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TheLifter
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Serienkritik
2,0
Veröffentlicht am 6. Dezember 2025
Man merkt der Serie zwar die Handschrift von Sheridan an, aber auch, dass er nicht mehr zu 100% die künstlerische Kontrolle gehabt hat.
Anders kann ich mir den oft latenten Sexismus, der als pseudo-Feminismus verpackt wird, nicht erklären.
Auch als Europäer ist mir bewusst, dass die Texaner ein ganz besonderer Schlag Menschen sind (man erinnere sich nur an an den großartigen "Giganten"). Aber eine derartig platte, konsumistische Darstellung gerade der weiblichen Akteure, war mir dann irgendwann zu viel.
Sheridan hat mit 1923 und Yellowstone zwei unterhaltsame Soap-Operas in die Welt gesetzt.
Was ihm aber wirklich wichtig ist, kommt IMO in seiner Serie 1883 und in Hell or Highwater zur Geltung. Hier werden wirklich starke Figuren und insbesondere Frauen gezeichnet. Hier werden die Gesellschaftlichen Umstände kritisch reflektiert und sie moralischen Dilemmata der Protagonisten mit all ihrer Ambivalenz großartig in Szene gesetzt.
1883 war vielleicht DER Western schlechthin. Hier wurde IMO alles über den Western gezeigt, was zu zeigen sinnvoll ist. Gekrönt mit einem fulminanten Ende, dass mir wirklich nah ging.
Landman hingegen ist maximal ein billiger Abklatsch, ein schwaches Echo dessen, was Sheridan schon mit allem Können längst gezeigt hat.