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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > Der fremde Sohn
Kinostart:
22. Januar 2009
DVD-Veröffentlichungstermin: 27. August 2009
Regie: Clint Eastwood
Mit Angelina Jolie, John Malkovich, Michael Kelly,
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Originaltitel: Changeling
FSK ab 12 freigegeben
Produktionsland:
USA
.
Genre:
Drama
,
Thriller
Laufzeit: 141 Minuten.
Produktionsjahr:
2008
Inhalt: Der Sohn der alleinerziehenden Mutter Christine Collins (Angelina Jolie) verschwindet eines Tages spurlos. Es dauert zehn Monate, bis die Polizei endlich einen Erfolg melden kann. Die Beamten haben den Jungen in Illinois aufgespürt. Bei der Übergabe jedoch erschrickt Christine: Das Kind ist nicht ihr Sohn. Doch das Polizeidepartement, das wegen Korruptionsvorwürfen unter Dauerbeschuss steht, will mit dem Fall unbedingt sein schlechtes Image aufpolieren. Captain J.J. Jones (Jeffrey Donovan) rät ihr deshalb, das Kind doch zumindest eine Zeit lang „auszuprobieren“. Schließlich könnte es sich ja doch um ihren echten Sohn handeln, der sich in den vergangenen Monaten nur eben etwas verändert habe. Doch Christine will keinen fremden Sohn großziehen und versucht stattdessen, eine Wiederaufnahme der Ermittlungen zu erreichen. Als sie sich schließlich mit dem Vorfall an die Öffentlichkeit wendet, wird sie von der Polizei in eine Nervenheilanstalt eingewiesen…
FILMSTARTS.de
(4)
Pressespiegel
(3,9)
User-Wertung(11356 Bewertungen)
(4)
Clint Eastwood ist eine lebende Legende. Neben seiner sagenhaften Schauspielkarriere nahm er seit 1971 immer wieder auch auf dem Regiestuhl Platz. Dabei schuf er vor allem mit seinen Anti-Western Der Texaner und Erbarmungslos zwei moderne Klassiker. Seit der Jahrtausendwende arbeitet Eastwood fast schon im Akkord. Nach seinem Boxer-Meisterwerk Million Dollar Baby und seinem WW2-Mammutprojekt (Flags Of Our Fathers, Letters From Iwo Jima) hat er sich mit „Der fremde Sohn“ nun einer wahren Geschichte aus den 1920er Jahren angenommen, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie die Korruption innerhalb des Polizeiapparats von Los Angeles gnadenlos vorführt.
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Mitglied seit 2.221 Tagen | 18 Userkritiken
Kritik: Clint Eastwood macht hier alles richtig. Er schafft einen Film der sich ohne Scheu ein Meisterwek nennen darf. Neben THE GREEN MILE einer meiner Lieblingsfilme nun. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Der Film ist ruhig und mit sehr viel Gefühl und Dramatik inszeniert. Er kann aber auch nur so viel an Informationen bieten, wie die Originalgeschichte nach wahren Ereignissen zulässt. So muss man sich mit manchen offenen Fragen am Ende einfach zufrieden geben und sich denken: Ich kenne auch nicht jedes Datail, und dennoch akzeptiere ich den Umstand.
