GNTM-Models sind in diesem Jahr so enttäuschend wie noch nie: Selbst nach 15 Folgen können wir uns ihre Namen nicht merken
Maximilian Günther
Maximilian Günther
Als Kind der 2000er zum passionierten TV-Junkie erzogen. Trash-TV-Connaisseur mit Herz für Underdogs. Guilty Pleasures: GNTM & Temptation Island.

Während die Männer der 21. Staffel „Germany's Next Topmodel“ bei Heidi Klum für Begeisterungsstürme sorgen, bleiben die Kandidatinnen hinter den Erwartungen zurück. Wieso scheint es in diesem Jahr keine Favoritinnen zu geben?

Fotomontage: ProSieben & ProSieben/Max Montgomery

Die 21. Staffel von „Germany's Next Topmodel“ geht mit großen Schritten auf das Finale zu, denn inzwischen sind wir bei Folge 15 angekommen. Während ProSieben bei den männlichen Kandidaten ab der ersten Folge den Fokus auf einige, wenige Favoriten gelegt hat, tappen wir bei den weiblichen Nachwuchsmodels immer noch im Dunkeln: Wer hat das Zeug, die Show zu gewinnen, und wieso lässt Heidi sich nicht in die Karten blicken?

Bei den Männern ist die Sache klar: Heidi Klum hat uns längst gezeigt, wer der Favorit ist

Machen wir uns nichts vor: GNTM ist eine Realityshow und kein echter Model-Wettbewerb. Deshalb geht es auch nicht darum, wirklich die besten Models ins Finale zu schicken, sondern die Kandidat*innen, die beim TV-Publikum am meisten Eindruck hinterlassen haben.

Bei den männlichen Kandidaten scheint die Sache von Anfang an klar: Yanneck (24) aus der Nähe von Berlin wird ab der ersten Folge als DER Favorit schlechthin inszeniert. Er bekommt mit Abstand am meisten Sendezeit, wird von der Jury mit Lob überschüttet – und hört von Heidi Klum bei jeder Gelegenheit, wie umwerfend sein gestählter Körper sei. Dass die Produktion ihm jetzt auch noch eine Romanze mit einer Mitstreiterin andichtet, macht es nur NOCH wahrscheinlicher, dass er im Finale um den Sieg kämpfen wird.

Bei den GNTM-Frauen sieht es ganz anders aus: Warum wird uns keine Favoritin präsentiert?

Normalerweise ist es für GNTM-Fans nicht schwer, beim Schauen direkt zu erkennen, wer ins Finale kommen könnte, schließlich werden diese Teilnehmer*innen von Anfang an besonders viel gezeigt. Bei den Kandidatinnen der 21. Staffel sieht die Sache aber viel unklarer aus. Während wir genau wissen, welche Boys zu Heidi Klums Favoriten zählen, lässt sich die Model-Mama bei den Frauen einfach nicht in die Karten blicken.

Bisher gibt es einfach kein weibliches Model, das ähnlich viel Sendezeit wie Yanneck ergattern konnte; stattdessen springt der Fokus von Person zu Person, wenn etwas Spannendes passiert. Dadurch bleiben viele Kandidatinnen überraschend blass; selbst nach 15 Folgen können wir uns ihre Gesichter und Namen nicht merken. Wenn man bedenkt, dass ProSieben den Männern und Frauen die selbe Anzahl an Folgen spendiert hat, ist es schon auffällig, wie unterwältigend die Frauen bisher in Szene gesetzt wurden.

Wenn ich trotzdem eine Prognose für das Finale anstellen müsste, sähe ich Teilnehmerin Merret ganz weit vorne. Sie hat bei der Jury dank ihrer auffälligen, „rotzigen“ Art einen Stein im Brett und lieferte immer wieder gute Arbeit ab. Nachwuchsmodel Anna könnte es ebenfalls weit in der Show schaffen; allerdings nicht, weil sie besonders gute Leistungen erbringt, sondern weil sie aktuell für die gekünstelt wirkende Romanze mit Yanneck herhalten muss. Hoffentlich besinnt sich ProSieben bald darauf, nicht nur die Nachwuchs-Männer in Szene zu setzen, sondern auch den weiblichen Models genug Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn du wissen willst, welche Männer wir bereits im Finale sehen, schaue hier vorbei:

Der Sieger steht schon so gut wie fest: Ich bin mir sicher, dass ER "Germanys Next Top Model" 2026 gewinnen wird!

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren