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    Die INs & OUTs der Woche mit einem selbstgebauten "Star Wars"-Kampfläufer und dem Schweigen im Weinstein-Skandal
    Von FILMSTARTS-Redaktion — 20.10.2017 um 19:11
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    Hier findet ihr jede Woche – garantiert subjektiv – unsere Gewinner und Verlierer aus der Film-/Fernsehwelt und unserem Redaktionsalltag. Diese Woche freuen wir uns über einen AT-AT im Vorgarten und schütteln wegen u. a. Quentin Tarantino den Kopf…

    20th Century Fox Television/The Weinstein Company
    Diese Woche IN:

    AT-AT zu Halloween:: Nick Myer aus Parma, Ohio trommelte fürs Wochenende ein paar Freunde zusammen. Aus Holz, Hartschaumstoff, Plastiktonnen und sehr viel grauer Farbe bauten sie einen Allterrain-Angriffstransporter, der direkt in die Schlacht um Hoth stapfen könnte:

    Produzentin Kathleen Kennedy: Die ehemaligen „Star Wars“-Regisseure Phil Lord, Chris Miller und Colin Trevorrow haben am eigenen Leib erfahren, dass sie durchgreifen kann – nun richtete Kennedy ihre Aufmerksamkeit auf den Belästigungs- und Vergewaltigungsskandal, über den Hollywood derzeit diskutiert. Sie hat einen konkreten Vorschlag, damit sich ein Fall Weinstein nicht wiederholt – oder zumindest schneller aufgedeckt und sanktioniert werden kann. Die Lucasfilm-Chefin  eine komplett aus Geldern der Filmindustrie finanzierte Expertenkommission, die Regeln und Maßnahmen zum Schutz vor sexueller Belästigung und Missbrauch erarbeitet. Opfer müssten außerdem die Möglichkeit bekommen, sicher und anonym zu berichten, was ihnen passiert ist, ohne dass sie ihre Reputation und Karrieren gefährden.

    Manipulation durch David Fincher: Der Meisterregisseur hinter „Sieben“, „Fight Club“ und der neuen Netflix-Serie „Mindhunter“ hat den Ruf, ein Perfektionist zu sein, der jede Einstellung genau plant. Auf dem YouTube-Kanal Nerdwriter1 wurde ganz genau hingeschaut. Das sind interessante viereinhalb Minuten, nach denen ihr Finchers Filme und Serien mit etwas anderen Augen sehen werdet:

    Diese Woche OUT:

    Gedächtnisverlust von Frankie Muniz: Bekannt wurde der „Malcolm mittendrin“-Kinderstar als junges Genie in einer chaotischen Familie – aber an den Dreh kann er sich eigener Aussage nach heute nicht mehr erinnern. Mit dem Magazin People sprach der 31-Jährige, der in seinem Leben mehrere Gehirnerschütterungen und Mini-Schlaganfälle erlitt, über seinen Gedächtnisverlust. Wir hoffen, dass er sich bald wieder erinnert!

    Das jahrelange Schweigen in Hollywood: Im Gespräch mit der New York Times gab nun auch Kultregisseur Quentin Tarantino  zu, gewusst zu haben, dass sein langjähriger Produzent und Förderer Harvey Weinstein („Pulp Fiction“, „Kill Bill“, „Inglourious Basterds“) Frauen belästigte und übergriffig wurde. Tarantino zeigt sich selbstkritisch, er wünscht sich, nicht weiter mit Weinstein, der ihm vor wenigen Wochen noch eine große Verlobungsparty geschmissen hat, gearbeitet zu haben. Auch Drehbuchautor Scott Rosenberg („Con Air“, „High Fidelity“) bekannte in einer sehr selbstkritischen und anklagenden Stellungnahme, Bescheid gewusst, aber nichts unternommen zu haben, so wie andere große „Produzenten, Regisseure, Agenten, Geldgeber, Studiochefs, Schauspieler, Schauspielerinnen, Models, Journalisten, Drehbuchautoren, Rockstars, Restaurateure und Politiker“ Bescheid wussten, aber nichts taten. Wir freuen uns, wenn jemand den Mut hat, öffentlich zu seinen Fehlern zu stehen und natürlich es ist verständlich, dass viele von Weinsteins Opfern aus Angst oder Scham lange geschwiegen haben – aber es ist eine verdammte Schande, wie lange so viele andere in Hollywood nichts gesagt haben.

    Ridley Scott: Klasse, dass Filme wie „Blade Runner“ und „Blade Runner 2049“ unterschiedlich interpretiert werden. Ridley Scott aber denkt, die berühmte Replikanten-Frage sei im neuen Sci-Fi-Film nur auf eine Art zu beantworten – andernfalls ergebe der Film keinen Sinn. Doch! Für uns funktioniert Denis Villeneuves 5-Sterne-Meisterwerk auch, wenn Deckard (Harrison Ford) ein Mensch ist.

     

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    Kommentare
    • BobRoss
      Der Einzige, der sich richtig verhalten hat war meiner Meinugn nach Seth McFarlane. Schon bei den Oscarnominierungen 2013 sagte er während der Bekanntmachung der nominierten Schauspielerinnen "Congratulations, you five ladies no longer have to pretend to be attracted to Harvey Weinstein". Das ist mehr als man von all den "ach so empörten" Heuchlern vor dem öffentlichen Bekanntwerden der Sache gehört hat.
    • Silvio B.
      Sehe ich genauso. Es beweist schon Mut so etwas zuzugeben.Und sind wir doch mal ehrlich. Wie viele Leute kennt man, die auch Scheiße bauen oder gebaut haben, ohne dass man sie gleich an den öffentlichen Pranger stellt? Es ist halt ein schwieriges Thema. Jetzt ist es ja raus und Weinstein wird hoffentlich seine gerechte Strafe bekommen.
    • BobRoss
      Sollte Tarantino dann nicht wegen seiner Ehrlichkeit im Vergleich zu den anderen Heuchlern Top sein? Die meisten Stars tun immer noch so als hätten sie von allem nichts gewusst. Und ich meine damit nicht nur die Afflecks sondern auch Meryl Streep. Um Rosenberg zu zitieren "“everybody-f—ing-knew”". Weggesehn tun die Stars doch alle, am Ende zähl nur das Geld.
    • Micox
      Ich fand nur Zodiac schwach, ansonsten wirklich alles super.. Selbst Alien 3 war super.. Fight Club steht sowieso über allem..
    • Micox
      Fincher ist genial.. Finde sogar besser als Nolan.. Nolans letzte Werke haben mich leider enttäuscht.. Bis auf Inception natürlichh..
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