Lysopp erzählt dem kleinen Tony Tony Chopper, was bisher passiert ist. Wie sich die Truppe kennengelernt hat, wie ER natürlich alle rekrutiert und nebenbei sämtliche Bösewichte verhauen hat. Chopper ist begeistert und saugt jede Geschichte auf, während der Rest der Crew regelmäßig Einwände bezüglich des Wahrheitsgehalts anmeldet.
LEGO One Piece hat 2 Episoden mit einer Laufzeit von jeweils ca. 30 Minuten. Im Groben fasst man die Handlung der ersten beiden Staffeln der Live-Action-Adaption zusammen, nur eben im LEGO-Stil. Dadurch wird alles alberner, übertriebener und erstaunlich unterhaltsam. Wer penibel auf die Manga-Lore achtet, braucht nicht unbedingt einzuschalten. Man orientiert sich bei Story und Figuren klar an der Netflix-Live-Action-Version und nicht am Canon. Das sollte man wissen, bevor man nach drei Minuten mit dem Notizblock vor dem Fernseher sitzt und sämtliche Abweichungen dokumentiert. Unterhaltsam ist das Ganze trotzdem, denn gerade Lysopp ist als Erzähler perfekt. Natürlich baut er seine kleinen Lügengeschichten ein, macht sich selbst zwölf Stufen wichtiger und Chopper ist genau das herrlich naive Crewmitglied, das den ganzen Quatsch begeistert glaubt. Auch der LEGO-Stil ist schön umgesetzt. Hier zerbricht etwas, dort wird mal eben ein Schiff zusammengebaut und generell nutzt man die Möglichkeiten der Klötzchenwelt ordentlich aus. Unterm Strich bleiben zwei Episoden, die sich hervorragend nebenbei wegschauen lassen und zeigen, dass Netflix bereit ist, die One-Piece-Welt stärker zu melken, als Homelander jemals trinken könnte.
6/10 Punkten. Die komplette Strohhut-Crew der Live-Action-Serie spricht auch ihre jeweiligen LEGO-Versionen und laut Showrunner Tom Hyndman entstanden bei den Aufnahmen sogar einige improvisierte Momente.