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    Uma Thurman greift Quentin Tarantino an: Star veröffentlicht Video von gefährlichem "Kill Bill"-Autounfall
    Von Annemarie Havran — 05.02.2018 um 10:53
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    Uma Thurman hat in einem umfangreichen Interview mit der New York Times nicht nur Harvey Weinstein scharf angegriffen, sondern auch Quentin Tarantino beschuldigt, sie für „Kill Bill“ zu einem gefährlichen Auto-Stunt gezwungen zu haben.

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    Der Titel des NY-Times-Artikels lautet: „Deshalb ist Uma Thurman wütend“. Und die Schauspielerin hat allen Grund, wütend zu sein, nicht nur auf Produzent Harvey Weinstein, den auch sie als eine von sehr vielen Frauen der sexuellen Angriffe beschuldigt, sondern auch auf Regisseur Quentin Tarantino. Diesem vertraute sie sich schließlich bezüglich Weinstein an, doch statt der Schauspielerin zu helfen, führte ihr Gesuch um Hilfe zu einem Riss in ihrer Beziehung zu Tarantino. Das schlechte Verhältnis gipfelte in einer Situation, in der sowohl Weinstein als auch Tarantino Uma Thurmans geäußerte Angst vor einem Auto-Stunt beim „Kill Bill“-Dreh ignorierten und der Regisseur die Schauspielerin laut ihrer Aussage zwang, den Stunt auszuführen, was in einer Gehirnerschütterung und Knieverletzungen resultierte.

     

    Obiges Video gab Thurman zur Veröffentlichung im Rahmen des NY-Times-Interviews frei – das Video hatte sie davor 15 Jahre lang nicht sehen dürfen. Die Schauspielerin gibt an, seit den damaligen Dreharbeiten mit Tarantino um das Videomaterial gekämpft zu haben, das er und die Produktionsfirma unter Verschluss hielten. Erst unter dem Druck, den die aktuelle Welle der Beschuldigungen gegen seinen engen Kollaborateur Weinstein auf ihn aufgebaut hat, habe er das Material an Thurman ausgehändigt. In einem Interview mit der Times hatte Tarantino zuvor bereits sein Bedauern darüber ausgedrückt, nichts getan zu haben, obwohl er von Weinsteins kriminellem Verhalten wusste, und stattdessen mit ihm weiter zusammengearbeitet zu haben.

    Uma Thurman erklärte in ihrem Interview, sie habe Quentin Tarantino ausdrücklich gebeten, für den Auto-Stunt für „Kill Bill Vol. 2“ eine Stuntfrau einzusetzen, da sie sich damit unwohl fühle. Doch der Regisseur habe darauf bestanden, dass sie den Stunt selbst ausführe, sei sogar wütend gewesen, weil sie die Produktion aufhielt. „Ich hatte Angst. Aber er sagte mir: ‚Ich verspreche dir, das Auto ist sicher. Und es ist ein ordentliches Straßenstück. Fahre mindestens 40 Meilen pro Stunde, sonst weht dein Haar nicht richtig und ich werde es dich noch einmal machen lassen.‘ Aber es war eine Todesfalle, in der ich da saß. Der Sitz war nicht richtig festgeschraubt. Es war ein Sandweg und keine richtige Straße“, so Thurman.

    Nach Weinstein-Skandal: Quentin Tarantino sucht neuen Partner für Film über Massenmörder Charles Manson

    Im Video ist zu sehen, wie die Schauspielerin nach einer Kurve von der Fahrbahn abkommt und gegen eine Palme kracht, im Sitz zurücksinkt und sich den Kopf hält. Das Team und auch Tarantino kommen, um sie zu beruhigen, beim Aussteigen ringt sie sich ein Lächeln ab. Anschließend musste sie jedoch ins Krankenhaus, das sie mit einer Halskrause und einer dicken Beule am Kopf verließ. Der Unfall hatte in einer Gehirnerschütterung und kaputten Knien resultiert. Noch im Auto sitzend habe sie auf Grund der Schmerzen in ihren eingeklemmten Beinen gedacht, sie könne nie wieder laufen, erinnert sich Thurman.

    Anschließend wollte sie das Auto sehen und stritt sich mit Quentin Tarantino, den sie beschuldigte, dass er versucht habe, sie umzubringen. „Er war sehr wütend, was wahrscheinlich verständlich ist, da er nicht das Gefühl hatte, dass er mich umzubringen versuchte“, so Thurman. Zwei Wochen nach dem Unfall habe ihr Anwalt dann ein Schreiben an Weinsteins Produktionsfirma Miramax, dem Studio und Verleih hinter „Kill Bill“, geschickt, mit der Erläuterung des Geschehenen aus Thurmans Sicht und dass sie sich das Recht vorbehalte, zu klagen. Miramax soll daraufhin angeboten haben, Thurman das Material vom Dreh zu zeigen, wenn sie ein Dokument unterschreibe, in dem sie „sie von allen Konsequenzen aus ihrem zukünftigen Schmerz und Leiden befreie“. Thurman weigerte sich. Dass Tarantino das Material nach 15 Jahren endlich herausrückte, sieht die Schauspielerin als einen Versuch der Wiedergutmachung.

    The Hollywood Reporter hat bereits bei Tarantino um einen Kommentar zu der Situation gebeten, den er aber bislang nicht zu geben bereit war.

