Mid-Century Modern
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Rob T.
Rob T.

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Serienkritik
3,0
Veröffentlicht am 1. Oktober 2025
Bis heute sind die "Golden Girls" sehr präsent. Vier ältere Damen bilden eine Art Wohngemeinschaft mit allen Sorgen, Nöten und Freuden. Sieben Staffeln lang lief die Comedyserie aus dem Hause Disney.
"Mid-Century Modern" war ziemlich deutlich daran angelehnt, und immer wieder war von so etwas wie einem "Golden Girls"-Nachfolger die Rede. Zehn Folgen gibt es auf Disney+.
Allerdings ist inzwischen klar, dass es bei dieser einen Staffel bleiben wird.

Es geht um drei beste schwule Freunde. Sie haben beschlossen, ihren Lebensabend gemeinsam in Palm Springs zu verbringen. Sie leben in Arthurs riesigem Haus. Neben Arthur wohnen nun Bunny und Jerry zusammen. Jerry ist der eher Jüngere, noch unter 50, der ab und zu noch Dates hat. Die beiden anderen sind wesentlich älter. Hinzu kommt Bunnys Mutter Sybil. Die stirbt allerdings in Folge 9, weil Darstellerin Linda Lavin im echten Leben gestorben war.

So richtig will das Ganze aber nicht funktionieren, weil leider Bunny und Arthur eher steife, langweilige Charaktere sind. Ihnen fehlt es an Witz und Wärme. Der etwas jüngere Jerry hat da mehr Potenzial, und er ist es auch, der die spannendsten Einzelgeschichten hat. So lernt Jerry einen Mann kennen, der Mormone ist und heiraten wird, aber eigentlich auf Männer steht. Er verbringt eine Nacht mit Jerry, geht dann aber trotzdem. Er leidet darunter, will aber auch nicht aus dem Mormonen-Leben ausbrechen. Das ist tiefgehend und rührend - zumal die Geschichte in einer späteren Folge noch mal aufgegriffen wird.

"Mid-Century Modern" hatte also seine wirklich guten Momente - hat aber im Gegensatz dazu auch viel Leerlauf. Dass es keine 2. Staffel geben wird, ist trotzdem schade.
Lemmiblog
Lemmiblog

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Serienkritik
4,5
Veröffentlicht am 22. Mai 2026
EIN HAUCH VON GOLDEN GIRLS

Nach der Beerdigung eines guten Freundes beschließt der schwule Bunny das seine besten Freunde Jerry und Arthur bei ihm einziehen sollen. Jerry dem leicht naivem Sunnyboy fliegen alle Herzen zu, Arthur der mit seiner spitzen Zunge sogar Glas schneiden könnte und Bunny der zwar reich ist aber auch neurotisch. Dann ist da noch Bunnys Mutter Sybil die alle drei regelmäßig auf die Palme bringt. Von nun an müssen alle mit den Eigenheiten der jeweils anderen zurechtkommen.

Mid-Century Modern auf Disney+ hat 10 Episoden mit einer Laufzeit je Folge von ca. 25 Minuten. Wir haben hier eine Comedy Sitcom über drei schwule Freunde die das Herz am rechten Fleck haben und mit Sprüchen nur so um sich werfen, vorallem Arthur.
Von Folge 1 an liebte ich diese drei, deren Dynamik und Beziehung stark an die Golden Girls aus den 80/90er Jahren erinnert. Jede Folge ist in sich geschlossen und das erinnert an die guten alten Sitcoms, wovon es heutzutage nicht mehr viele gibt. Die Figuren sind durchweg sympathisch, humorvoll und gehen auch ans Herz wenn es von der Thematik etwas tiefer geht.
Die Gags zündeten größtenteils, da sie fast schon parodistisch alles aufs Korn nehmen, sei es die queeren Leute oder die die sich deswegen die Eier eingeklemmt fühlen wenn mal ein Mann einen anderen Mann küsst. Religion, Familie und Arbeit sind ebenso wichtige Themen die angesprochen werden.
Doch im klaren Vordergrund steht der Spaß, denn Klischees und trockener Humor werden im Dauerfeuer in die Ohrmuscheln geschossen.
Am Ende bleibt eine Serie die mir wirklich Spaß machte und ich hoffe es gibt eine zweite Staffel. Die Figuren sind charmant, charismatisch und teils herrlich fies aber immer ehrlich dabei. Locker und leichte Kost, gerne mehr davon.

Von mir bekommt die Serie 9/10 Punkten. Leider musste man sich während des Drehs von einer hervorragenden Figur verabschieden, finde aber man hat diese Figur gut geehrt.