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    #WheresBlackWidow: Kevin Feige verspricht bessere Repräsentation weiblicher Marvel-Helden – "Black Widow"-Film weiterhin möglich
    Von Manuel Berger — 13.02.2017 um 12:35
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    Laut Scarlett Johansson sind die künstlerischen Voraussetzungen für ein „Black Widow“-Abenteuer gegeben. Die #WheresBlackWidow-Kampagne kritisierte zuvor die Repräsentation weiblicher Helden des MCU. Marvel-Boss Kevin Feige äußerte sich nun dazu.

    Walt Disney
    Als vor einiger Zeit Spielzeuge zu den Filmen „The First Avenger: Civil War“ und „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ auf den Markt kamen, konnte man online häufig die beiden Hashtags #WheresBlackWidow und #WheresGamora lesen. Grund: Das Merchandise konzentrierte sich stark auf die männlichen Helden der Marvel-Filme und vernachlässigte die beiden weiblichen Figuren Black Widow und Gamora. Letztere klammerte man etwa aus Gruppenszenen, die eigentlich die Galaxiewächter in voller Besetzung zeigen sollten, aus. Im Falle Black Widows ging man gar so weit, eine im Film klar Scarlett Johanssons Figur zugeordnete Szene mit anderen Protagonisten auszustatten: Während in „The First Avenger: Civil War“ Black Widow einen Motorrad-Angriff aus dem Bauch eines Flugzeugs fährt, tut dies bei Hasbro Captain America und bei Mattel Iron Man (via The Daily Dot).

    Marvel-Chef Kevin Feige äußerte sich nun zu den berechtigten Vorwürfen. Gegenüber Slashfilm legte er dar, dass Marvel zwar nur bedingt zur Verantwortung gezogen werden könne. Allerdings versprach er auch, dass Ähnliches künftig nicht mehr vorkommen werde. „Ich denke, der Aufschrei war großartig. So etwas wird nicht wieder passieren. Für uns war das sehr frustrierend zu sehen, denn wir bekommen nur die eine Seite mit: Man hat uns die Produkt-Linie zugeschickt und ich weiß zwar nicht, ob alles exakt ausgewogen war, aber Black Widow und Gamora waren überall. Was wir nicht mitbekommen, ist, wie viele der einzelnen Produkte schlussendlich jeweils in den Geschäften verfügbar sind. Wir sehen unsere Figuren und sagen: ‚Okay, cool. Das sind alle Figuren, sie sind alle super repräsentiert, sie werden alle verkauft.‘ Nur, dann finden wir raus, dass dies oder jenes nicht auffindbar ist, sondern halt nur die Brotzeitdosen oder Rucksäcke in den Shops erhältlich sind, auf denen bestimmte Figuren fehlen“, erklärte Feige seine Sicht der Dinge. „Wir haben keinen Einfluss darauf, wie groß letztendlich die Verkaufsauflage ausfällt. Was ich allerdings zusichern kann, ist, dass, wenn uns eine Kollektion zugeschickt wird, die den Film nicht repräsentiert, wir sie zurückschicken. Das hat erst einmal gar nichts mit Gender-Ausgewogenheit zu tun – uns geht es in erster Linie darum, dass der entsprechende Film vernünftig repräsentiert wird.“

    Fakt ist allerdings, dass die Frauenrate in den bisherigen Marvel-Produktionen sehr gering ausfällt – gerade was die jeweiligen Hauptrollen angeht. Bislang gab es noch keinen einzigen MCU-Kinofilm mit weiblicher Hauptrolle. Auch diesbezüglich versprach Feige allerdings Besserung und nahm Bezug auf den im April 2017 startenden „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“: „Das ist eine große Sache, an der wir arbeiten wollen. Und sie war auch [Regisseur] James [Gunn] sehr wichtig. In gewisser Weise haben wir das auch im ersten Film schon gemacht, doch diesmal sollen die Frauen noch stärker in den Vordergrund der Geschichte rücken.“

    Jüngste Aussagen James Gunns bestätigen Feiges Statement. Ihm zufolge steht im Mittelpunkt von „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ die Schwesternbeziehung zwischen Gamora (Zoe Saldana) und Nebula (Karen Gillan) (wir berichteten). Außerdem führt der Film mit Mantis (Pom Klementieff) eine neue Dame in den Hauptcast ein und präsentiert mit der von Elizabeth Debicki verkörperten Ayesha eine Antagonistin.







    Scarlett Johansson gab sich derweil hoffnungsvoll bezüglich des von Fans lange gewünschten Black-Widow-Soloabenteuers. Im Gespräch mit Total Film sagte die demnächst in „Ghost In The Shell“ zu sehen seiende Schauspielerin: „Ich habe mit Kevin Feige darüber gesprochen. Künstlerisch befinden wir uns auf derselben Wellenlänge und sind uns einig, dass die Figur bereit wäre, in einem eigenen Film aufzutreten. Aktuell ist es im Grunde nur eine Frage des Timings – sowohl für Marvel als auch für mich.“

    Der dichte Terminplan beider könnte einer Realisierung allerdings im Wege stehen. Zumal Johansson in jedem Fall ihren Catsuit tragen möchte, sich aber nicht sicher ist, wie lange sie das noch kann. „Marvel hat eine riesige Projektliste. Sie planen vier Jahre im Voraus. Und auch ich habe eine Menge Dinge, die ich umsetzen möchte. Sollte ich es machen, will ich es großartig machen. Es müsste die beste Version des Filmes werden, die möglich ist“, stellte sie klar.

