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    So konkret wie lange nicht: Dann sollen die Dreharbeiten zu "The Batman" endlich beginnen
    Von Julius Vietzen — 07.01.2019 um 16:20
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    So langsam nimmt „The Batman“ Form an: Ein Drehbuch liegt bereits vor und wird weiter verfeinert und zudem gibt es nun endlich den ersten Bericht über den Drehstarttermin aus einer verlässlichen Quelle: Im November 2019 soll es losgehen.

    Warner Bros.

    Bereits seit August 2012, also nur einen Monat nach Kinostart von „The Dark Knight Rises“ berichteten wir über einen neuen Batman-Solofilm. Seitdem wurde „The Batman“, wie der Film zwischenzeitlich getauft wurde, immer wieder verschoben, immer wieder gab es neue Gerüchte über Drehstart- und Kinostarttermin. Ben Affleck übernahm erst die Regie, schmiss dann wieder hin und wird nach aktuellem Stand offenbar auch nicht mehr vor der Kamera als Bruce Wayne oder Batman zu sehen sein.

    Doch was lange währt, wird endlich gut: Unter der Regie von Matt Reeves, der auch das Drehbuch schreibt, nimmt „The Batman“ nun langsam Form an – wenn auch womöglich nicht die Form, die sich Affleck-Fans womöglich wünschen. Ein erster Drehbuchentwurf stieß im September 2018 offenbar auf begeisterte Reaktionen bei Warner und seitdem tüftelt Reeves weiterhin fleißig am Skript. Das bestätigte nun auch Insider Borys Kit in einem Newsletter des renommierten und äußerst verlässlichen Branchenmagazin The Hollywood Reporter.

    Drehstart November 2019 – jetzt endgültig?

    Und nachdem es zuletzt hieß, die Dreharbeiten würden womöglich im Sommer 2019 beginnen, verriet Kit, dass Warner laut seinen Quellen im November 2019 mit den Dreharbeiten beginnen wolle. Dabei ist noch einmal wichtig zu betonen: Auch andere Insider wie Umberto Gonzalez oder Mario-Francisco Robles sind gut vernetzt und haben ihre Quellen, aber der Hollywood Reporter genießt zu Recht noch einmal ein ganz anderes Ansehen. Auch wenn sich natürlich noch einmal alles ändern kann (das hat die lange, problembeladene Historie von „The Batman“ gezeigt), gehen wir nun also davon aus, dass „The Batman“ im November 2019 tatsächlich endlich gedreht wird.

    Erste Casting-News in Kürze

    Sollte es tatsächlich bei diesem Termin bleiben, wird es auch bald die ersten Casting-Aufrufe und die ersten verpflichteten Darsteller geben, denn bis zum November 2019 müssen dann natürlich alle Vorbereitungen abgeschlossen sein. Das heißt zum einen, dass wir bald mit Sicherheit wissen werden, ob es in „The Batman“ um einen jungen Dunklen Ritter geht, und wenn ja, wer Ben Afflecks Nachfolger in der Rolle wird.

    Unklar ist hingegen noch, wann „The Batman“ in die Kinos kommt, selbst wenn es beim Drehbeginn im November bleibt. Zwar vergeht bei Filmen dieser Größenordnung zwischen Dreharbeiten und Kinostart im Schnitt ein Jahr, doch soll „The Batman“ angeblich erst 2021 starten. Vielleicht nimmt sich Warner aber auch ein Beispiel an „Aquaman“, der mit einem Starttermin im Dezember hervorragend läuft, und bringt „The Batman“ doch noch 2020, obwohl dort mit „Birds Of Prey“ (Februar) und „Wonder Woman 2“ (Juni) bereits zwei DC-Filme anlaufen.

