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    Nach drei Oscars: Daniel Day-Lewis beendet seine Schauspielkarriere aus privaten Gründen
    Von Manuel Berger — 21.06.2017 um 09:30
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    Aus nicht näher benannten Gründen wird sich der dreifache Oscargewinner Daniel Day-Lewis aus der Schauspielerei zurückziehen. Sein letzter Film kommt zu Weihnachten 2017 in die Kinos.

    20th Century Fox
    Wie Variety zuerst vermeldete, will Daniel Day-Lewis keine weiteren Filme mehr drehen. Das teilte seine Agentin Leslee Dart dem Branchenmagazin am 20. Juni 2017 mit. „Daniel Day-Lewis wird nicht länger als Schauspieler arbeiten“, sagte sie. „Er verspürt große Dankbarkeit gegenüber allen Kollaborateuren und Zuschauern, die er über so viele Jahre hatte. Die Entscheidung ist privater Natur und weder er selbst noch Stellvertreter werden die Angelegenheit weiter thematisieren.“

    Kein männlicher Schauspieler konnte bis dato in seiner Karriere so viele Oscars als Bester Hauptdarsteller gewinnen wie Day-Lewis. Sowohl für „Mein linker Fuß“ und „There Will Be Blood“ als auch für „Lincoln“ wurde er von der Academy of Motion Picture Arts & Sciences ausgezeichnet. Je eine weitere Nominierung erhielt er für seine Rollen in Martin Scorseses „Gangs Of New York“ und „Im Namen des Vaters“.

    Daniel Day-Lewis ist einer der bekanntesten Vertreter des Method Acting und widmete sich oft in extremer Weise der Vorbereitung seiner Rollen. Während der Dreharbeiten zu „Mein linker Fuß“ etwa, wo er einen Gelähmten spielte, ließ er sich kontinuierlich im Rollstuhl durch die Gegend fahren und füttern. Für „Der letzte Mohikaner“ unterzog er sich eines Survival-Trainings, für „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ lernte er Tschechisch. Generell galt er als sehr wählerisch, was seine Rollen angeht. Während viele Kollegen in der Regel mehrere Filme pro Jahr drehen, lagen bei Day-Lewis häufig mehrere Jahre zwischen zwei Produktionen – was auch der langen Vorbereitung geschuldet sein dürfte. Sein Leinwanddebüt gab er 1971 als 14-Jähriger in „Sunday, Bloody Sunday“.

    Schon Mitte der Neunziger zog sich Daniel Day-Lewis vorübergehend aus dem Filmgeschäft zurück und verdingte sich als Schuster, bevor Martin Scorsese ihn für „Gangs Of New York“ zurück vor die Kamera holte. Sollte der Schauspieler seinem Ruhestand diesmal treu bleiben, wird Ende 2017 sein letzter Film erscheinen. Unter der Regie Paul Thomas Andersons, der ihm bereits die oscarprämierte Hauptrolle in „There Will Be Blood“ verschaffte, verschlägt es Day-Lewis in dem zwischenzeitlich als „The Phantom Thread“ betitelten Drama in die Londoner Modewelt der 1950er-Jahre. Während für den US-amerikanischen Markt eine Veröffentlichung am 25. Dezember 2017 angedacht ist, erscheint der Film hierzulande vermutlich erst am 1. Februar 2018. Seine Reise zur Oscarverleihung kann Day-Lewis wohl jetzt schon buchen.




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    Kommentare
    • Sentenza93
      Sehr schade. Werde ihn vermissen. :(Aber schämt Euch, Filmstarts. :DIn der Liste einfach "Mein wunderbarer Waschsalon" vergessen. ;)
    • niman7
      Ps: noch nie so einen starken Kontrast gehabt!
    • niman7
      Wenn man "there will be blood" (absolutes Monster!) gesehen hat und anschließend seine Rede bei den Oscars (sehr schüchtern und nervös), dann weiß man, wie talentiert der Mann ist!
    • Deliah C. Darhk
      Der Ursprung für die Negativ-Assoziation liegt tatsächlich beim deutschen Militär (Kollaboration mit dem Feind), und das auch erst seit dem WK.Davor und im Rest der Welt ist es ein wertneutraler Begriff, obwohl es in den Palästnenser-Gebieten einen Markt für Hinrichtungs-Videos von Kollaborateuren gibt. Da scheint die negative Wertung sich auch zu etablieren.
    • greek freak
      Schade,absoluter Schauspieler-Gigant.
    • greek freak
      Schlechte Übersetzung aus dem englischen.
    • Zeratos
      Da geht der Beste seiner Generation...Der Mann ist gerade mal 60, da hätte noch einiges kommen können, sehr schade!Aber ich glaube, seine extreme Art zu spielen vertrüge sich körperlich/gesundheitlich nicht gut mit hohem Alter, sein Ruhestand sei ihm gegönnt.
    • Jimmy V.
      Großartiger Schauspieler! Die Oscars hat er zu recht verdient. Interessant, dass alle die üblichen Verdächtigen der jüngeren Tage wählen. Ich fand ihn in "Im Namen des Vaters" irgendwie am besten.
    • Micox
      Dass er für Gangs of New York keinen Oscar bekommen hat ist wohl einer der größten Skandale der Geschichte.. 4 Oscars hätten es Minimum sein müssen.. Nun ja, der Beste geht... Schade..
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