Mein FILMSTARTS
    Elle
    Durchschnitts-Wertung
    3,4
    80 Wertungen - 8 Kritiken
    0% (0 Kritik)
    63% (5 Kritiken)
    13% (1 Kritik)
    13% (1 Kritik)
    0% (0 Kritik)
    13% (1 Kritik)
    Deine Meinung zu Elle ?

    8 User-Kritiken

    Sören P.
    Sören P.

    User folgen 1 Follower Lies die Kritik

    0,5
    Veröffentlicht am 1. März 2017
    Für mich war es der schlechteste Film seit langem. Ich kann die 5 Punktekritik überhaupt nicht nachvollziehen. Die Drehbuchautoren haben in die Hauptfigur alles reingesteckt was ihnen einfiel und jeder schläft mit jedem. Teilweise mutete es wie eine etwas bessere Pornofilmhandlung an. Spoiler: Was mir gar nicht gefiel war, dass man suggeriert, dass eine Frau eine Vergewaltigung erregend findet und sich danach sehnt es nochmal zu tun. Krude Handlung und extrem unwahrscheinliche Chrakterkonstellationen. Eine Mischung aus GZSZ (jeder hat was mit jedem) und einer durschnittlichen Pornofilmhandlung. Das Geld für die Kinokarte kann ich nur bereuen.
    Mehrzweckfett
    Mehrzweckfett

    User folgen Lies die Kritik

    4,5
    Veröffentlicht am 2. September 2018
    Für manche Filme ist das Publikum zu doof. Das ist die Regel. Schlimm aber, wenn die Kritik so dämlich daher kommt wie die FSK. "Elle" ist die schärfste Komödie seit langem. Quirligstes Slapstick-Kino. Ein Buch mit 7 Siegeln für Leute, denen man Ironie erst erklären muß. Verhoeven nimmt Menschen auf die Schippe, wie er das schon mit "Starship Troopers" getan hat. Nur tut er das in "Elle" mit Raffinesse. Die Hauptfigur feiert ihr "coming out" zur Menschlichkeit erst, nachdem ihr Vater stirbt. Sie will nicht mehr lügen. Nicht mehr sich selbst belügen. Brillanter Abgang, als ihr sado-maso Partner irrtümlich erschlagen wird. Selten werden im Film individuelle Interessen derart exemplarisch aus der Tiefe geholt, und in so flexibler Konsequenz zelebriert. Ganz großes Kino. Ein Tipp fürs Publikum: Eure dumpfe Blödheit beraubt euch des größten Vergnügens am Leben. Birne hohl; ohne Moos nix los. Geht doch auf die "Fanmeile"! Ich will auch nicht mehr lügen.
    dora
    dora

    User folgen Lies die 4 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 14. April 2019
    Hier ist nichts menschelnd oder rational. Verhoeven packt den Zuschauer unmittelbar, angesichts der allgegenwärtigen Gewalt versagen einem die üblichen Mechanismen und Haltungen. Er fordert heraus und stellt in den Mittelpunkt Frauen, die ihre Opferrolle verweigern, die mutig, entschlossen und solidarisch sind. Damit ist der Film ungewöhnlich feministisch. Dass daran die unglaubliche Schauspielleistung von Isabelle Huppert großen Anteil hat, ist schon zur Genüge herausgestellt worden, sei aber hier noch einmal ausdrücklich betont.
    Kino:
    Anonymer User
    2,5
    Veröffentlicht am 16. Oktober 2018
    Nur selten spannender Film, der an der Oberfläche noch halbwegs glaubwürdig wirkt, bei genauerer Betrachtung aber hoffnungslos mit haarsträubend unwahrscheinlichen Teilhandlungen überfüllt ist, ohne wirklich logisch stringent in seiner Handlung fortzuschreiten. So geht zum einen um die psychischen Auswirkungen der Vergewaltigung, in deren Folge die Protagonistin äußerlich zu Stein wird, und sich ihre Unfähigkeit, das Geschehen zu verarbeiten zu einer Art feministischer Ermächtungs-Strategie stilisiert - eine These, die der Film mit seiner kruden, postmodernen Bewunderung für ihren "Unwillen, sich als Opfer charakterisieren zu lassen" wohl auch teilt. Dass all dies nur hochtrabene Worte sind, die verschleiern, dass unsere Hauptfigur schwer traumatisiert ist und sich in einem state of denial befindet, ist dem Zuschauer sofort klar und zeigt sich auch in allerhand Monologen und der zunehmenden Unfähigkeit der Protagonistin, sich an soziale Normen zu halten. Währenddessen schreitet der Film einfach von einer Absurdität zur nächsten und hofft, mit allerhand Sex und Gewalt zu verschleiern, dass hier nur 0815-Psychologie aufgetischt wird. Zudem thematisiert der Film dann noch die mögliche Jagd auf einen Täter, die verqueren Familienverhältnisse und -hierarchien, inklusive traumatischer Erfahrungen im Zusammenhang mit dem mordenden Vater der Protagonistin. Angereichert ist dies alles mit erwähnten sexuellen Untertönen hin zum Sadomasochistischen, sowie einer schrägen Mischung aus Haneke-DePalma-Cronenberg-Hitchcock-Anleihen. Allerdings kann sich der Film nie auf der einen oder anderen Seite niederlassen, will einen langfristigen Thrillerspannungsbogen, aber auch kurfristige Gewalt etablieren, will einerseits kühl und steril wirken, andererseits durch seine abstoßenden Schauwerte begeistern. Keiner dieser erhofften Effekte tritt allerdings ein. Teilweise wird das elitäre Selbstbild des Films sogar geradezu peinlich, wenn der Film Dialoge und Sexszenen auffährt, die auch aus einem Sexploitation B-Movie stammen könnten. Auch die Schauspieler wissen mit ihren zugegebenermaßen unrealistischen Charakteren nicht umzugehen. Sie machen den Film zwar spannend, aber sie spielen nur Kunstfiguren. Das ist an sich nicht weiter schlimm, aber in diesem Film untergräbt es die Anteilnahme der Zuschauer an den Figuren, da deren Innenleben so zum Teil des filmischen Stils wird und an Bedeutung verliert.
    Das Kulturblog
    Das Kulturblog