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Weiß ich. Wollte Dir das trotzdem schreiben. :)
    • Bruce Wayne
      Das Problem beim Titans-Finale ist die fehlende Konsequenz. Wenn wir schon die ganze Staffel damit verbingen, eine Art Charakterwandel bei ihm zu sehen (er hat ja sogar die Robin-Identität aufgegeben), dann wäre es einfach passend die Wahnvorstellung damit ausgehen zu lassen, dass er sich aus dem Bann befreit und sich für die gute Seite entscheidet. Es wäre mMn die logische Konsequenz gewesen. Aber evtll. verfolgen die Macher da eine Art komplexen Masterplan. Wer weiß das schon. Infinity War hat sich mMn schon stark von den restlichen MCU-Beiträgen unterschieden. Mich hat es einfahc froh gemacht, dass sie einen guten Antagonisten etabliert und alle Figuren ihre nötige Screentime verschafft haben.
    • HalJordan
      Offensichtlich haben wir eine unterschiedliche Vorstellung von Konsequenz. Sei´s drum.Achso, das war nicht auf den Cliffhanger bezogen, sondern auf das Ende als solches. Dann will ich nichts gesagt haben, dass du dieses als F*ck You empfindest. Naja, ganz so einfach ist das nicht. Zum Einen handelt es sich hier um eine Wahnvorstellung. Batman tötet also nicht wirklich den Joker. Zum Anderen beweist es Dick doch nicht so kaputt zu sein, wie er das von anderen eingetrichtert bekommen hat. Außerdem können wir aktuell nur mutmaßen, wie genau es mit seiner Figur weitergehen wird.Willkürlich sind nicht die drei Kämpfe, sondern die Art und Weise, wie das Ganze letztendlich verpackt wurde. Ich muss mir den Film noch einmal anschauen. Im Detail kann ich mich nicht mehr an jede einzelne Szene erinnern. Dafür weiß ich jedoch, wie enttäuscht ich im Anschluss an den Kinobesuch war. In der Tat hatte ich mir etwas Anderes erhofft. Wenn ein (FIlm-)Universum über so lange Zeit aufgebaut wird, wünscht man sich den Pay-Off, der alles zuvor dagewesene in den Schatten stellt. Dieser blieb für meine Begriffe einfach aus.
    • Bruce Wayne
      Unbefriedigend oder nicht, letztlich dennoch konsequent. Ich habe am Titans Finale nicht die Tatsache kritisiert, dass die Serie auf einem Cliffhanger endet. Ich fand lediglich die Begründung dämlich. Es passt erstens nicht zu Dicks Charakter, und ich war davon überzeugt, dass er sich inzwischen weiter entwickelt hätte. Wenn er sich am Ende dagegen entschieden hätte, Bats umzubringen, dann wäre ich voll dabei gewesen. Denn all die Entwicklungen die er inzwischen durchgemacht hat, hätten dadurch ein gutes Pay-Off erhalten. Stattdessen hat er sich anscheinend überhaupt nicht verändert. Was ich einfach als F*ck You der Macher empfinde. Warum die ganze Screentime mit Dick, wenn sie überhaupt nichts bewirkt hat? Einfach schade. Wir bekommen 3 Kämpfe an 3 Fronten. Den emotioanlen Kampf Thors (welche seinen Charakter entwickelt), den sprichwörtlichen Kampf gegen Thanos mit den Guardians, Iron Man und Co. und die Schlacht bei Wakanda, welche eigentlich viel mehr wie eine Verfolgungsjagd wirkt, denn das Ziel ist es eigentlich Visions Seelenstein zu zerstören. Der Kampf gegen Thanos hat direkte Auswirkungen auf die Schlacht in Wakanda und Thors emotionale Reise, sowie das Schmieden von Stormbreaker, ist eigentlich der Plot welcher über allem Anderen steht, da es die einzige Methode ist Thanos wirklich den gar auszumachen. 3 Subplots, allesamt zeitlich und vom Kontext her in Verbindung stehend. Ich weiß nicht, was daran willkürlich ist. James Gunn hat zwar ein paar Lines mitgeliefert, aber dennoch war er nicht komplett für ihr Porträt im Film verantwortlich. Deshalb dennoch ein Lob an die Russos dafür. Evtll. lagen deine Erwartungen zu hoch bzw. woanders. Ich kanns verstehen, wenn man sich etwas Anderes erhofft hatte. Etwas, nun ja, Gewagtes. Aber für MCU-Verhältnisse war Infinity War mMn fast perfekt.
