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Rian Johnson erklärt: Darum geht’s mit den Jedi nach "Star Wars 8" doch weiter
Von Tobias Mayer — 03.01.2018 um 09:20
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„Die Zeit der Jedi ist zu Ende“, hieß es schon im Trailer. Der Titel „Star Wars: Die letzten Jedi“ klingt ebenfalls nach Abschluss. Im Film aber – Vorsicht Spoiler – wird der Orden keineswegs beerdigt – Rian Johnson erklärte nun seine Entscheidung.

Walt Disney

Es folgen Spoiler zu „Star Wars 8: Die letzten Jedi“!

In ersten Trailer und in Interviews wurden Fans bereits vor Kinostart darauf eingestimmt, dass in „Star Wars: Die letzten Jedi“ ein harter Einschnitt bevorstehe: Ausgerechnet der einst so optimistische Luke Skywalker (Mark Hamill) erklärt die Zeit der Jedi, die über tausend Generationen lang den Frieden in der Galaxis sicherten und trotz starker Dezimierung durch Darth Vader und die Klonarmee nicht vollständig vernichtet wurden, für beendet. Luke ist tief erschüttert, weil sein einstiger Schüler Kylo Ren (Adam Driver) zur Dunklen Seite wechselte und er daran Mitschuld hat. Und er weiß um die Fehler des Ordens. Aber Luke entscheidet sich schließlich doch, der Widerstandsheldin Rey (Daisy Ridley) ein paar Lektionen zu erteilen – und ihr gelingt es, die alten Jedi-Bücher, die Luke verbrennen wollte, in Sicherheit zu bringen. Im Buch „The Art of Star Wars: The Last Jedi” beschreibt Regisseur Rian Johnson, warum es für ihn in „Star Wars 8“ nie eine Option war, dass Luke seinen ursprünglichen Plan durchzieht:

„Wenn Rey auftaucht, ist ein Mentor das Wichtigste, das sie braucht. Weil Luke nur seinen großen Plan im Blick hat, entgeht ihm, was direkt vor seiner Nase ist. Hier ist jemand, der dich braucht, der deine Hilfe braucht. Wenn du denkst, dass du die Vergangenheit wegschmeißen kannst, belügst du dich selbst. Der einzige Weg, vorwärts zu gehen, ist die Vergangenheit zu akzeptieren, herauszufinden, was daran gut ist und was nicht. Aber es wird immer ein Teil von dem sein, was wir alle sind. Das betrifft auch Rey, die Legenden über die Jedi mitbekam, als sie aufwuchs.“ Daher, so Johnson weiter, hätte es im Film nie darum gehen dürfen, einfach alles Alte wegzuschmeißen (so wie das Kylo Ren übrigens will).

Das letzte Wort zu Reys Eltern ist (vielleicht) doch noch nicht gesprochen

Wie Johnson ebenfalls herausstellt, verweigert sich Luke in „Star Wars 8“ zunächst dem Hilferuf seiner Freunde – im Unterschied zu „Das Imperium schlägt zurück“, wo er seine Ausbildung bei Yoda abbricht, weil er Han, Leia, Chewie und die Droiden retten will. Er kapselt sich von der Macht ab, die nicht den Jedi gehöre – und mit deren Hilfe er seine Freunde schließlich eben doch rettet. Wird Rey in Zukunft deswegen aber eine Jedi sein, die genauso weitermacht, wie ihre Vorgänger das getan haben? Davon ist nicht auszugehen: Yoda erklärte Luke in „Star Wars 8“ als Machtgeist, dass es auch und gerade für Meister sehr wichtig ist, aus Fehler zu lernen. Diese Lektion könnte Luke, nun ebenfalls eins mit der Macht, in „Star Wars 9“ an Rey weitergeben und den Jedi-Orden damit nicht abschaffen, aber verändern.

„Star Wars 8“ läuft seit dem 14. Dezember 2017, „Star Wars 9“ startet am 19. Dezember 2019.

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