    User folgen 4 Follower Lies die 107 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 23. Februar 2017
    „Elle“ ist eine „Zumutung“, ein „krasser Stoff“, wie ZEIT Online zurecht schrieb. Der Film war ein riskantes Projekt und hätte leicht schief gehen können, wenn Verhoeven für die Hauptrolle keine so herausragende Schauspielerin wie Isabelle Huppert gehabt hätte. Mit einer Mischung aus Eiseskälte und Grazie trägt sie das etwas mehr als zweistündige Psychodrama. In den ersten Szenen sehen wir, wie sie in einer edel eingerichteten Wohnung Opfer eines schwarz vermummten Vergewaltiger in ihrer Küche. Sie entscheidet sich: „Keine Polizei!“ Freunde und Kollegen erfahren nur ganz beiläufig, was geschehen ist. Sie hat sich vorgenommen, dass sie weiter „funktionieren“ und ihr Unternehmen, eine Game-Produktionsfirma, am Laufen halten will. „Eine Frau wie ein Rasiermesser“, titelte ZEIT online treffend. Die Berlinale, die gerade unter dem Jury-Vorsitz von Regisseur Paul Verhoeven zuende ging, könnte sich glücklich schätzen, wenn im Wettbewerb wenigstens ein paar so packende und qualitativ hochwertige Filme wie „Elle“ dabei gewesen wären.
    Cursha
    Cursha

    User folgen 26 Follower Lies die 711 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 14. Dezember 2017
    Paul Verhoevens neuster Film "Elle" hat mich positiv überrascht. Die Kritiker haben den Film ja in den Himmel gelobt, während ich vom normalen Zuschauer eher weniger positives über den Film gehört habe. Nun muss ich aber zugeben, dass "Elle" ein extrem verstörender und aufwühlender Film ist, der vor allem von Isabelle Huppert lebt. Zur Handlung. Es geht um Michelle, die plötzlich in ihrer Wohnung überfallen und vergewaltigt wird. Allerdings spült sie die Sache, scheinbar, eiskalt runter, bis sich der Täter überraschend wieder meldet. Paul Verhoeven ist ja bekannt für anstößige Stoffe und auch "Elle" macht da keine Ausnahme. Er ist ein sehr freizügiger, anstoßender Film, der sogar leichte Allüren eines Pornos hat. Allerdings ist "Elle" so viel mehr. Es gibt eine Vielzahl von Figuren, die alle kaum unterschiedlicher sein könnten. Alle sind sehr fassettenreich und trotzdem ist keine Figur in dem Werk in irgendeiner Form überflüssig. Jede Figur erfüllt einen Zweck in Michelles Leben. Die wird gespielt von Huppert, die vollkommen zurecht für den Oscar nominiert war. Sie liefert eine tolle Performance ab und schafft eine sehr Vielschichtige Figur, die man kaum näher beschreiben kann, ohne zu spoilern. Aber sie wird so gut aufgezogen und ist extrem interessant. Allgemein gibt es nicht viel zu sagen, ohne etwas wichtiges zu spoilern. Aber man sollte den Film aktiv und konzentriert schauen, den es verbirgt sich so viel hinter den Kulissen. Kurz: "Elle" ist ein extrem spannender, anstoßender und facettenreicher Film, der aufwühlt und von seiner großartigen Isabelle Huppert lebt. Sehr Sehr guter Film.
    Christoph K.
    Christoph K.

