Kinostart:
5. Februar 2009
Regie: Ina Weisse
Mit Matthias Schweighöfer, Hilde Van Mieghem, Sophie Rois,
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Produktionsland:
Deutschland
.
Genre:
Drama
Laufzeit: 93 Minuten.
Produktionsjahr:
2009
Verleiher: Reverse Angle
Inhalt: Der Architekt sei privilegiert, könne er doch gleichsam durch die eigenen Gedanken spazieren. Beim Gang durch seine zu Gebäuden gewordenen Ideen habe er außerdem die Chance, die Richtigkeit dieser Gedanken zu überprüfen. Mit diesem schönen Bild bedankt sich die Titelfigur des Familiendramas „Der Architekt“ für eine ihr zugesprochene Auszeichnung. Regisseurin und Co-Autorin Ina Weisse lässt den Protagonisten mit diesen Worten eine Art Programm für ihren Film formulieren, denn die Infragestellung von Plänen und Entwürfen erweist sich als das zentrale Thema von „Der Architekt“.
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Andreas Staben
(4,5)
Der Architekt sei privilegiert, könne er doch gleichsam durch die eigenen Gedanken spazieren. Beim Gang durch seine zu Gebäuden gewordenen Ideen habe er außerdem die Chance, die Richtigkeit dieser Gedanken zu überprüfen. Mit diesem schönen Bild bedankt sich die Titelfigur des Familiendramas „Der Architekt“ für eine ihr zugesprochene Auszeichnung. Regisseurin und Co-Autorin Ina Weisse lässt den Protagonisten mit diesen Worten eine Art Programm für ihren Film formulieren, denn die Infragestellung von Plänen und Entwürfen erweist sich als das zentrale Thema von „Der Architekt“. Mit schonungslosem und dennoch liebevollem Blick legt Weisse Halbwahrheiten und Lebenslügen, Ängste und Komplexe frei. Vor der eindrucksvollen Kulisse einer winterlichen Berglandschaft brechen unerfüllte Sehnsüchte und tiefsitzende Gefühle hervor. Die komplexe Dynamik der Familienbeziehungen entfaltet sich in einer intensiven Atmosphäre, in der durch Bildgestaltung und Musik immer wieder eindringliche Akzente gesetzt werden. Das Herzstück von „Der Architekt“ ist jedoch die Besetzung. Weisse, die selber vor ihrem Regiestudium als Schauspielerin vor der Kamera (Nichts als Gespenster, Schneeland) und auf vielen großen deutschen Bühnen stand, führt ihre Darsteller zu einer in dieser Einheitlichkeit selten zu sehenden herausragenden Ensembleleistung. Im nuancierten Zusammenspiel erhält „Der Architekt“ emotionale Wahrhaftigkeit und Wirkung. Dieses so mit Leben erfüllte und zugleich sorgfältig konstruierte filmische Gebäude ist ein großer Wurf.
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Bewertung:
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Kritik:
Der in Hamburg lebende Erfolgsarchitekt Georg Winter (Josef Bierbichler) erfährt vom Tod seiner Mutter, zu der er schon seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Seine Frau Eva (Hilde van Mieghem) überredet ihn, zu diesem Anlass mit den Kindern Jan (Matthias Schweighöfer) und Reh (Sandra Hüttler) in sein Heimatbergdorf zurückzukehren. Dort angekommen, werden sie eingeschneit. Winter muss sich seiner Vergangenheit stellen. Und die besteht nicht nur aus der Hassbeziehung zu seiner Mutter, sondern auch aus der Ladenbesitzerin Hannah (Sophie Rois) und ihrem Sohn Alex (Lucas Zolgar). Nach und nach bricht die Fassade seiner Existenz zusammen.
Nun ja. Das Thema ist nix Neues. Die Schauspieler liefern allesamt gute bis herausragende Leistungen ab. Besonders gefallen konnten Hilde van Mieghem als mit dem Alter verbitterte hohe (Architekten-)Tochter, Sophie Rois als sinnliche Hannah (selten so strahlend blaue Augen gesehen) und Lucas Zolger als der dörflich und pubertär ungelenke Alex, der aber instinktiv spürt, was bei den Besuchern aus der Großstadt falsch läuft. Josef Bierbichlers Glanzleistung braucht nicht mehr erwähnt zu werden - der Mann kann gar nicht anders als großartig spielen.
Warum zündete der Film dennoch nicht? Zum einen ging mir die überdeutliche Bildsymbolik (Hannahs Erscheinen aus dem total weißen Schneebild am Anfang, die Reihenfolge und Beziehungsverdeutlichung innerhalb der Familie beim Marsch auf das Dorf etc.) irgendwann auf den Keks. Zum anderen fehlten einige Hintergrundinformationen, um die Beziehungen richtig zu verstehen. (Reh und Jan scheinen z.B. nicht Georgs leibliche Kinder zu sein - das wird aber nicht weiter ausgeführt.)
Der größte Kritikpunkt: Matthias Schweighöfer und Sandra Hüttler sind trotz guter Leistungen einfach Fehlbesetzungen. Schweighöfers Jan soll wohl 19-20 Jahre alt sein, Reh einige Jahre jünger, so um die 14-16. Das nimmt man aber beiden nicht ab. Wenn sich zwei Erwachsene vor der Kamera wie Halbwüchsige benehmen, irritiert das nur.
Das Ende empfand ich pathetisch und übertrieben. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum Georg während der Heimfahrt das Auto verließ, ins Dorf zurückwollte und schließlich sterben musste.
Fazit: Herausragende Schauspieler können die konzeptionellen Mängel nicht ausbügeln.
Bewertung: 4 von 10 Fersentritten
Verfasst am 11.03. um 13:29 Uhr -
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Besetzung und Stab
Matthias Schweighöfer
Rolle: Jan Winter
Hilde Van Mieghem
Rolle: Eva Winter
Sophie Rois
Rolle: Hannah
Sandra Hüller
Rolle: Reh Winter
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Gast - Donnerstag, 09. Februar um 17:29