    • HalJordan
      Das wäre aber ein extrem unbefriedigendes Ende, wenn ich nun aufhören würde MCU-Film weiterzuschauen. ;-)Ich verstehe deine Argumentation, dass ein Ende den eigentlichen Film nicht durch eine Fortsetzung schmälern kann, dennoch setzt du in meinen Augen unterschiedliche Maßstäbe an. Hier findest du das Ende in Ordnung. Bei Titans schreibst du von einem F*** you an die Zuschauer. Was soll hier anders sein? Und komme jetzt bitte nicht mit das ist ´ne Serie. ;-)Selbstverständlich kann sich ein Superhelden-Film nicht ganz allein um eine Person scheren. Dennoch erwarte ich eine SINNVOLLE Implementierung in den Hauptstory-Arc und kein wahlloses Hin- und Hergespringe. Im Idealfall fügen sich die kleinen Subplots organisch zu einem großen Ganzen zusammen. Hier wirkte es wie ein wahlloses Durcheinander.Verstehe mich nicht falsch. Ich habe einen großen Respekt vor dem Team, das sich für die Visiual Effects verantwortlich zeigte. Dasselbe gilt für das Stunt- und Choreographie-Team. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass der Großteil des Dargebotenen mich völlig kalt ließ. Weder auf der emotionalen Ebene, noch auf der Fun-Ebene konnte der Film bei mir punkten.Zum Thema Guardians of the Galaxy. Dir ist schon bekannt, dass James Gunn ebenfalls mitgewirkt hat. Bei verschiendenen Szenen seiner Figuren war er als Berater vor Ort und hat dem Team nützliche Tipps gegeben.In Vorbereitung auf Endgame werde ich mir den Infinity War auch im Heimkino anschauen. Ich glaube jedoch nicht, dass mir der Film beim erneuten Ansehen besser gefallen wird.
    • HalJordan
      JL - Tower of Babel ist eine meiner liebsten Batman-Darstellungen innerhalb der Justice League. Tolle Graphic Novel.
    • Josef H.
      Ich finde Ben Affleck hatte keine Chance seinem Batman ausdruck zu verleihen, zumal zum einen, ein richtiger Gegner fehlte, zum anderen, weil, die Story einfach zu überladen war! Wie soll er ach denn bitte gegen doomsday oder superman beweisen und dabei den zdschsuer beeindrucken ? Her fehlte ein Joker, deathstroke, Jason Todd, Pinguin oder Bane.
    • Bruce Wayne
      Er gewinnt den Kampf um den sich der gesamte Film dreht! Du könntest nach Infinity War aufhören MCU-Filme weiterzuschauen, und du würdest unter der Imression weiterleben, er hätte den definitiven Sieg ergattert. Ein Film kann nicht in Retrospektive durch einen anderen Teil zerstört werden. Ich bleibe bei dieser Regel. Damals bei unserer Wonder Woman-Diskussion habe ich diesen Punkt auch anerkannt, und jetzt tue ich es weiterhin. Oscar-Sprüche sind übertrieben, klar. Aber das sind sie bei den meisten Filmen, wenn du mich fragst. Das hin- und herspringen zwischen den verschiedenen Subplots zeigt jetzt was genau? Warum sollte das zeigen, dass man wenig Wert man auf das Storytelling gelegt hat? Dir ist schon klar, dass ein Film nicht bloß einem Charakter folgen muss, oder? Gerade im MCU ist es nichts Neues, mehreren Figuren zu folgen. Bsp. in Civil War oder Avengers. Das ist von überhaupt keiner Relevanz. Wenn du wenigstens erklären würdest, warum du besagtes hin- und herspringenschlecht fandest, dann könnte dieser Punkt evtll. ebenfalls in