Hermes Phettberg, mit bürgerlichem Namen Josef Fenz, ist ein österreichisches Gesamtkunstwerk. 1952 in Hollabrun geboren, war er zunächst Bankangestellter, dann Schauspieler, Moderator, Pastoralassistent, Schriftsteller und im weitesten Sinne Künstler, um nun in fortgeschrittenem Alter als bekanntester Sozialhilfeempfänger Österreichs immer ...
Nachdem der 17-Jährige Adam (Maciej Lagodzinski) ein altes Foto seiner damals schwangeren Mutter findet, welches sie mit einem ihm unbekannten Mann zeigt, zweifelt der Junge an der wahren Identität seines Vaters und möchte der Sache auf den Grund gehen. Eigentlich soll er den Sommer in einem Jugendcamp verbringen, aber schon bald schafft er es, ...
Im Alter von acht Jahren begann Kimmo Pohjonen mit dem Spielen des Akkordeons. Er studierte an der renommierten Sibelius-Akademie, spielte von Klassik bis Volksmusik fast alles und fand doch nie den inneren Bezug zu seinem Instrument, das – seine Worte – nur "Idioten" spielen, die ihren Eltern gefallen wollen. Als er einen Auftritt des ...
Sie haben keinen festen Wohnsitz, keine Ausbildung, kein Bankkonto, keine Sicherheiten. Sie sind jung, intelligent und wählen für sich ein Leben für die Musik und eine Zukunft fernab der bürgerlichen Vorstellungswelt. Sie haben ihre Musik, ihre Kreativität und sich selbst, ihre Freundschaft und die gemeinsame Vorstellung von ihrem Leben. Dazu ...
In Russland, nördlich des Polarkreises, befindet sich das letzte verbliebene Dorf russisch-samischer Rentierzüchter. In dieser Idylle der alten Holzhäuser, Kaminfeuer, schneebedeckten Kiefern und vereisten Brunnen versammeln sich die Züchter regelmäßig zum Fest des Nordens, bei dem sie Rennen mit Rentierschlitten veranstalten. Denn die ...
Occupy, ukrainische Oben-Ohne-Aktivistinnen, spanische Indignados oder der Arabische Frühling: Ziviler Ungehorsam kann noch so unterschiedliche Gründe haben, sie alle verbindet trotzdem dieselben grundlegenden Ideen und Ideale von Selbstbestimmung. In ihrer mit dem "Cinema for Peace Award 2014" prämierten Dokumentation behandeln die ...
Originaltitel: Karneval! - Wir sind positiv bekloppt
Für seine Dokumentation war Claus Wischmann dem deutschen Karneval 365 Tage auf der Spur. Dabei blickt der Filmemacher hinter die Kulissen des närrischen Treibens und präsentiert die Feierlichkeiten in einem Licht, das offenbart, wie viel Arbeit und Schweiß dieser beliebte Brauch seinen Protagonisten abverlangt, aber auch, wie viel Spaß sie ...
Rudi (Manuel Rubey) und Daniel (Marcel Mohab) sind zwei Brüder, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Daniel will Selbstverwirklichung abseits der Geschäftswelt und arbeitet deswegen als Schauspieler in einer Off-Theatergruppe. Weil das nicht zum Leben reicht, hat er noch einen Nachtjob. Ganz anders Rudi, der Regionalmanager einer ...
Porträt über Benjamin Ferencz, den letzten noch lebenden Chefankläger der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse (1945-1949). Ferencz, über 90 Jahre alt, kehrt zurück in den alten Gerichtssaal, erinnert sich an die Prozesse der Alliierten gegen die Verantwortlichen der Nazi-Verbrechen. Als junger US-Soldat und Jurist kam er unmittelbar nach der ...
Filmemacher Peter Scharf ist schlecht rentenversichert und wird von einem hartnäckigen Fußleiden geplagt. Die daraus resultierenden Probleme mit seinem eigenen Selbstwertgefühl und die Wahrnehmung, selbst nichts anderes als eine Zahl für große Unternehmen zu sein, bewegen ihn schließlich dazu, nach einem definitiven Wert des Menschen zu ...
