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    In "Star Wars 9" könnte er wieder dabei sein: Was macht eigentlich Billy Dee Williams?
    Von Robert Laubenthal — 19.06.2018 um 19:00
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    In dieser Specialreihe begeben wir uns auf Spurensuche und finden für euch heraus, was aus früheren Schauspielstars wurde, um die es in der Zwischenzeit leiser geworden ist.

    Lucasfilm / Disney

    Der charismatische Billy Dee Williams verkörperte 1980 in „Das Imperium schlägt zurück” Han Solos Kumpel und Schmugglerkollegen Lando Calrissian und spielte sich sofort auch in die Herzen der „Star Wars“-Fangemeinde. Auch im Trilogie-Abschluss „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ drei Jahre später war Williams mit dabei und festigte damit seine Popularität.

    Zuletzt berichteten wir über Gerüchte, Williams könnte im kommenden Sternenkriegabenteuer „Star Wars 9“ nach über 35 Jahren Pause wieder mit Haut und Haaren in seine Paraderolle schlüpfen (Kinostart ist der 19. Dezember 2019). Diese Meldung nehmen wir zum Anlass, einmal auf die Karriere des Darstellers zurückzublicken und zu schildern, wie es nach dem „Star Wars“-Welterfolg eigentlich weiterging für den mittlerweile 81-jährigen Darsteller.

    Warner Bros.
    Williams als Harvey Dent in "Batman"

    Erste Bekanntheit erlangte Billy Dee Williams in den 1960er Jahren, als er unter anderem eine erfolgreiche Schallplatte mit Swingstandards herausbrachte, in den 70ern hatte er dann Hauptrollen in den Motown-Produktionen „Lady Sings The Blues“ (nominiert für fünf Oscars) und „Mahagoni“ – jeweils neben Diana Ross. 1981, also nach „Episode V“ und vor „Episode VI“, war Williams als Sidekick von Sylvester Stallone im Thriller „Nachtfalken“ (3,5 von 5 Sternen auf FILMSTARTS) zu sehen. Nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ hatte er dann zwar regelmäßig Engagements, aber bis heute konnte der einst von Sidney Poitier, dem ersten schwarzen Oscargewinner als Bester Hauptdarsteller, ausgebildete Williams nicht an seinen bisher größten Erfolg anknüpfen.

    Sein auffälligstes Engagement im weiteren Verlauf der Achtziger war eine wiederkehrende Rolle in der fünften Staffel der Edel-Seifenoper „Der Denver Clan“ (1984/85). Erst am Ende des Jahrzehnts ergatterte Williams wieder eine bedeutendere Rolle: In Tim Burtons „Batman“ spielte er den Staatsanwalt Harvey Dent und war dann auch für den Nachfolger „Batmans Rückkehr“ drei Jahre später vorgesehen, doch die Rolle wurde gestrichen und stattdessen der von Christopher Walken verkörperte Bösewicht Max Shreck eingefügt. So konnte Willliams nie Dents Wandlung zu Two-Face spielen, lieh der Figur jedoch im 2017er „The Lego Batman Movie“ immerhin noch einmal (spät) seine Stimme.

    Rassismus in Hollywood?

    Im Interview mit dem Magazin Backstage machte Williams 2001 seine Hautfarbe für den wechselnden Erfolg in Hollywood verantwortlich: „Das Frustrierende für mich war, dass ich wegen meiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe nie regelmäßig gute Rollen bekommen habe. Es sind mir viele wunderbare Dinge passiert, aber es fehlte die Kontinuität.“ Und so folgten auch in den 1990er Jahren für Billy Dee Williams erneut hauptsächlich TV-Filme und Produktionen fürs Heimkino. Hierzu sagte er im bereits erwähnten Interview: „Ich gehe hin und mache meinen Job, dann streiche ich mein Geld ein, geh nach Hause und mach das nächste Ding. Das ist meine Einstellung.“