unsere Diskussion aufgenommen werden. Actionszenen mit CGI-Figuren gab es bereits zur Genüge. - komm schon, damit machst du es dir zu einfach. Infinity War ist weit mehr als das. Es dauert teilweise Wochen, Kampfszenen zu choreographieren, welche jedem Charakter genügend Screentime verschaffen und ihre Figur ausreichend vorstellen. Star Lord ist improvisierend, man merkt es allein schon an der Wahl seiner Waffen während des Kampfes. Iron Man ist mehr oder weniger der Tank, und versucht Thanos größtenteils abzulenken bzw. seine Attacken auf sich zu ziehen. Spidey ist vor allem damit beschäftigt seine Kampfgefährten vor potenziell tödlichen Attacken zu schützen. Das sind kleine Details, die allesamt einen runden Kampf ergeben. Vergleiche das mal mit Justice League. 3 Kämpfer die Steppenwolf auf die Fresse geben, Einer der nur Zivilisten rettet und Bats der rumsteht und nutzlose Para-Dämonen abknallt. Keinerlei Managament bzgl. einer Zuschaustellung der Kampfgewalt der League. Und gerade in Infinity War ist den Machern die Action sehr gut gelungen. Von den stilistischen Besonderheiten gar nicht erst anzufangen. Das ist für mich sehr viel wert. Generell hat man jedem Charakter genügend zu tun gegeben. Besonders überrascht hat mich dabei das sinnvolle Einsetzen der Guardians of the Galaxy. Wer hätte gedacht, dass die Russos so gut den Stil von James Gunn imitieren können. Infinity War ist nicht mehr als ein Superhelden-Abenteuer, sondern die absolute Perfektion eines Superhelden-Abenteuers. Der Film funktioniert nur auf dieser Ebene, ist aber dennoch grandios in dieser Art und Weise. Das ist ähnlich wie mit Die Hard oder eben Mad Max: Fury Road. Großartige ACTIONfilme. Als Filme an sich? Solide, evtll. auch gut, aber kein Meisterwerk.
    • HalJordan
      Eben nicht! Er gewinnt für den Augenblick. Das ist genauso lame, wie damals mit Rhody. Konsequent wäre es gewesen, wenn er bei Civil War gestorben wäre. Dann wäre das Tischtuch zwischen Steve und Tony vollständig zerschnitten gewesen.Gut und gerne erinnere ich mich noch an die Oscar-Sprüche. So viel zum Thema, der Film wollte nie mehr sein als ein gut-inszenierter Fanservice. Der Infinity War fühlte sich für mich wie eine Aneinanderreihung von (Action-)Szenen an. Alleine das hin- und herspringen zwischen den Protagonisten zeigt, wie wenig Wert man auf das Storytelling gelegt hat.Nö, ich habe überhaupt nichts ignoriert, was du in Bezug auf die Actionszenen geschrieben hast. Wie mehrfach bereits erwähnt, sind diese eben nichts besonders. Actionszenen mit CGI-Figuren gab es bereits zur Genüge. Darüberhinaus hat der Film nicht eine erinnerungswürdige Actionsequenz in petto. Mad Max - Fury Road ist gespickt mit solchen Szenen.Ein Unikat kann ich hier nur aus einer Sicht erkennen. Der Film ist ein Zusammentreffen von Superhelden, die über die letzten 10 Jahre - mehr oder weniger gescheit - aufgebaut wurden. Das alleine ist schon mehr als beachtlich.Logan habe ich nicht ohne Grund ins Spiel gebracht. Der Film fühlt sich durch den Mix der Genres tatsächlich so an, als wäre es mehr als nur ein Superhelden-Abenteuer. Welcher Film kann das seit The Dark Knight schon von sich behaupten?