    Im Herbst 2016 äußerte Johansson bereits Ideen für einen möglichen Filminhalt. Black Widow verfüge über eine umfassende Vorgeschichte, aus der sich Episoden erzählen lassen würden. Damit würde „Black Widow“ quasi als Prequel zum aktuellen Stand des MCU inszeniert werden. So wäre zumindest sichergestellt, dass die Ereignisse den Zukunftsplänen Marvels nicht im Wege stehen. Aber wie Johansson bereits sagte: Die nächsten vier Jahre sind durchgeplant, mit einem Black-Widow-Film wäre demnach frühestens 2022 zu rechnen. Und ob dann tatsächlich alle nötigen Verantwortlichen noch an Bord wären, sei erst einmal dahingestellt.





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    Kommentare
    • King 35
      Meine Sympatien gehören vielen Helden aber Black Widow ist ganz klar mein Liebling. Unabhängig was irgendwelche Statistiken aussagen. Fakt ist. Viele wünschen sich ein Widow Solofilm. Und ich bin einer davon. Wenn er nicht kommt, was ich aber nicht glaube, wird meine Welt sich trotzdem weiter drehen ;).
    • WhiteNightFalcon
      Bestechende Logik!
    • BobRoss
      Mir fehlt bei Black Widow einfach der "Das kann nur sie (sein)"-Effekt. Ich könnte sie genau so gut mit James Bond ersetzten und nichts würde sich ändern. Nahkampf Spezialist, verwendet Gadgets, kann jedes Fahrzeug steuern, trägt gerne schwarz, hat Charisma und ein ansprechendes Erscheinungsbild. Das ist einfach zu wenig als dass ich extra einen Superheldenfilm wegen diesem Character machen müsste. Da bin ich 10 mal mehr auf Ghost in the Shell gespannt in dem sie einen Charakter spielt, der wirklich interessant ist. Im Vergleich zu einem Donnergott oder einer Materie manipulierenden Hexe ist sie aber leider der letzte Charakter der mMn ein Spinoff benötigt. Es ist von allen Optionen des MCUs neben Hawkeye die lahmste Idee und Hawkeye selbst stellt in Avengers (oder war es Civil War?) augenzwinkernd seinen eigenen Nutzen fürs Team infrage.
    • King 35
      Seit Avengers wünsche ich mir nen Black Widow Solo Film. Hier hat DC gegenüber Marvel klar die Nase vorn. Auf Wonder Woman freue ich mich.
    • King 35
      Kann ich klar widersprechen. Ich sehe wegen Black Widow die Filme gerne. Nur machen eben die BW-Fans nicht so viel Wind wie andere Trolle ;).
    • Heavy-User
      Jop sehe ich ebenfalls so. Leider gehören Hawkeye und Black Widow zu denen, die man nur in der Gruppe toll findet,weil sie einfach dabei sind.Einen Solo-Film von Black Widow wäre natürlich Abwechslung zum Rest (James Bond, Mission Impossible, Bourne usw.) aber trotzdem sehe ich das ähnlich wie du ......
    • Heavy-User
      Damit kann es nur bedeuten, dass sie eine Skywalker ist und damit unentbehrlich für den Film ;-)
    • WhiteNightFalcon
      Sehe ich auch so. Und würde Scarlett sich nicht so in die Rolle reinknien, hätte Widow auch leicht ein extrem blasser Charakter bleiben können. Bei Iron Man 2 empfand ich Scarletts Leistung zb noch als sehr sehr lustlos und schwach.
    • WhiteNightFalcon
      Naja wäre sie nicht hoch genug, hätte es nicht solch einen Wirbel gegeben.
    • WhiteNightFalcon
      Schon verblüffend, wenn Disney daran schuld ist, dass es keine weiblichen Marvel Figuren gab, dass sie bei Star Wars nicht Rey 'vergessen' haben....
    • Deliah C. Darhk
      Ist mir bekannt.Die Storyline,in der sie zur Invalidin wird war allerdings eine der eindrucksvollsten Phasen innerer Konflikte des Teams, bei der es auch eine prominente Tote gab.Monica als Figur und ein derart dramatisches Ende (allerdings mit Umbesetzungen wegen der fehlenden Rechte am Namor-Franchise) würde ich extremst gerne auf der Leinwand sehen.
    • BobRoss
      Woher weiß der das alles. Oh, Username lesen hilft... :)
    • BobRoss
      Ich denke mal für einen Hulk bieten sich alleine schon wegen seinen Kräften denkwürdigere Auftritte als für Black Widow und somit mehr Präsenz auf der Leinwand und beim Merchandise. Ganz ehrlich, ich bin mir nicht sicher ob ein Black Widow Film wirklich viele Zuschauer anziehen würde. Weder die Mädels noch die Typen mit denen ich bisher MCU Filme gesehen habe sagten: Geil, den Film schau ich mir hauptsächlich wegen Black Widow an.
    • Deliah C. Darhk
      Da gibt es weibliche Figuren,die ich sehr viel keber sehen würde. Nur, sind die so unbekannt, dass Marvel sie noch nicht (als Headliner) bringen konnte (Tigra, Wasp, Firebird/La Espirita), sich für eine andere Inkarnation entschueden hat (Monica Rambeau ↔ Carol Danvers), sie nicht ins Avengers-Konzept passen (Snowbird, Talisman, Vindicator II), sie als Antagonisten fürs Kino eher reizlos sind (Moonstone,Yellowjacket. Diamondback) oder deren Rechte nicht (allein) bei Marvel liegen (She-Hulk, Spider-Woman (Julia), Deathbird).Also abwarten und schauen was kommt ...
    • Thrashfly
      Hasbro und Mattel haben Spielzeug-Kollektionen zum Film hergestellt. Teil dieser war jeweils auch besagtes aufklappbares Flugzeug inklusive Motorrad-Figur. Der Fahrer bei der Hasbro-Ausgabe war Captain America, der Fahrer bei der Mattel-Version Iron Man.
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