    User folgen 10 Follower Lies die 235 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 16. Februar 2017
    Schwierig zu bewerten. Einerseits ein ganz passabler Thriller, andererseits hatte der Film auch so seine Längen. Im Film geht es vorrangig um Begierde, Abneigung, Lust im Alter und Schmerz. Die Begierde, das Privatleben und das Sozialverhalten von Isabelle Huppert wirken derweil manchmal völlig krank. Dies ist gerade der Punkt des Films, der ihn so sehenswert macht. Es ist halt mal was anderes. Schade fand ich auch, dass man mit der Hauptfigur nicht so mitleiden konnte, da Michele so überkühlt war (was ja beabsichtigt war).
    Kinobengel
    Kinobengel

    User folgen 16 Follower Lies die 414 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 22. Februar 2017
    Kult-Regisseur Paul Verhoeven ist wieder auf der Leinwand vertreten. Hoch in den 70ern hat er den Thriller „Elle“ nach der Vorlage „Oh...“ von Philippe Dijan geschaffen. Michèle (Isabelle Huppert) wird in ihrem eigenen Haus vergewaltigt. Die in der Kindheit traumatisierte, barsche Alpha-Frau, die eine Computerspieleschmiede leitet und die Personen ihres sozialen Umfeldes beherrscht und brüskiert, will die Aufklärung ohne Einschaltung der Polizei in die Hand nehmen. Gleichfalls ist sie irgendwie fasziniert von dem brutalen Mann, der sich einfach genommen hat, was ihm nicht gehört. Verhoeven kann es noch. Er hat unvergessliche Filme verschiedener Genres auf die Leinwand gebracht. In seinem neuen Werk steckt überbordend viel an Details, verteilt auf 130 Minuten Spielzeit. Und es ist kaum zu glauben, dass der Niederländer „Elle“ so exzellent in der Balance halten konnte. Krimi und Psychogramm geben sich die Hand, Geschäft, Familie und Vergangenheitsbewältigung sind angehängt, ein Rollenspiel kommt hinzu. Und alles wird benötigt, um den äußerst komplexen Charakter der Michèle offenzulegen. Das ist zu Beginn der Geschichte für den Beobachter schwierig verständlich, weil die üppig gelieferten Komponenten nicht sofort zur Verfügung stehen und die Protagonistin, die mit den involvierten Personen nach Belieben verfährt, zunächst manisch unterkühlt daherkommt und weniger geheimnisvoll. Doch mehr und mehr ergibt sich die Schlüssigkeit dieser vielschichtigen Figur. Subtil und voller Nuancen ist der Umgang mit ihren Mitmenschen gezeichnet, die in unterschiedlicher Ausprägung wie Butter in Michèles Händen zerfließen. Es gibt kaum eine Schauspielerin im französischsprachigen Raum, die schwierige Rollen so beherrscht wie Isabelle Huppert; zuletzt brillierte sie als verlassene Ehefrau in „Alles was kommt“. Es ist - wie immer - auch von der Qualität des Hauptdarstellers abhängig, ob das Unternehmen Film gelingt. Und es ist mehr als nur gelungen. Stèphane Fontaine fängt die Bilder mit schonungslos realistischer Wirkung ein, so auch für „Der Geschmack von Rost und Knochen“ und „Ein Prophet“, jeweils von Jacques Audiard. Der Kameramann labt sich quasi an der rüden Mimik von Michèle. Immer wieder zeigt Verhoeven die Straftat, mal aus der Sicht des Beobachters, mal aus der Empfindung des Opfers. Michèle will es sich nicht bieten lassen. Jede Einstellung vervollkommnet die Figur. Kleine Schockelemente und ein bisschen grotesker Humor zur Abrundung begleiten die mitreißende Geschichte, in der es ständig kribbelt, wenn es auch nicht ausschließlich um das Verbrechen geht, für welches dem Zuschauer mehrere Tatverdächtige unterbreitet werden. „Elle“ ist kompliziert, anspruchsvoll und überragendes Kino mit einer faszinierenden Hauptakteurin.
    Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
    • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
    • Die besten Filme aller Zeiten: Usermeinung
    • Die besten Filme aller Zeiten: Pressemeinung
    Back to Top