    • HalJordan
      Mein Post war eigentlich an Bruce Wayne gedacht. ;-) Kommt dir diese Antwort bekannt vor? ;-D
    • Sentenza93
      Komplett (!) Neues mit Logan? Nunja. Ein A-nach-B-Plot, nur eben mal in einer Comicverfilmung. Einen Innovationspreis gewinnt der auch nicht. :DAuch wenn er mir gut gefiel. :)
    • Bruce Wayne
      Konsequent ist der Fakt, dass Thanos am Ende gewinnt. Und selbst wenn es nur für kurze Zeit ist. Denn er ist der Protagonist der Geschichte, und es macht da nur Sinn, ihn am Ende seine Aufgabe erfolgreich erfüllen zu lassen. Als Thor ihn mit der Axt traf, dachte ich schon Disney hätte einen Rückzieher gemacht. Glücklicherweise war das nicht der Fall. Avengers Infinity War hat ebenfalls nie behauptet, etwas Anderes als gut-inszenierter Fan-Service zu sein. Oder wie würdest du ein Aufeinandertreffen der gesamten MCU-Figuren sonst nennen? Das da keine unheimlich komplexe Geschichte entsteht, war ja vorher bereits klar. Thanos bekommt genau so viel Backstory und Zeit zur Entwicklung wie nötig. Bis er eben legitim zu einem dreidimensionalen Charakter wird. Außerdem hast du all meine anderen Punkte (Kreation der Actionszenen bsp.) gepflegt ignoriert. Auch diese tragen zu meiner positiv gestimmten Meinung den Film betreffend bei. Der Film ist schlichtweg ein Unikat im Comicfilm-Genre. Und man konnte sich all die erzählerischen Freiheiten nur aufgrund der 10 Jahre Voraufbau leisten. Logan ist mit so etwas nicht vergleichbar, obwohl ich den Film ebenfalls sehr schätze. Beide sind auf ihre eigene Art und Weise besonders. Logan ist mir aufgrund des Genre-Wechsels sogar noch lieber. Aber das hat etwas mit persönlichen Präferenzen zu tun.
    • HalJordan
      Meine Filmauswahl in diesem Fall kam nicht von ungefährt. Ja, die Story von Mad Max - Fury Road passt ebenfalls auf einen Bierdeckel, allerdings gibt der Film auch nicht an mehr sein zu wollen, als ein schnörkeloser Action-Kracher. Im Gegenteil. Es ist schon bezeichnend für das heutige Action-Kino, wenn ein über 70-jähriger George Miller den Großteil der heutigen Jungspunde alt aussehen lässt.Offensichtlich haben wir beide einen komplett anderen Film gesehen. Ja, die Effekte vom Infinity War können sich sehen lassen. Das ist für mich jedoch kein Grund über die schwache Story und die dünne Hintergrundgeschichte von Thanos hinwegzusehen.Ich bitte dich. Was war denn an diesem Ende konseqeuent? Die einzige Konsequenz, die ich hier erkennen kann ist die, dass Disney weiterhin den Leuten das Geld aus der Tasche zieht. Etwas komplett Neues wurde mit Logan geschaffen. Wo du das hier erkennen magst, ist mir schleierhaft.
    • Bruce Wayne
      Die Story von T2 oder Mad Max: Fury Road passt eben so auf einen Bierdeckel. Der Unterschied zwischen cleveren und dummen Actionfilmen ist mehr oder weniger der Subtext (von technischer Qualität mal abgesehen). Wie weit kann ich die Welt und ihre Figuren ausbauen, ohne dafür extra Zeit zu verschwenden? Oder besser: Wie kann ich all das was ein gutes Skript ausmacht mit meiner Action verbinden? Und genau da haben Mad Max: Fury Road und T2 natürlich die Nase vorn. Allerdings muss Infinity War da auch gar nicht mithalten. Denn 10 Jahre Aufbau-Arbeit haben dafür gesorgt, dass im Finale einfach nur ein einziger Charakter sinnvoll ausgebaut werden muss - Thanos. Und genau dieser ist in jeder Hinsicht ein dreidimensionaler Charakter und sogar Protagonist des Filmes. Nicht nur erfüllt er alle drei Charakter-Dimensionen während des Filmes, nein, sogar Thor erfährt während der Handlung eine character arc. Denn nun wo er alles verloren hat, bekommen wir zum ersten Mal eine komplett neue Seite der Figur zu sehen. Davon abgesehen habe ich enormen Respekt vor den Actionsequenzen des Filmes. Jeder Kämpfer bekommt Gelegenheit zu Scheinen, besonders im Kampf auf Titan war das sehr beeindruckend. Die Effekte sind absolute Meisterklasse und jede der Figuren wird durch ihren Kampfstil selbst ausführlich porträtiert. So etwas können nicht viele Regisseure. Und das Ende ist natürlich auch eine Einzigartigkeit. Und konsequent noch dazu. Also ja, letztlich sehe ich in dem Film weitaus mehr als nur ein generischer Actionfilm. Ich sehe das Werk zweier Regisseure die sich ein Herz gefasst haben, und meinten Hey, wir versuchen hier mal etwas komplett Neues zu schaffen. Denn das ist Infinity War für das Superhelden-Genre. Nicht in allen Aspekten, aber in extrem vielen.