    Mehr Erfolg seit der Jahrtausendwende

    Ab 2002 war der drei Mal verheiratete Vater zweier Kinder dann auch wieder im „Star Wars“-Kosmos beschäftigt – bis zum heutigen Tag allerdings lediglich als Sprecher. So lieh er im PC-Spiel „Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast“ erstmals wieder „seiner“ Figur Lando die Stimme, was er in zwei im Jahr 2015 ausgestrahlten Episoden der animierten Serie „Star Wars Rebels“ wiederholte. Dazu kamen weitere Sprechrollen in „Star Wars“-Spielen sowie im „The LEGO Movie“ aus dem Jahr 2014, in dem Williams die Figur auch noch einmal sprach.

    20th Century Fox
    Mit Topher Grace und Laura Prepon in "Die Wilden Siebziger!"

    Zudem war Williams seit der Jahrtausendwende in kleinen Gastrollen in populären TV-Serien zu sehen, so trat er etwa in der 5. Staffel der Hit-Comedy-Serie „Scrubs - Die Anfänger“ als er selbst auf, und wird von der Figur „Turk“ (Donald Faison) liebevoll umarmt, die ihn dabei Lando nennt. Des Weiteren trat Williams als Pastor Dan in einer Folge der Sitcom „Die Wilden Siebziger!“ mit Ashton Kutcher und Mila Kunis auf.

    "Star Wars 9"-Spekulationen

    Und nun könnte wie erwähnt noch einmal „Star Wars“ folgen. Wie wir berichteten, hat Billy Dee Williams angeblich seine Ernährung umgestellt und soll drei Mal die Woche trainieren – ein ähnliches Programm, wie es Mark Hamill und Carrie Fisher vor ihrer Rückkehr befolgten. Allerdings ist der 1937 geborene Billy Dee Williams noch einmal deutlich älter als die anderen für die neue Trilogie zurückgekehrten Stars. Am nächsten kommt ihm noch Harrison Ford, der 1942 das Licht der Welt erblickte. Ob Williams die physische Herausforderung eines möglichen erneuten „Star Wars“-Auftritts bewältigen kann, bleibt abzuwarten.

    Seinem Nachfolger Donald Glover, der die Figur Lando erst kürzlich in „Solo: A Star Wars Story“ verkörperte, gab Williams übrigens nur einen einzigen, aber dafür unschlagbaren Tipp: „Sei einfach charmant!“

