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Home > Kino > Film-Archiv > Thriller > Der ewige Gärtner
Kinostart:
12. Januar 2006
Regie: Fernando Meirelles
Mit Ralph Fiennes, Rachel Weisz, Danny Huston,
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Originaltitel: The Constant Gardener
FSK ab 12 freigegeben
Produktionsland:
USA
.
Genre:
Thriller
Laufzeit: 129 Minuten.
Produktionsjahr:
2005
Verleiher: StudioCanal Deutschland
Inhalt: Mitten in der Wüste von Kenia, am Ufer des Turkanasees, wird die junge schöne Tessa Quayle (Rachel Weisz) ermordet aufgefunden. Ihr Begleiter und angeblicher Geliebter, der afrikanische Arzt Arnold Bluhm (Hubert Koundé), ist spurlos verschwunden. Ihr Ehemann, der zurückhaltende Diplomat Justin Quayle (Ralph Fiennes), belässt den Vorfall allerdings nicht - wie es seine Arbeitgeber wollen - in den Händen der British High Commission, sondern beginnt, selbst Nachforschungen anzustellen. Je tiefer Justin bohrt, desto näher kommt er dem Skandal, der seiner Frau das Leben kostete und der immer mehr auch das seine gefährdet. Dennoch kann Justin seine Suche nicht beenden, denn seine Odyssee bringt ihn nicht nur der Wahrheit, sondern auch seiner Frau immer näher...
FILMSTARTS.de
(4,5)
Pressespiegel
(4,2)
User-Wertung(7353 Bewertungen)
(4)
Während die reichen Industrieländer von den Errungenschaften der Pharmaindustrie profitieren, wird Millionen von Menschen in den Ländern der Dritten Welt der Zugriff auf lebenswichtige Medikamente verwehrt. 24 Millionen Menschen sterben jährlich an heilbaren Krankheiten, doch ein strikter, von den Pharmaunternehmen forcierter Patentschutz, macht es ärmeren Ländern unmöglich, Medikamente kostengünstig herzustellen. Das verdeutlicht auf krasse Weise, dass Pharmafirmen keine karitativen Ziele verfolgen, sondern ihr vorrangiges Interesse ganz im Gegenteil die Gewinnmaximierung ist. Vor diesem Hintergrund werden die weltweiten Skandale, deren Leidtragende zum größten Teil in den Ländern der Dritten Welt leben, auf perverse Art plausibel. In diesem Kontext spielt Fernando Meirelles neuer, heiß erwarteter Film. Nachdem er 2002 sein viel beachtetes Werk City Of God (nach einer Novelle von Paulo Lins) vorstellte, für den sogar eine Oscarnominierung für die beste Regie heraussprang, bleibt er auch mit seinem neuen Film dem Genre der Literaturverfilmung treu. Diesmal handelt es sich um die erstklassige Umsetzung des Bestsellers „Der ewige Gärtner“ des englischen Autors John Le Carré. Der brasilianische Regisseur Meirelles beweist damit äußerst überzeugend, dass die Güte seines Vorgängerfilms kein Ausrutscher war.
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Mitglied seit 1.089 Tagen | 335 Userkritiken
Kritik: Fernando Mereilles hat nach City of God einen weiteren großartigen Film geschaffen. Sein Thriller ist ein spannendes Werk über Liebe, Verrat, Lügen und Kapitalismus. Er fügt alle Themen zu einem stimmigen ganzen zusammen und reiht eine Wendung an die nächste. ''Der ewige Gärtner'' verpasst der Handlung eine eigene Note und bleibt dennoch fesselnd und überzeugt als stimmungsvolle Romanadaption. Cecar Charlone legt wieder einmal eine umwerfende Kameraarbeit hin. Neben Oliver Wood und Rodrigo Prieto beherrscht wohl kaum einer die Kunst so gut, Dynamik zu kreieren, ohne, dass es in Hektik ausartet. Auch wenn es manchmal kurz davor ist, muss man doch sagen, dass man mit jeder Einstellung, wenngleich manchmal extrem schnell und rasant, merkt, dass es der Mann beherrscht, stimmungsvolle Bilder zu kreieren. All dies macht ''Der ewige Gärtner'' zu einem ausgezeichneten Politthriller. Aber er hätte auch noch besser sein können. Denn mitunter prescht er zu stark voran. So fällt es dem Film in der zweiten Hälfte zur Last, dass er in den ersten 45 Minuten einfach viel zu schnell ist. Die zwei Themen dieser Zeit - die Romanze zwischen Weisz und Fiennes sowie das aufkeimende Misstrauen gegenüber den Pharmakonzernen - werden sehr schnell und in wenigen Szenen behandelt. Vielleicht hätten die Protagonisten ein paar mehr Szenen am Anfang gebraucht, um ihre Liebe ausdrücken zu dürfen. Und wahrscheinlich wäre es auch besser gewesen, wenn der Politplot in Verbindung mit Tessa gleich zu Beginn mehr Akzente bekommen hätte. Damit hätte man nicht nur die emotionale Tragweite der Story besser ausgedrückt. Man hätte auch die Gefährlichkeit und Skrupellosigkeit der Konzerne besser herausstellen können, damit die Lage für Justin noch schwieriger wird. So sind die oft sehr hellen Bilder einer düsteren Stimmung logischerweise nicht sehr zuträglich, obgleich sie eine spannungserzeugende Dynamik erschaffen. FAZIT: Der Film ist stark. Aber er hätte auch brillant sein können. Fiennes und Weisz zeigen, dass sie zur Schauspielelite gehören und inszenatorisch ist der Film ausgesprochen gut. Nur - und das muss man wirklich selten sagen bei den ansonsten so schwerfälligen Romanadpationen - etwas mehr Ruhe hätte dem Film gut getan. Also ein unbedingt zu empfehlender Film: dynamisch, schnell, komplex.
Mitglied seit 1.227 Tagen | 171 Userkritiken
Kritik: Es ist einer jener Filme, die man mehrmals anschauen muss, weil man das Gefühl hat, noch nicht alles mitbekommen zu haben oder wie hier auch die Erzählweise nicht ganz einfach nachzuvollziehen ist. Ein spannender Polit-Thriller, in den eine ungewöhnliche Love-Story eingebunden ist und außerdem noch von einem brisanten Thema handelt, dass uns alle angeht. Die Aktivistin Tessa ist den Mauscheleien eines großen Pharmakonzerns auf der Spur, an deren Aufklärung auch die Regierung ihrer Majestät kein Interesse hat. Sie ist mit einem britischen Diplomaten verheiratet, der von den Recherchen seiner Frau nichts ahnt und erst durch ihren mysteriösen Tod stutzig wird und eigenen Nachforschungen anstellt. Obwohl es kein echtes Happyend gibt, hat man am Ende doch das Gefühl, die Bösen in der Welt erkannt zu haben, die skrupellos und geldgierig nur auf ihren eigenen Vorteil aussind und dabei über Leichen gehen. Mit diesem Wissen kann man sich irgendwie in die Front ihrer Gegner einreihen, weil einem gerade das alles vorgeführt wurde, was man ja eigentlich schon immer gewusst hat. Der Regisseur hat die Romanvorlage von John LeCarré sehr dicht am Original in beeindruckende Bilder recht spannend umgesetzt.
Presseschnitt:
(4,2) bei 10 Pressewertungen.
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Rolle: Justin Quayle
Rolle: Tessa Quayle
Rolle: Sandy Woodrow
Rolle: Sir Bernard Pellegrin
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