    • HalJordan
      Das könnte man von verschiedenen Sequels behaupten. Aber im Ernst, die Verantwortlichen hätten mal besser Thanos vernünftig vorgestellt. Mir war das deutlich zu wenig. Es gab eine einzige kurze Flashback-Szene. Seine Beweggründe waren nur zum Teil nachvollziehbar. Ich hätte es begrüßt, wenn man den Film tatsächlich komplett aus seiner Sicht gezeigt hätte. So wurde es teilweise auch verkauf. Leider gab es etliche Szenen, die völlig ohne den Titan ausgekommen sind. Wie an anderer Stelle bereits geschrieben, kann ich diesen Hype nicht nachvollziehen. Die Story des Films passte auf einen Bierdeckel. Wenn ich eine zweieinhalbstündige Materialschlacht sehen will, kann ich mir auch die Bay Transformers-Filme anschauen. Für 10 Jahre (!) Aufbauarbeit war mir das Ergebnis zu dürftig. Die Action war in Ordnung, allerdings bot der Film keine Szene, die noch in zig Jahren in Erinnerung bleiben wird. Ich wiederhole mich gerne. Ein Action-Meilenstein ala Terminator 2 oder Mad Max - Fury Road gab es nicht. Das Ende des Films fand ich ebenfalls nicht zufriedenstellend. Wir alle wissen wer bereits einen Vertrag für ein weiteres Soloabenteuer unterschrieben hat. Daher wird das Ganze auch wieder ungeschehen gemacht. Für mich gehört dieser Film zu den Blockbuster-Enttäuschungen des vergangenen Jahres.Ist ja schön und gut, aber mit deinen positiven Worten hast du bereits Lobeshymnen an die Russos und Miller verteilt. So viel dazu. ;-)
    • Bruce Wayne
      Infinity War ist mMn der bessere der beiden Filme. Und einziegartig noch dazu. Oder könntest du mir einen Blockbuster nennen, der komplett ohne Charaktereinführung auskommt, in dem er einfach vorraussetzt, dass man vorherige MCU-Werke bereits gesehen hat? So etwas passiert selten. Und der Antagonist wird als legitimer Protagonist der Story genutzt? Auch etwas komplett Neues im Comicfilm-Genre. Damit haben sie das Rad zwar nicht neu erfunden, aber sie haben tatsächlich extrem riskante Entscheidungen für ihre Filme getroffen. Tim Miller war vor Deadpool Regisseur bei Full-CGI Animationsfilmen/trailern. Der wusste wie viel man mit dem Budget erreichen kann, demnach lobe ich jetzt hauptsächlich ihn dafür. Und wie schon gesagt: Vom Hocker gehauen, hat mich bisher kein Affleck-Werk. Wenn's nach mir ginge, würde keiner der genannten Leute Lobeshymnen einfahren. Man muss ja nicht immer gleich übertreiben :D
    • HalJordan
      Miller vielleicht nur zum Teil, aber die Russos auf jeden Fall. Guck dir mal an, was viele User hier schreiben. Man könnte meinen, die Russos hätten das Blockbuster-Kino neu erfunden. Ja, Deadpool sieht wirklich gut aus, allerdings scharte Reynolds auch ein wirklich gutes Team um sich. Die VFX-Arbeit würde ich mehreren Leuten anrechnen.Streiche das Infinity War und nimm stattdessen den Winter Soldier, denn das ist klar der bessere Film. Die Russos sind gute Action-Regisseure, allerdings haben sie das Rad auch nicht neu erfunden. Keiner ihrer Regiearbeiten sticht so weit heraus, dass man von einem bahnbrechenden Werk reden kann. Da würde ich eher Christopher McQuarrie nennen, der mit den letzten beiden Mission Impossible-Filmen auch inhaltlich viel mehr zu bieten hatte. Und wenn es um die reine Action geht, führt kein Weg an Mad Max: Fury Road vorbei.Genau deshalb verdient Ben Affleck auch die Lobeshymnen. Er führt nicht nur Regie, er schreibt auch die Drehbücher und steht als Darsteller vor der Kamera. Und diese Mammutaufgaben erfüllt er meistens mit Bravour.