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    Kommentare
    • TresChic
      Eher enormer Segen, denn somit hat einer wie er wenigstens von der Schauspielerei leben können. Dem fehlt alles zum leading man. Genauso wie Hamill. Die hatten ihre Zeit in einem genialen Franchise und das wars. Danach wieder ab ins TV. Von einer Präsenz wie sie Ford schon damals verkörperte, konnten die nur träumen. Entweder man hat 'es' oder man hat 'es' nicht ;)
    • Schneehenry
      Ja bei den Karate Tiger Filmen war mir das bewusst. Weiß der Geier wieso der deutsche Verleih aus Filmen, welche rein gar nichts miteinander zu tun haben aber im selben Genre angesiedelt sind, ein Franchise bei uns machen wollten. Die haben sich anscheinend nicht die geringsten Gedanken darüber gemacht, wie die Filme chronologisch aufgebaut werden. Karate Tiger 1 heißt im Original No Surrender, No Retreat. Karate Tiger 3 heißt The Kickboxer (auch mit Van Damme, hat aber nichts mit Karate Tiger 1 zu tun). Karate Tiger 4 heißt The Best Of The Best. Dieser bekam wiederum einen Nachfolger The Best Of The Best 2. Der heißt aber in Deutschland etwa nicht Karate Tiger 5, da dieser Titel schon von dem Kickboxer Nachfolger vergeben war, welcher zwischen den beiden The Best Of The Best Filmen gedreht wurde. Da fragt man sich schon, wie die damit einfach so durchgekommen sind...
    • Darklight ..
      Vielleicht hat sie nicht genug getrunken?!! Nicolas Cage hat doch fürs Saufen nen OSCAR bekommen...!Oder war es für gutes Schauspiel?! Ich verwechsel das immer...Prost! 😅
    • Rockatansky
      Dieses Phänomen gab es in diesem Genre früher ja öfter. So wurden z.B. unter dem Namen „Karate Tiger“' im deutschsprachigen Raum auch weitere Filme veröffentlicht, die zum Teil gar keine wirklichen Fortsetzungen waren.
    • greek freak
      Nicht zu vergessen Carrie Fisher,die nicht nur wegen der Hautfarbe sondern auch wegen ihres Geschlechts diskriminiert wurde(eventuelle Drogen und Alkohol-Eskapaden spielten natürlich keine Rolle).
    • Schneehenry
      Dieses krasse Kindheitstrauma hatte ich auch! Und ich habe immer gedacht, ich wäre der Einzige. Bei Action Jackson 2 war ich als Kind maximal verwirrt!Bei IMDB seh ich gerade, dass Action Jackson 2 nur der deutsche Titel ist. Der Film ist gar nicht der Nachfolger von Action Jackson. Weathers spielt darin ne völlig andere Figur in nem völlig anderen Film. Das ist wohl das nächste Trauma.
    • Simon Missbach
      Wie hier schon geschrieben wurde, dürfte die Hautfarbe wohl eher eine Art Ausrede sein. Es gibt soviele tolle und vor allem auch erfolgreiche schwarze Schauspieler, damals wie heute. Ist also doch eher fragwürdig, die Aussage.
    • Rockatansky
      Hab Billy Dee Williams früher immer mit Carl Weathers verwechselt. Bzw. dachte das wäre ein und die selbe Person, bis meine Mama mir sagte, dass der Typ der grade von Rocky vermöbelt wird, nicht Lando Calrissian ist. Puh...
    • Darklight ..
      😂🤣Richtig analysiert!Harrison Ford hatte nämlich nurrr Glück mit seinen dunklen Haaren...!!!
    • WhiteNightFalcon
      DER war gut. 😂 Aber der Grund dürften eher die Haare gewesen sein. Gegen 80er Blondinen wie Kim Basinger, Heather Locklear, Heather Thomas, Michelle Pfeiffer etc kam er halt nicht an. 😉
    • WhiteNightFalcon
      Jamie Foxx hat ja auch schon diverse Erfolgsjahre, Wesley Snipes wäre wohl auch noch gut dabei, hätte er nicht in den Knast gemusst. Sam Jackson mischt auch seit gut 25 Jahren oben mit.
    • Darklight ..
      Wie kannst Du nur sowas Schreiben?!Auch Mark Hamill wurde nach STAR WARS Mitte der 80er massiv aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert und bekam keine Rollen mehr...
    • Deliah C. Darhk
      Des Weiteren trat Williams als Pastor Dan in einer Folge der Sitcom „Die Wilden Siebziger!“ mit Ashton Kutcher und Mila Kunis auf.Allerdings hatte er weder mit Mila noch mit Ashton (von der Massenszene in der Kirche abgesehen) eine gemeinsame Szene, sondern - wie auch das Bild zeigt - lediglich mit Topher Grace und Laura Prepon, und noch mit Debra Jo Rupp, wenn ich mich richtig erinnere.
    • greek freak
      „Das Frustrierende für mich war, dass ich wegen meiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe nie regelmäßig gute Rollen bekommen habe. Es sind mir viele wunderbare Dinge passiert, aber es fehlte die Kontinuität.“Mein lieber Billy,das hat nix mit der Hautfarbe zu tun,sondern eher damit das dein Agent unfähig war oder vielleicht mit dem Talent.Denzel Washington is auch schwarz und seit über 35 Jahren gut im Geschäft(diverse Filmpreise inklusive) und Eddie Murphy war der erfolgreichste Komiker in den 80ern, nur um 2 Beispiele zu nennen.
    • Sentenza93
      Auch wieder wer, für den Star Wars wohl teilweise mehr Fluch als Segen war.
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