Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden
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Horridus
Horridus

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Serienkritik
4,0
Veröffentlicht am 6. Oktober 2026
Monster: The Lizzie Borden Story

Wie schon die bisherigen Monster-Serien von Netflix erzählt auch Monster: The Lizzie Borden Story seine Geschichte auf eine ungewöhnliche, teilweise ironische und eigenständige Art. Statt den Fall einfach chronologisch abzuspulen, setzt die Serie auf eine besondere, teilweise überzeichnete Erzählweise, die immer wieder überrascht und durchaus Spaß macht. Das bewahrt die Serie davor, zu einer dieser üblichen idealisierten Dramaserien zu verkommen, von denen es wahrlich genug gibt.

Gerade diese Machart macht die Serie interessant. Sie nimmt sich dennoch Zeit für die Figuren und versucht nicht, den Fall lediglich als klassischen True-Crime-Thriller aufzubereiten. Dadurch entsteht eine interessante Atmosphäre, die gut zu dem historischen Stoff passt.

Wie schon bei den vorherigen Monster-Produktionen steht weniger die reine Action im Vordergrund. Allerdings gibt es einige sehr deutlich dargestellte und blutige Szenen, die durchaus Fans von Slasher-Filmen gefallen dürften. Im Mittelpunkt steht für mich vielmehr die für die damalige Zeit passende Darstellung des Machtgefälles zwischen den gesellschaftlichen Schichten und die damit verbundene Ausnutzung der Bediensteten – bis hin zu willkürlichen Bestrafungen und sexueller Ausbeutung. Dieses Thema nimmt viel Raum ein und wird erst im weiteren Verlauf zunehmend erklärt, wodurch sich nach und nach erschließt, was hinter den Handlungen der Figuren steckt.

Dadurch wirkt die Serie stellenweise etwas langatmig und ist deshalb vielleicht nicht für jeden Zuschauer sofort zugänglich. Gleichzeitig lässt die ausführliche Erzählweise aber genügend Raum, um die Figuren und ihre Handlungen nachvollziehen zu können.

Die Vertonung im Streaming lag in Dolby Atmos vor und ist beim Score schön räumlich.

Der Zeitsprung in die heutige Zeit hätte für mich allerdings nicht unbedingt sein müssen. Zumindest wirkt er in der Form, wie er in die Serie eingefügt wurde, etwas deplatziert. Vielleicht hätte dieser Sprung besser am Ende funktioniert – sozusagen als Übergang in die Gegenwart und als Blick darauf, was die Fans aus der Geschichte gemacht haben.

Unterm Strich: Wieder eine interessante Monster-Produktion von Netflix, die ich so nicht erwartet hätte und die vor allem durch ihre von den anderen Staffeln abweichende, ungewöhnliche und teilweise überzeichnete Art überzeugt. Wer die bisherigen Staffeln mochte, könnte zunächst von der anderen Form überrascht sein. Wenn man sich darauf einlässt, wird man aber auch mit der Lizzie-Borden-Geschichte gut unterhalten.
rogue
rogue

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Serienkritik
4,0
Veröffentlicht am 25. Oktober 2026
Monster? Na ja, wohl eher dem Marketing von Netflix geschuldet. Ich habe bisher alle Folgen gesehen, die letzte über Lizzie Borden. Und auch die war wieder sehr gut gemacht. Toller Cast, und, trotz der Tragik auch hinter dieser Geschichte, einfach sehenswert. Ed Gein, Jeffrey Dahmer. Menendez Brüder, alle sehr spannend und gut gemacht.