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Horridus
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Serienkritik
3,5
Veröffentlicht am 14. September 2026
Beschütze uns vor dem Bösen – Serie
Die Serie erzählt ihre Handlung sehr umfassend und nimmt sich entsprechend viel Zeit für ihre Figuren. Das Erzähltempo ist daher eher gemächlich, dafür werden die zahlreichen Verflechtungen innerhalb der Clique und die komplizierten Beziehungen sehr detailliert herausgearbeitet.
Der Tod eines Mitglieds der Clique führt zu einer Vernehmung, die nach und nach so manches Beziehungsdrama offenlegt. Dabei werden die unterschiedlichen Konflikte und Verbindungen zwischen den Figuren Stück für Stück sichtbar. Besonders interessant ist, wie viel innerhalb der Gruppe verborgen, betrogen und gelogen wird. Immer wieder kommen neue Geheimnisse ans Licht, wodurch sich das Bild der einzelnen Charaktere zunehmend verändert.
Der eigentliche Reiz der Serie liegt deshalb weniger in rasanter Spannung als in der detaillierten Darstellung der Figuren und ihrer Beziehungen. Wer sich auf das eher ruhige Erzähltempo einlässt, bekommt dafür ein komplexes Geflecht aus persönlichen Konflikten, Geheimnissen und gegenseitigen Abhängigkeiten geboten.
Technisch präsentiert sich „Beschütze uns vor dem Bösen“ auf einem sehr hohen Niveau. Das Bild ist klar, scharf, grieselfrei, hell und ausgesprochen detailreich. Gerade bei einer eher ruhig erzählten Dramaserie kommt die hervorragende Bildqualität sehr gut zur Geltung.
Auch die Tonspur ist für ein Drama gelungen. Große oder spektakuläre Surround-Effekte sollte man in diesem Genre natürlich nicht erwarten. Dafür wird der Score immer wieder wirkungsvoll über die Surround-Lautsprecher verteilt. Besonders gelungen ist die klare Trennung von Dialog und Musik: Die Stimmen kommen präzise aus dem Center, während sich die Musik räumlich über die Surround-Lautsprecher verteilt. Das erzeugt eine angenehme Atmosphäre und passt hervorragend zur Serie.
Fazit: Eine ruhig und ausführlich erzählte Dramaserie, die viel Wert auf Charaktere, Beziehungen und deren Verflechtungen legt. Wer ein hohes Erzähltempo erwartet, dürfte sich stellenweise etwas gedulden müssen. Dafür überzeugt die Serie mit ihrer detaillierten Geschichte, den zahlreichen Geheimnissen und Intrigen, einer hervorragenden Bildqualität und einer stimmigen, räumlich eingesetzten Tonspur.
Klischee und Langweile dominieren; ärgerlich, wie in Mainstream-Serien der Konsum von Kokain und ähnlichem bagatellisiert dargeboten wird. „Setgym“ Kulisse wirkt lächerlich, ähnlich dem gesamten Plot um Haben und Sein.
Sehr gut, am Ende bin ich kurz vom Sofa gesprungen!! Das gibt es doch nicht, dachte ich. Die Story sehr abwechselungsreich, gute Darsteller, man baut einen Bezug auf. Hat mich ganz einfach entertaint! Hoffe auf eine Fortsetzung!!