    • Bruce Wayne
      Ich finde gerade da passt er rein, weil er nun mal der Stratege des Teams ist. Supes mag das öffentliche Gesicht der League sein, aber Bats leitet das Team. Davon abgesehen ist er der Einzige aus dem Team der tatsächlich bereit ist, Grenzen zu überschreiten. In JL: Tower of Babel stellt sich heraus, dass Bats über jedes Mitglied der League Akten führt, u.A. mit aufgelisteten Wegen sie allesamt zu besiegen. Nicht weil er der League misstrauen würde, sondern einfach weil er auf jeden Fall vorbereitet ist. Demnach hat er auch seine eigenen Schwächen aufgelistet. Zu solchen extremen Maßnahmen wäre einfach nur Bats bereit. Der JL-Film stellt ihn leider als unnützen Klotz am Bein dar. Ist er in den Comics aber ganz und gar nicht.
    • Bruce Wayne
      Wusste nicht, dass die Russos und Miller derartig abgefeiert werden. Wahrscheinlich liegt es aber daran, dass sie tatsächlich Bahnbrechendes geleistet haben. Deadpool ist jetzt nicht das Gelbe vom Ei, aber mit 50 Mio. Dollar derartig solide VFX-Arbeit zu vollbringen, ist durchaus lobenswert. Und Infinity War und Civil War sind zwei Prime Examples für tolle Action-Regie, ohne den inhaltlichen Teil zu vernachlässigen. Dennoch würde ich alle 3 nicht als gestandene Regisseure bezeichnen. Affleck hat mich bisher einfach nie aus den Socken gehauen. Weder Argo noch the Town besitzt eine ausgefallen gute Regie. Die sind allesamt passabel, aber glänzen tun sie wegen ihrer Skripte. Und soo vielfältig ist er nun auch wieder nicht. Tatsächlich wirkt Live by Night auf mich wie sein bisher ambitioniertester Film. Und nun ja, der ging nun mal in die Hose.
    • HalJordan
      Mit letzterem Satz gehe ich voll und ganz konform. Ich verstehe nur die anderen Punkte nicht. Affleck hat vier Filme auf dem Kerbholz und ist damit weit entfernt ein Anfänger zu sein. Ab welcher Filmanzahl würdest du von einem gestanden Regisseur sprechen?Was mir an Affleck gefällt, ist seine Diversität. Er dreht nicht immer die gleichen Filme. Wenn ich mir dagegen anschaue, wie die Russos oder zum Teil auch ein Tim Miller gefeiert werden, muss ich mich wundern. Diese haben bislang nur Actionfilme gemacht. Und die Russos arbeiten noch mit jemandem zusammen (Kevin Feige), der das ganze Filmuniversum von A-Z überwacht. Was die Brüder wirklich drauf haben, wird wahrscheinlich erst dann ans Tageslicht kommen, wenn die zwei keine Comic-Verfilmungen mehr verantworten.
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