Gavriel Hrib saß 21 Jahre lang wegen Doppelmordes im rumänischen Hochsicherheitsgefängnis Rahova. Das ursprüngliche Urteil lautete „lebenslänglich“, doch nach dem Eintritt Rumäniens in die EU wurden neue Maßnahmen ergriffen, um lebenslänglich verurteilten Straftätern nach Absitzen einer mehrjährigen Gefängnisstrafe die ...
Martha (Željka Preksavec) und Helene (Lisa Martinek) sind zwei ziemlich ungleiche Schwestern: Martha ist nämlich strenggläubig und noch dazu Ordensschwester in einem schwäbischen Kloster, während Helene Atheistin mit vollem Herzen und Mutter ist. Aufgrund ihrer verschiedenen Lebensweisen geraten sie andauernd aneinander, wobei der Glaube immer ...
Dokumentation über den deutschen Sinti-Gitarristen Lulo Reinhardt, einen der wichtigsten Erneuerer der Gypsy-Musik, der in der Wüste Marokkos Inspiration für einen neuen Sound findet. Fasziniert lässt er sich in die Welt der Berber entführen, die in ihrer Musik, ihrer Poesie und ihren Tänzen uraltes nomadisches Wissen um die ursprüngliche ...
Regisseur Hans Andreas Guttner befasst sich in seiner Dokumentation mit dem irischen Künstler Sean Scully, der am 30. Juni 1945 in Dublin geboren wurde und 1983 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Als Traditionalist der Moderne schuf er ein unvergleichliches Gesamtwerk abstrakter Malerei. Er fertigte seine Werke ganz nach dem Motto: ...
Mit ihrer Dokumentation „Match Me!“ widmet sich Filmemacherin Lia Jaspers der Frage, welche teils eigenwilligen Maßnahmen junge Menschen abseits des Internets ergreifen, um einen passenden Partner zu finden. Zu diesem Zweck hat Jaspers drei Singles über einen Zeitraum von einem Jahr mit der Kamera bei ihren jeweiligen Bemühungen begleitet. ...
In den 1940er Jahren gründete der Musiktheoretiker und Trompeter Carlo Bohländer in einem Frankfurter Kellergewölbe den Hot Club, der eine tragende Rolle bei der Etablierung des Jazzes in Deutschland haben sollte. Nach dem Zweiten Weltkrieg beehrten Jazzgrößen wie Albert Mangelsdorff oder Dizzy Gillespie den Club mit ihren Auftritten und sind ...
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zieht die obdachlose Familie der neunjährigen Christine (Zita Gaier) in eine vornehme herrenlose Villa im Wiener Stadtteil Neuwaldegg. Als die Nazis dann kapitulieren und der Krieg tatsächlich zu Ende geht, quartieren sich dort auch einige Soldaten der Roten Armee ein. Für Christine der Beginn eines großen ...
24 Jahre nach dem Mauerfall sucht Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen nach ihren ehemaligen Kommilitonen der Ostberliner FDJ-Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“, die sie 1988 mit 20 Jahren kennenlernte. Wie die junge Finnin kamen viele der Studenten aus anderen Ländern in die DDR, um die Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus zu studieren. ...
Hannah Nydahl war ein Hippie, die im dänischen Kopenhagen geboren wurde und aufwuchs. Noch in jungen Jahren pflegte sie eine wilde und idealistische Lebensweise, geprägt von der Mentalität der Zeit in den 60er Jahren, die aber schon bald einem regen Interesse nach Spiritualität und für den Buddhismus wich. Mit ihrem Mann Ole reiste sie ...
Der Mensch lebt seit jeher und mit größtem Erfolg einen wahnwitzigen Widerspruch aus: Denn zum einen pflegt er zum Beispiel hierzulande eine beinahe bedingungslose Liebesbeziehung zu niedlichen und schönen Tieren wie Hunden, Katzen oder Pferden, die ihm in seinen Augen als treue Freunde und Wegbegleiter zur Seite stehen. Zum anderen hat er aber ...