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Der volle Titel zum Harley-Quinn-Solofilm "Birds Of Prey" ist pure Provokation
Von Regina Singer — 21.11.2018 um 13:15
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Der komplette Titel zum „Suicide Squad“-Spin-off ist nicht nur eine Anspielung auf das Meisterwerk „Birdman“, sondern provoziert gleichzeitig mit dem starken Wörtchen „Emanzipation“.

Warner Bros
Nun ist der komplette Titel des DC-Frauenpowerfilms „Birds Of Prey“ raus. Wir hielten ihn zuerst für einen Scherz, aber wie The Hollywood Reporter bestätigt, ist „The Fantabulous Emancipation Of One Harley Quinn” (zu Deutsch etwa: „Die fantastulose Emanzipation einer gewissen Harley Quinn“) tatsächlich der richtige Titelzusatz des Werks von Cathy Yan. Hauptdarstellerin Margot Robbie verriet ihn via Instagram:

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„Birds Of Prey: The Fantabulous Emancipation Of One Harley Quinn” erinnert vom Namen her stark an die schwarze Komödie „Birdman (Or The Unexpected Virtue of Ignorance)” (in Deutschland erschienen als „Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“) in dem Michael Keaton den gefallenen Schauspieler Riggan Thomson verkörpert, der einst für seine Darstellung des Comic-Helden Birdman gefeiert wurde, dessen Zeiten als Berühmtheit nun aber vorbei sind. Der Film, für uns ein Meisterwerk, wird von Regisseur Alejandro González Iñárritu mit Kritik am Hollywood-Betrieb förmlich überflutet. In Yans Film könnte uns durchaus dieselbe Provokation erwarten. Diese trägt er schließlich mit dem bedeutenden Wörtchen „Emanzipation“ bereits im Titel.

Die FILMSTARTS-Kritik zu "Birdman"

Das böse Wort Feminismus

Wer Emanzipation hört, der denkt wohl heutzutage gleichzeitig an Feminismus. Und Feminismus per se verkauft sich nicht gut. Starke Frauen in Filmen, die für sich alleine stehen sind eher eine Seltenheit – das aber auch noch in einem Blockbuster-Titel zu zelebrieren? Das trauen sich die Macher von „Birds Of Prey“ und zeigen damit, dass sie machen, was sie wollen. Sie nehmen die liebeskranke, aufreizende und übersexualisierte Figur aus „Suicide Squad“ und machen aus ihr wohl erstmals (endlich) eine emanzipierte Frau.

Zur Erinnerung, die Hintergrundgeschichte von Harley Quinn: Sie ist verzweifelt in den Joker verliebt, der sie physisch und psychisch missbraucht und manipuliert. Das scheint in „Birds Of Prey“ nun ein Ende zu haben. Zuletzt machten sogar Gerüchte die Runde, dass der Joker (Jared Leto), der ungesunde Liebhaber von Quinn, wohl nicht einmal in dem Spin-off von „Suicide Squad“ auftauchen wird. Der neue Titel erweckt zumindest noch stärker den Eindruck, dass der verrückte Mann mit dem weißen Gesicht nur noch eine kleine oder sogar gar keine Rolle in Quinns Universum mehr spielen wird.

Darum geht es in "Birds Of Prey"

Wir wissen noch nicht allzu viel, aber doch genug, um uns ein Bild machen zu können: Harley Quinn (Margot Robbie), Huntress (Mary Elizabeth Winstead), Black Canary (Jurnee Smollett-Bell) und Renee Montoya (Rosie Perez) schließen sich zusammen, um die junge Cassandra (Ella Jay Basco) aus den Fängen von Black Mask (Ewan McGregor) zu befreien. Vermutlich müssen sie das Mädchen darüber hinaus beschützen, da sie wohl einen Diamanten besitzt, welcher dem Schurken gehört…

Mit Margot Robbie, Mary Elizabeth Winstead, Jurnee Smollett-Bell und Rosie Perez bietet die Besetzung von „Birds Of Prey“ schon einmal gewaltige Frauenpower, gerüchteweise soll auch die komplette Crew weiblich sein. Hinzu kommt nun der Mut der Macher (oder die Scheißegal-Einstellung?), auf einen Arthouse-Film anzuspielen, der Hollywood auf die Schippe nimmt und vermutlich will man auch noch feministisch sein. Überraschend provokant für einen Studiofilm dieser Größe. Wir sind gespannt, ob der Titel hält, was er für uns verspricht.

„Birds Of Prey: The Fantabulous Emancipation Of One Harley Quinn” läuft in den USA am 7. Februar 2020 an und wird vermutlich auch in Deutschland um diesen Zeitraum herum erscheinen.

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