Stuart Fails To Save The Universe
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Lemmiblog
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Serienkritik
4,5
Veröffentlicht am 3. Oktober 2026
WELTUNTERGANG WAR NIE KOMISCHER

Stuart macht aus Versehen ein Gerät von Leonard und Sheldon kaputt und schon bricht das Multiversum zusammen. Zusammen mit Denise, Kripke und Bert muss ausgerechnet er versuchen, alles wieder ins Lot zu bringen. Die Chancen für den Pechvogel stehen beschissen. Steht schließlich schon im Serientitel.

Stuart Fails to Save the Universe auf HBO Max hat 10 Episoden mit einer Laufzeit von jeweils ca. 20 Minuten. Wer hier nur einen weiteren Ableger von The Big Bang Theory erwartet, dürfte überrascht werden. Die Macher drehen komplett frei, probieren etwas völlig Neues und nehmen dabei wirklich nichts und niemanden ernst.
Bekannte Figuren tauchen in vollkommen veränderten Rollen auf und unsere vier Protagonisten müssen sich mit neuen Versionen der Realität herumschlagen. Die verschiedenen Universen sind herrlich albern und spätestens nach ein paar Folgen fragt man sich, was den Machern als Nächstes einfallen wird.
Das funktioniert vor allem deshalb so gut, weil Stuart, Denise, Kripke und Bert die Figuren geblieben sind, die man aus TBBT kennt. Gerade diese vier mit dem Multiversum zu konfrontieren, sorgt für herrliche Dialoge und Situationen. Persönlich gefiel mir Episode 2 am besten und in diesem Universum wäre es mir vermutlich ähnlich wie Kripke ergangen.
Allgemein ist das hier einfach ein riesiger Spaß und die Laufzeit fliegt nur so vorbei. Selbst bekannte Figuren, die plötzlich in komplett anderen Versionen auftauchen, machen Laune, sowie die Erkenntnis, dass The Flash offenbar der schlechteste Liebhaber unter den Superhelden ist, möchte ich ab sofort einfach als wissenschaftlich bewiesen betrachten.
Unterm Strich bleibt eine Serie, bei der ich richtig viel lachen durfte und die sich erfreulich wenig dafür interessiert, was man von einem Big-Bang-Theory-Ableger eigentlich erwarten würde. Bekannte Figuren funktionieren, ihre alternativen Versionen ebenfalls und beim nächsten Universum kann im Grunde alles passieren.

9/10 Punkten. Selbst das Intro weigert sich übrigens, einfach nur Intro zu sein. Für jede Folge wurde Danny Elfmans Titelsong neu arrangiert und auch die Animationen und versteckten Botschaften verändern sich.