Mitglied seit 547 Tagen | 30 Userkritiken
Kritik: schon lange im regal gehabt, trotzdem bin ich nie dazu gekomm den zu sehn. und nun hab ich den mit meiner freundin am we gesehn. und wir beide sind der meinung: ein thema hart an der grenze zum grausamen - selbst zum verfilmen. aber gerade deswegen und der nicht zu verachtenen leistung angelina jolies ein hervorragender film. kurz zur handlung: L.A. 1928 christine collins springt für eine kollegin auf der arbeit ein und kommt dazu auch noch ein wenig später nach hause. ihren sohn musste sie allein zuhause lassen, da sie alleinerziehend ist und niemanden auftreiben konnte, der auf ihren sohn aufpasst. sie gibt sofort eine vermissten-anzeige auf. die polizei von l.a. findet gut 5 monate später einen jungen. mutter samt presse erwartet ihren sprössling am bahnhof. nur bekommt sie nicht ihren wirklichen sohn, sondern einen fremden jungen, der sich als ihr sohn ausgibt in die hand gedrückt. sie redet immer wieder auf die zuständigen agents ein, das ist nicht ihr sohn. doch sie zweifelt langsam an ihrer eigenen zurechnungsfähigkeit da der zuständige cop j.j. jones sie bewusst iritieren will um von dem fehler der polizei abzulenken. darauf wird sie aufgrund panischer sowie wütender ausbrüche per fingerschnipp in eine anstalt eingeliefert. ein kampf gegen die justiz beginnt. der kirchliche gustav briegleb (john malkovich) stet ihr seit beginn der suche nach ihrem jungen zur seite und kämpft seit geraumer zeit eh schon gegen das korrupte l.a.p.d.. das es sich eventuell um eine entführung handeln könnte verspielt die polizei, als sie versucht sich aus diesem selbst eingebrocktem fall der verwechslung heraus zu lotsen. nebenher beobachtet einer anderer agent einen anderen fall, der mit dem vermissten kind vielleicht zusammenhängt: die wineville farm gilt als verlassen, trotzdem geschieht dort grausames. mitlerweile großer eastwood freund, bin ich aber zu der erkenntnis beim sehen des filmes gekomm, dass dieser irgendwie aus der reihe der spitzen eastwood filme raussticht. dieser film ist komplexer, weiträumiger und vielschichtiger als seine meisten anderen filme. man nehme gran torino oder million dollar baby aus der jüngesten schaffensphase des meisters, welche eher millieu-gebunden sind und still und ruhig vor sich hin erzählen und dabei eine ganz eigene spannung und erzählweise aufweisen. eastwood ist so ziemlich bei jedem seiner filme sozialkritisch oder spricht wenigstens ein thema aus der richtung an und hällt sich auch gern in der vergangenheit auf und lässt geschichtsträchtiges auferleben wie in etwa letters from iwo jima und flags of our fathers. so auch geschehen bei der fremde sohn. und das der magnetisch anziehende satz "based on a true story" gerne mal zur verwurstung und wichtigtuerei benutzt wird ist zwar bekannt aber bei diesem film drückte es mir noch einmal die heftigkeit des themas mitten ins gesicht und ich musste mehrere male extrem schlucken um überhaupt zu verarbeiten, dass dies wirklich so mal geschehen ist und das es solche zustände tatsächlich einmal gab. man nehme nur die korruption des LAPD, welches wehrlose frauen in die anstalt lieferte weil sie gerade nicht in ihrem rahmen funktionierten oder "austickten". oder eben das einreden von geisteskrankheiten der hauptperson (jolie). pures entsetzen und verständnislosigkeit enstand in mir - ja fast schon zorn und hass dem versaubeutelten machenschaften einer staatsgewalt gegenüber. und da ist clint eastwood einfach spitze. er schafft es im zuschauer gefühle hervorzurufen, die man nicht kontrollieren kann um so dem gesehenden die gewollte aufmerksam zu schenken. und wäre angelina jolie nicht so perfekt für diese rolle, wäre sie wahrscheinlich ein minuspunkt gewesen, da ich persönlich wenig mit der frau anfangen kann. doch ihr spiel machte erst diese emotionen in mir lebendig. und gott sei dank gibt es noch regiesseure, die auf blöde klischeés verzichten, genauso wie auf happy ends der marke "herzschmerz und schmalz". natürlich handelte es sich um eine wahre geschichte - trotzdem wäre es sicher für viele andere filmemacher ein einfaches gewesen, ein für den zuschauer zufrieden stellendes ende zu zimmern um am ende nicht allzu sehr auf der endless-drama schiene zu fahren. aber nicht so eastwood. er ließ mich zwar mit einem relativ positiven gedanken das ende sehen - doch nichts desto trotz zermalmt er kurz vor abspann alle positiven gedanken mit den obligatorischen texttafeln, welche die schicksale einzelner personen und hauptfiguren schildern. kein wirkliches happy end. dafür ein wunderbarer film, der auf die magengrube schlägt und gefühle hervorruft die selten ein film stämmen kann.
Presseschnitt:
(3,9) bei 4 Pressewertungen.
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Rolle: Christine Collins
Rolle: Reverend Briegleb
Rolle: Lieutenant Lester Ybarra
Rolle: Capitaine J.J. Jones
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