neue Hoffnung“ liegen neun Jahre. In all der Zeit kam es nach unserem jetzigen Wissenstand zu keinem weiteren Aufeinandertreffen zwischen Obi-Wan und Darth Vader. Das scheint zunächst unlogisch, wo Vader doch nun weiß, dass Kenobi noch lebt und er in der Serie hoch motiviert ist, ihn zu vernichten.

    Doch der Auftritt Palpatines erklärt den Waffenstillstand auf schlüssige Weise: Darth Vader bleibt von Obi-Wan fern, um seine Loyalität gegenüber Palpatine zu beweisen. Um seine einstige Identität als Anakin wirklich loszulassen und sich voll und ganz der dunklen Seite zu widmen, muss er Kenobi aus seinen Gedanken verbannen.

    Obi-Wan trifft auf Qui-Gon Jinn

    So läuft das Treffen ab: Es ist die allerletzte Szene der Serie: Obi-Wan reitet auf einem Eopie durch die Wüste Tatooines. Er hat sich entschieden, seine Höhle zu verlassen, und plant nun vermutlich in einem Haus zu wohnen, wie er es auch in „Episode 4“ tut. Dabei erscheint im plötzlich der Machtgeist von Qui-Gon Jinn, den wir aus „Episode 1 - Die dunkle Bedrohung“ als Obi-Wans Jedi-Meister kennen. Das Aufeinandertreffen verläuft unspektakulär.

    „Endlich, hat ja lange genug gedauert“, murrt Qui-Gon seinen ehemaligen Padawan an. Anschließend erklärt er Obi-Wan, dass er immer an seiner Seite war, sein Schüler nur noch nicht bereit gewesen sei, ihn zu sehen (wahrscheinlich, weil sich Obi-Wan von der Macht abgekapselt hatte). Gemeinsam brechen die beiden auf und der Machtgeist verschwindet wieder.

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    Liam Neeson als Qui-Gon Jinn in „Obi-Wan Kenobi“

    Darum ist diese Szene so wichtig: Wir wissen seit der Original-Trilogie, dass Obi-Wan die Fähigkeit hat, zum Machtgeist zu werden, und dass er dies vermutlich auch schon wusste, als er sich in „Episode 4“ kurz vor Vaders Todesstoß in Luft auflöste und eins mit der Macht wurde.

    In „The Clone Wars“ wurde dann gezeigt, dass auch Qui-Gon Jinn diese Kraft erlangte und schon damals Kontakt zu Obi-Wan (und Yoda) aufnahm. Doch diejenigen „Star Wars“-Fans, die sich die Animationsserien nicht ansehen (und davon gibt es eine ganze Menge), haben davon nichts mitbekommen. Der Auftritt des verstorbenen Jedi-Meisters in „Obi-Wan Kenobi“ ist also wichtig, um erstmals auch dem breiten „Star Wars“-Publikum klarzumachen, dass Kenobi die Machtgeist-Fähigkeit von Qui-Gonn erlangte.

    Zusätzlich zeigt uns der Moment, dass Obi-Wans Verbindung zur Macht wieder voll intakt ist. Allerdings hätte es dafür keinen Qui-Gon Jinn gebraucht. Denn das wurde ja bereits an anderen Stellen in der Disney+-Serie deutlich gemacht.

    Die beiden Cameos dienen also in erster Linie dazu, „Obi-Wan Kenobi“ besser und verständlicher in die restliche „Star Wars“-Kontinuität einzufügen.

    Gerücht: Ein weiterer "Star Wars"-Fantraum soll nach "Obi-Wan Kenobi" wahr werden – dank neuer Serie auf Disney+

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