LANGSAMSTE HELDENENTWICKLUNG EVER
Simon Williams will Schauspieler sein, doch er ist so verkopft und unentspannt, dass ihm Rollen weglaufen wie die Marvel-Qualität nach Phase 3. Als er endlich die Chance bekommt, Wonder Man zu spielen, versucht er alles. An seiner Seite, Trevor, der noch immer mit den Mandarin Nachwirkungen kämpft.
Wonder Man auf Disney+ hat 8 Episoden à ca. 30 Minuten. Marvels neuester Serienableger bekommt Kritiken von „joa stabil“ bis „ größte Offenbarung seit den 10 Geboten“ und dann gibt es mich, der vorm TV sitzt und einem Typen zusieht, der dieselben Superkräfte hat wie ich nach einem Teller dreierlei Bohneneintopf, inklusive Druckwelle und angestrengten Gesicht beim drücken.
Der Clou, Superhelden dürfen nicht im Fernsehen mitspielen, Simon will aber unbedingt. Wenn er sich aufregt, rapelt es im Karton, Wow. Clou Nr. 2, Trevor wurde von der Damage Control angeheuert, Simon auszuspionieren, natürlich werden sie beste Freunde, weil offenbar keine andere Beziehung mehr geschrieben werden.
So bekommen wir Vorsprechen, Selbstzweifel und überwiegend einen Dude zu sehen, der Schauspieler werden will. Das ist nicht per se schlecht… es ist nur ungefähr so spannend wie ein Stuhlkreis in der Volkshochschule.
Die Figuren wirken austauschbar, die Story plätschert dahin und fürs große Ganze ist das so relevant wie der Cameo von Neymar in Triple X.
Das Finale, eigentlich nur die letzten 10 Minuten, erinnert kurz daran, dass wir hier angeblich eine Superheldenserie schauen. Warum Simon plötzlich alles beherrscht? Keine Ahnung. Hauptsache er spielt Pretty Woman und alle klatschen.
Unterm Strich bleibt eine Serie, die niemand gebraucht hätte, öde erzählt ist, kaum Momentum hat und keine Figure hat Zugkraft einen zu begeistern.
5/10 Punkten. Cypher aus Matrix taucht auf. Bedeutet das, die Matrixfilme existieren im MCU? Merkwürdig, dass Ant-Man Lawrence Fishburne gesehen hat und nicht wenigstens einmal „Morpheus?!“ gesagt hat oder?