Mein FILMSTARTS
    Die purpurnen Flüsse
    User-Kritiken
    Pressekritiken
    Durchschnitts-Wertung
    3,1
    12 Wertungen - 1 Kritik
    Verteilung von 1 Kritik per note
    0 Kritik
    0 Kritik
    2 Kritiken
    0 Kritik
    0 Kritik
    0 Kritik
    Deine Meinung zu Die purpurnen Flüsse ?
    Michael S.
    Michael S.

    User folgen 122 Follower Lies die 402 Kritiken

    Staffel 2 Kritik
    3,5
    Veröffentlicht am 2. Februar 2021
    Die Stilmittel sind vertraut, das Setting unheimlich, die Themen einem Grangé angemessen: Ritualmord, Kreuzigung, zwielichtige Verjüngungskuren und Geheimnisse in Schlosskellern bilden die Hintergründe der zweiten Staffel, in der man sich allerdings etwas mehr für ihre Hauptfiguren erwärmen kann. Die Beziehung zwischen Niémans und Delauney erhält mehr Tiefe was allerdings auch zufolge hat, dass sich der Kommissar etwas weiter von seinem literarischen Vorbild entfernt. Immerhin ist in Gestalt von Camilles Impulsivität doch noch ein entscheidener Charakterzug des Buch-Ermittlers erhalten, seine zentralen Eigenschaften werden also quasi auf zwei Figuren verteilt.

    Trotz der immer gleichen, manchmal allzu aufgesetzten Mystik, die die Fälle traditionell umweht, fallen die vier neuen Doppelfolgen deutlich variantenreicher und ja, im Durchschnitt auch interessanter aus. Gerade die dritte, fast vollständig in einem Flüchtlingscamp spielende Episode "Das Ritual" schlägt ungewohnt sozialkritische Töne an, als ob das mitproduzierende ZDF hier eingeschritten wäre um dem deutschen Publikum ein paar mehr Bildungsinhalte zu verpassen. Egal wie es gemeint ist: Für diese Serie ist die Geschichte um Geisterglauben und Vorurteile in den verschiedensten Ethnien und Religionen, die hier auf engstem Raum zusammenleben müssen, eine Bereicherung. Auch Folge vier sorgt mit einer zugegeben etwas abstrus konstruierten Familienverschwörung trotzdem für interessante Momente, denn hier geht es außerdem endlich einmal wieder um Camilles sonst häufig nur am Rande erwähnte Familie.

    Damit entwickelt sich Staffel zwei noch mehr als zuvor in Richtung einer soliden Krimiserie, die US-Produktionen à la "True Detective" durchaus das Wasser reichen kann. Die Geschichte um körperliche Manipulation in Folge eins knüpft sogar an die Thematik der Buchvorlage und der populären Erstverfilmung mit Jean Reno an - ein besonderes Bonbon für alle Fans, die sich schon immer gefragt haben, ob dieser Aspekt irgendwann noch eine Rolle spielt. Ganz schlecht wäre eine Neuverfilmung jenes Falls mit dem neuen Team vermutlich nicht, doch müsste ein konsequenter Drehbuchautor Niémans darin sein Ende finden lassen.

    Solange der Serie die Kulte und Religionen nicht ausgehen besteht dazu aber kein Anlass. Staffel 3 ist bereits in Vorbereitung und dürfte in spätestens eineinhalb Jahren alle Freunde finsterer Krimis erneut neugierig machen.
    Chris B
    Chris B

    User folgen Lies die Kritik

    Serienkritik
    3,0
    Veröffentlicht am 11. Dezember 2018
    naja mit Jean Reno als kommisar wäre es wohl deutlich besser geworden- leider ist er nicht dabei sehr schade. aber dennoch kann man sich die mini serie angucken. obwohl ich die deutsche syncro fast besser finde als die schauspieler.
    Back to Top