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    Kommentare
    • Joachim M.
      Aber reichlich Knete für die 2 Teile hat sie genommen - ja ja wie so immer
    • TraX
      Darum geht es doch auch gar nicht. Er ist als Regisseur für die Sicherheit seiner Darsteller verantwortlich. Sie hat ihm letzten Endes bei der Szene trotz ihrer Bedenken vertraut und muss nun mit den Folgen klar kommen. Und zum Dank wird dann noch versucht die Sache klein zu halten und unter den Teppich zu kehren.Es ist eine Sache, dass Tarantino scheinbar die Bedenken seiner Darsteller nicht interessieren. Aber nochmal eine andere wie er im Nachhinein mit der Situation umgegangen ist.
    • Sentenza93
      Wäre schon krass, wenn er seine Muse, wie er sie immer nannte, absichtlich in Gefahr bringt.
    • Deliah C. Darhk
      Finde ich persönlich - wenn die Schilderung denn nun so stimmig sei - schlimmer als diverse Metoo-Vorwürfe, da hier zum Einen ebenfalls genötigt, zum Anderen dann aber auch direkt ihre physische Unversehrtheit bis hin zum Überleben gefährdet wurde.Das Einzige, was ich QT hier zu Gute halten kann ist, dass ich ihm abnehme tatsächlich gedacht zu haben, der Wagen sei sicher.
    • ChiliPalmer
      Uma Thurman ist nach Kill Bill praktisch untergetaucht... Warum also immer noch die Treue zu Hollywood...
    • ChiliPalmer
      Das Megakrasse ist ja, dass der Hirni sie zu einem Stunt animiert bei dem man das Gesicht noch nicht mal sieht... Das mit dem Rückspiegel hätte man sicher mit Effekten hinbekommen, oh mann...Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille, kann mir iwie nicht vorstellen, dass man einen Schauspieler zu so etwas zwingen kann... Vllt war sie übermütig und QT hat es riskiert... Schwer zu sagen... Das Miramax, das ganze nicht herausgerückt hat, spricht aber nicht dafür, dass sie genötigt wurde... Es wäre so oder so keine gute Publicity...
    • Silvio B.
      Was hätte sie denn daran gehindert den Mund auszumachen? Angenommen sie hätte in Hollywood keine Rollen mehr bekommen, dann wäre sie eben in die Independetbereich gewechselt. Wo ist das Problem?Nein, schön die Kohle und den Ruhm mitnehmen. Meiner Meinung nach ist das Prostitution.
    • TarantinosGewissen
      Im Grunde genommen hat er das im übertragenen Sinne, wenn das was im Text drinsteht stimmt. Außerdem verstehe ich beim besten Willen nicht, wieso er sich bei dieser Szene quer gestellt hat, ein Double einzusetzen, ist ja nicht so, dass man ihr Gesicht sieht, nur das wallende Haar von hinten, schließlich hatte er ja mit Zoe Bell ein Double, das ihr auch tatsächlich ähnlich sieht....? Das war nach meinem Verständnis ganz klar ein Schuß vor den Bug als Warnung...
    • Jimmy V.
      Mag ja sein, dass die ihre Macht auskosten können. Aber es ist doch noch ein Unterschied, ob ich Jahre nach dem Film (!) Arm in Arm mit Quentin Tarantino irgendwo posiere, oder mich zumindest auf etwas Distanz halte. Das ist ja mehr als das Muss gewesen.Anderes Beispiel: Gwyneth Paltrow. Die hat damals auf Preisverleihungen für ihren Harvey geschwärmt, dass man wirklich glauben konnte, die mag den. Gut, sie ist Schauspielerin. Eben deshalb aber hätte so etwas doch nicht sein müssen. Da hätte auch ein Danke, Harvey gereicht. Meine ich jetzt mal einfach so. Oder ist das naiv?
    • Gravur51
      Übel. Aber Tarantino hat ihr sicher keine Waffe an den Kopf gedrückt und sie gezwungen.
    • Klaus S aus S
      Alles nur Ganoven in der Filmbranche
    • Friedenswächter
      Bis das alles voriges Jahr losging gehörten doch Weinstein und Tarantino (der immer noch) zum Maß aller Dinge in Hollywood. Wer wollte da den Mund auf machen wenn sie/er etwas bleiben/werden wollte. Haben denn Beziehungsgerüchte in Hollywood immer was mit echten Beziehungen zu tun oder gibts da nicht auch Karriere fördernde Beziehungen. Was ich sagen will, was man in Hollywood öffentlich zu sehen und in Gerüchten zu hören bekommt wird in den wenigsten Fällen das wahre Leben sein.
    • Friedenswächter
      Krass ist das falsche Wort, ein Regisseur der seine Hauptdarschellerin/Hauptdarsteller zu sowas zwingt hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Selbst wenn sie sich das zutraun würde wäre das doch auch versicherungstechnisch ein No-Go. Kein Gurt, keine Kopfstütze, das Schwert hätte sie sich in den Körper rammen können und nicht auszudenken die Karre würde sich überschlagen. Das einzig Positive niemand kann die Wahrheitsfrage nach dem Video diskutieren.
    • Deli1970
      Ich bin auch verwirrt, weiss nicht wer da verlogener/schlimmer ist.
    • Da HouseCat
      ja, das ist wahr und klingt jetzt hart, aber was hat sie danach noch gerissen? kann/ist ebend ein ekliges geschäft.
    • Jimmy V.
      Die Story ist in der Tat krass. Was ich allerdings nicht ganz verstehe: Warum ist Uma Thurman denn weiterhin mit Tarantino befreundet und zeigt sich Jahre später immer noch an seiner Seite? Es gab ja sogar Beziehungsgerüchte, lange nach Kill Bill. Das ist noch einmal etwas Anderes als nur einige Zeit mit seiner Aussage zu warten.
    • Dagobert
      Krass! Dieser Schweinehund!
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