Kinostart:
30. Oktober 2008
Regie: Dany Boon
Mit Kad Merad, Dany Boon, Zoé Félix,
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Originaltitel: Bienvenue chez les Ch'tis
Universal
Produktionsland:
Frankreich
.
Genre:
Komödie
Laufzeit: 106 Minuten.
Produktionsjahr:
2008
Verleiher: Prokino Filmverleih
Inhalt: Philippe Abrams (Kad Merad) ist Filialleiter einer kleinen Poststelle in der Provence. Aufgrund der Launen seiner Ehefrau Julie (Zoé Félix) bemüht er sich seit einiger Zeit, an die sonnige Cote d´Azur versetzt zu werden, um ihr wankelmütiges Gemüt etwas aufzuheitern. Dank der Bemühungen seines Freundes Jean (Stephane Freiss) gelingt es ihm beinahe, die begehrte Stelle zu ergattern, doch ein Konkurrent erweist sich als behindert und wird daher bevorzugt. Bei der nächsten Bewerbung möchte Philippe nicht erneut leer ausgehen und gibt sich trotz großen Bedenken seitens Jeans als Rollstuhlfahrer aus. Prompt wird er bei einer routinemäßigen Kontrolle der Behörden als skrupelloser Betrüger entlarvt – und in den ungeliebten Norden Frankreichs strafversetzt. Über die Region und besonders deren angeblich besonders einfältigen Einwohner werden sich im Süden oft wahre Horrorgeschichten erzählt. Insbesondere die primitive Sprache der Nordfranzosen steht häufig im Zentrum der Kritik. Dementsprechend demotiviert macht sich Philipp ohne seine Frau und den gemeinsamen Sohn Raphaël (Lorenzo Ausilia-Foret) auf den Weg. Kaum an seinem neuen Arbeitsort Bergues angekommen, begegnet Philippe seinem Kollegen Antoine Bailleul (Dany Boon) und versteht zunächst einmal kein Wort…
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Jonas Reinartz
(4)
„Über 20 Millionen Franzosen können sich nicht irren”, heißt es selbstbewusst auf dem deutschen Plakat der Erfolgskomödie „Willkommen bei den Sch’tis”. Um genau zu sein, 20,7 Millionen – in jedem Fall eine schier unglaubliche Zahl. Allein James Camerons Titanic kam an den gallischen Kinokassen noch besser an und der Rekord für einheimische Filme, der bislang unangefochten von dem Louis-de-Funès-Vehikel „Die große Sause“ (17,27 Mio.) gehalten wurde, ist pulverisiert. Eine der Hauptattraktionen des Films um einen in die Region Nord-Pas-de-Calais strafversetzten Postbeamten ist der lokale „Ch’ti“-Dialekt (auch bekannt als „Picard“), der - beeinflusst vom Flämischen - selbst so manchen muttersprachlichen Franzosen vor erhebliche Verständnisprobleme stellt. Dieses Kauderwelsch angemessen ins Deutsche zu übertragen, war keine leichte Aufgabe, denn die Übersetzung in eine deutsche Mundart (etwa das Schwäbische) hätte schlicht deplatziert gewirkt. Folglich entschloss sich der deutsche Verleih Prokino, eine neuartige Kunstsprache zu entwickeln, was sicherlich grandios hätte scheitern können, doch wider Erwarten gelang. Vor allem Christoph Maria Herbst (serie,19) als Sprecher von Regisseur, Co-Autor und Nebendarsteller Dany Boon, der hierzulande am ehesten durch seine Rollen in Merry Christmas und Mein bester Freund bekannt ist, kann begeistern. Im Nu hat man sich an die eigenwillige Sprache gewöhnt und lacht herzlich über das warmherzige Feel-Good-Movie, das ganz ohne moralischen Zeigefinger auskommt und seine positive Botschaft überzeugend vermittelt.
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