Boots
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Rob T.
Rob T.

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Serienkritik
4,5
Veröffentlicht am 28. Oktober 2025
Es ist eigentlich nur eine fixe Idee und gar nicht wirklich ausgereift. Der 18-jährige Cameron (Miles Heizer) und sein bester Freund Ray (Liam Oh) melden sich beim Marine Corps. Sie wollen schauen, wie sie sich beim Militär schlagen.
Es ist das Jahr 1990, und für Cameron ist diese Mission durchaus heikel. Er ist schwul, und Homosexualität ist in der US-Armee verboten. kommt sie raus, wird er ausgeschlossen. Nur Ray weiß davon.
Es werden harte Wochen, und Cameron kann mit den Härten des Militärs zunächst nur schwer umgehen. Körperlich und seelisch ist dieser Dienst die Hölle.
Sie bekommen mit Sergant Sullivan (Max Parker) einen Ausbilder, der voller Geheimnisse ist. Keiner weiß so genau, warum er sich selbst versetzt hat.

Die neue Netflix-Serie "Boots" ist eine echte Reise. Es heißt oft, man sei dabei auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Hier ist das tatsächlich innerhalb von acht Folgen zu beobachten.
Cameron ist mit sich und den Umständen zu kämpfen. Gleichzeitig zeigt die Serie aber auch, dass eine schwere Situation Menschen auch zusammenschweißen kann. Die Truppe wächst zusammen, es bilden sich Freundschaften. Einerseits gibt es Mobbing, andererseits aber auch Zusammenhalt. Die Ausbilder sind streng, sie brüllen alle nieder, zeigen aber auch mal Milde.
Die Serie ist nun wirklich keine Werbung für die Ausbildung im Militär, aber sie lässt spannende Einblicke zu, wie sich so eine Gruppe entwickelt.
Aber natürlich vor allem, wie Cameron mit seinem Geheimnis klarkommen muss, zumal es neben Ray eine oder zwei Personen gibt, die scheinbar hinter sein Geheimnis gekommen sind.
"Boots" basiert übrigens auf einer wahren Geschichte. Vorlage ist das Buch "The Pink Marine" von Greg Cope White. Er war Marine und folgte als Jugendlicher seinem besten Freund ins Bootcamp.
Eine Staffel 2 ist "Boots" auf jeden Fall zu wünschen.
Lemmiblog
Lemmiblog

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Serienkritik
4,0
Veröffentlicht am 22. Oktober 2025
SEMPER FI JEDEM KAMERADEN

Ein wahrer Krieger schlägt nicht zuerst zu, aber definitiv als letzter. 1990 lernt Cameron dies und noch mehr im Bootcamp, um ein Marine zu werden. Der stetige Zweifel, ob er wirklich dazugehört, begleitet ihn die ganze Zeit. Harte Prüfungen, ständiges Anbrüllen, Kameraden die ihm das Leben schwer machen. Nicht jeder ist fürs Soldatenleben gemacht, vor allem nicht, wenn man homosexuell ist.

Boots ist eine Netflix-Serie mit 8 Episoden à etwa 40 Minuten. Wir haben hier ein Drama, das auf dem Buch "The Pink Marine# basiert und für mich als alten Bundi war es ein Riesenspaß, dabei zuzusehen. Das liegt vor allem an den vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten, die so ein Haufen Soldaten mit sich bringt, und der daraus entstehenden herrlichen Dynamik.
Es wird geschrien, geflucht, beleidigt, aber auch über ernste Themen gesprochen wie Verlust, Unsicherheit, Akzeptanz. Das große Thema Sexualität im Militär wird angenehm dosiert behandelt. Selbst wer sich dabei unwohl fühlt, kann die Serie problemlos schauen, weil es mehr um die Frage geht, warum das überhaupt ein Problem ist. Wenn dir jemand das Leben rettet, ist die Hautfarbe, das Geschlecht oder die Frage, wer wo sein Ding reinsteckt, maximal egal.
Schauspielerisch ist das Ganze top, die Sets sind realistisch und vermitteln ein starkes Gefühl von Zusammenhalt. Die Story dreht sich um Charakterentwicklung, ein Arsch bleibt ein Arsch, aber mit ihm kann man trotzdem zusammen saufen. Ein Drillinstruktor bringt dich zum Heulen, lernt aber auch selbst noch was dazu.
Das Finale war mir persönlich etwas zu viel künstliches Drama, doch insgesamt landet die Serie ihre ernsten Momente auf den Punkt.
Unterm Strich bleibt eine Serie, die einfach Spaß macht, schon allein wegen des Militärthemas. Zwischen Flüchen, Witzen und Zusammenhalt versteht sie es, Scheiße passieren zu lassen und sie auch wirken zu lassen.

8,5 von 10 Punkten.
Früher fuhr ich einen Golf,
heute lauf ich mir einen Wolf. 﫡
Bajonetta
Bajonetta

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Serienkritik
5,0
Veröffentlicht am 12. Oktober 2025
Super Mischung aus tiefgründigem Queerfilm mit Witz und gutem Schauspieltalent. Ich war großer Fan von der Visualisierung