Kinostart:
30. September 1983
Regie: Woody Allen
Mit Woody Allen, Mia Farrow, John Buckwalter,
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Produktionsland:
Vereinigte Staaten
.
Genre:
Tragikomödie
Laufzeit: 79 Minuten.
Produktionsjahr:
1983
Verleiher: Warner Bros. GmbH
Inhalt: Auf der Suche nach seiner Identität und mit dem ständigen Bedürfnis von allen Menschen gemocht zu werden, nimmt der Anpassungskünstler Leonard Zelig (Woody Allen) nicht nur die Persönlichkeit der ihn umgebenden Menschen an, er meistert auch die äußere Verwandlung scheinbar spielerisch. So wird Zelig in der Nähe von Indianern zum Indianer, in einem Krankenhaus übernimmt er die Rolle eines Psychiaters und im Baseball-Stadion spielt er an der Seite des legendären Babe Ruth. Zunächst als Sensation und Kuriosum gefeiert, wird Zelig mit der Zeit zum erbitterten Streitfall für die verschiedensten Gesellschaftsteile.
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Pressespiegel
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Matthias Ball
(4,5)
Wenn es in der Geschichte des Kinos je eine Konstante für die Produktivität eines Künstlers geben sollte, dann kann das Vorbild hierfür nur Woody Allen heißen. Allein in den Achtzigern produzierte der exzentrische New Yorker im Durchschnitt mehr als einen Film pro Jahr, schrieb seine eigenen Drehbücher und stand fast immer auch selbst als Hauptdarsteller vor der Kamera. Mit seiner dicken Brille, den zerzausten Haaren und dem neurotisch, unbeholfenen Auftreten wurde der von ihm kreierte Figurentypus des „Stadtneurotikers“ zum unverkennbaren Aushängeschild, der corporate identity des „Unternehmens“ Woody Allen. Zwar ermöglichte ihm der große kommerzielle Erfolg von Der Stadtneurotiker und Manhattan künstlerisch weiterhin unabhängig zu bleiben, doch das Thema des in vielen Fällen nur kurzfristig währenden Starkults färbte auf Allen ab und blieb für einige Jahre an ihm haften. Der 1983 veröffentlichte „Zelig“ war daher nur der Auftakt zu einer Reihe von Filmen, in der Allen sich kritisch mit dem Themenkomplex der US-amerikanischen Mediengeschichte auseinandergesetzt hat. Im perfekten Stile eines Dokumentarfilms erzählt Allen hierin die fiktive Lebensgeschichte von Leonard Zelig, der auf der Suche nach seiner wahren Identität wie kaum ein anderer die verheerende Wirkung medialer Ausbeutung zu spüren bekommt.
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Gast - Donnerstag, 09. Februar um 20:14