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    "The Raid" auf Steroiden: Frank Grillo und Joe Carnahan erzählen, warum sich ihr Remake lohnt
    Von Lea Harbich — 23.02.2017 um 14:45
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    Ohne Studio-Aufsicht, dafür mit viel Leidenschaft: Regisseur Joe Carnahan und Schauspieler Frank Grillo haben große Pläne für das Remake von „The Raid“. Statt auf einen bloßen Abklatsch setzen sie auf gezielte Änderungen.

    Koch Media
    Seit bekannt wurde, dass sich Schauspieler Frank Grillo („The First Avenger: Civil War“) und Regisseur Joe Carnahan („Narc“) dem US-Remake von Gareth Evans' Martial-Arts-Kracher und Kult-Liebling „The Raid“ angenommen haben, erntete das Duo eine Menge Kritik. In einem Interview mit Collider rechtfertigten die beiden nun ihre Entscheidungen für das Remake: Ziel sei nicht die herausragende Action des Original zu kopieren, sondern einen neuen Film mit mehr Story zu schaffen, so Grillo und Carnahan. Hierbei soll auf beeindruckende Martial-Arts-Fähigkeiten verzichtet und der Fokus auf menschliche und verwundbare Charaktere gelegt werden. Carnahan hierzu: „Es gibt ein Level an Brutalität, ein Level an Gewalt. Wenn sich unser Film die ganze Zeit über wie der Messerkampf zwischen Adam Goldberg und dem Deutschen in ‚Der Soldat James Ryan‘ anfühlt, dann haben wir alles richtig gemacht. Wir wollen etwas, das zermürbend und hart ist.“ - „Du willst weggucken, aber kannst es nicht“, fügt Grillo hinzu.

    Und auch im Bezug auf die Story finden die Zwei konkrete Worte. Diese soll vor allem die Beziehung der auch im Original vorkommenden Brüder vertiefen und dieses Mal im venezolanischen Caracas spielen. Carnahan beschreibt die Stadt als gefährliches Gangsterparadies und will somit in Sachen Setting im Vergleich zum Original noch einen drauf setzen. Ziel sei also ausgewählte Elemente von „The Raid“ zu steigern, ihnen gewissermaßen „einfach eine Ladung Steroide zu verpassen“.

    Trotz der Änderungen planen die zwei befreundeten Filmemacher die Essenz des Originals einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und distanzieren sich gleichzeitig von den Anschuldigungen eines plumpen Hollywood-Remakes: „Zuerst einmal sind wir nicht die Hollywood-Version von Irgendwas. Wir kommen ständig durch die Hintertür. Ich bin nicht Tom Cruise. […] Der springende Punkt ist, dass wir es nicht tun müssen. Wir können machen was wir wollen. Und wir wollen das hier machen, weil wir etwas Besonderes darin sehen, das wir dem amerikanischen Publikum gerne zeigen würden. Viele Leute haben ‚The Raid‘ nie geschaut.“

    Für Grillo und Carnahan scheint das Remake demnach ein Projekt aus Leidenschaft zu sein. Eine Begeisterung, die anscheinend auf Teile der Original-Crew überschwappte. Regisseur Gareth Evans zeigte sich offenbar schon gespannt auf die Umsetzung seines Stoffes und „The Raid“-Star Iko Uwais soll sogar nach einem Part gefragt haben.

    Sollte sich das von Grillo und Carnahan Versprochene tatsächlich bewahrheiten, stehen die Zeichen gut, dass wir mit dem Remake von „The Raid“ einen neuen kompromisslosen Action-Hit zu sehen bekommen. Nur mit der Originalvorlage sollte man diesen nicht zu sehr vergleichen.

    Wann das Remake genau in die Kinos kommt, ist jedoch leider noch nicht bekannt. Carnahan hat mit „Bad Boys 3“ derzeit noch ein weiteres Projekt am Start, das am 8. November 2018 anlaufen soll.




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