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    Nach massivem Protest: Netflix überarbeitet größten Horror-Hit
    Von Nina Becker — 15.03.2019 um 09:45
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    Gefährliche Challenges, viele Memes auf Twitter und ein ganzes Parlament in Aufruhr – die Netflix-Produktion „Bird Box“ hat Anfang 2019 für viel Wirbel gesorgt. Jetzt wird der Streaming-Dienst den Film noch einmal leicht überarbeiten.

    Netflix

    Der Horrorfilm „Bird Box“ mit Sandra Bullock in der Hauptrolle bescherte Netflix nicht nur rekordverdächtige Abrufzahlen, sondern hat in der Presse auch für viel Tohuwabohu gesorgt und sogar das gesamte kanadische Parlament auf den Plan gerufen. Für den Film griff Netflix in einer Szene auf Archiv-Bilder zurück, die den Weltuntergang illustrieren sollten. Diese Bilder sieht Mutter Malorie (Bullock) im Fernsehen und ist schockiert.

    Bei dem von Netflix verwendeten Material handelt es sich allerdings nicht um ganz allgemeine Bilder von Naturkatastrophen, sondern um echte Szenen des zerstörerischen Eisenbahnunfalls im kanadischen Lac-Mégantic von 2013. Dabei entgleiste ein mit Rohöl beladender Güterzug, geriet in Brand, verursachte große Zerstörung und tötete 47 Menschen.

    Netflix verändert "Bird Box" nun doch

    Die kanadischen Politiker forderten Netflix umgehend auf, die Szenen aus „Bird Box“ zu entfernen und den Opfern des Zugunglücks eine Entschädigung zu zahlen. Der Streaming-Anbieter entschuldigte sich zwar für den nicht beabsichtigten Fehlgriff, teilte aber mit, der Film werde nicht verändert.

    Jetzt hat es sich Netflix scheinbar anders überlegt, wie das kanadische Nachrichtenmagazin Infotel berichtet. In einer E-Mail, die an die kanadische Presse gegangen sei, habe sich ein Netflix-Pressesprecher für die verstörenden Bilder entschuldigt und erklärt, dass das Material im Film ausgetauscht werde. Warum Netflix sich nun doch noch zu Änderungen entschlossen hat, wird nicht weiter thematisiert.

    Wann die neue „Bird Box“-Version ihren Weg auf Netflix findet, ist bislang nicht bekannt.

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    Kommentare
    • S-Markt
      von der atmosphäre hat niemand gesprochen und auch nicht, daß bb an aqp erinnert. es geht um die zuschauerwarnehmung vor dem sehen und das momentum das bird box sich von a quite place geborgt hat. ohne aqp wären solche minimalistischen filme eher nischenprodukte und ladenhüter, etwa wie die 5. welle vorher.aber ich seh schon, du bist warscheinlich einer von denen:http://www.filmstarts.de/na...
    • Luphi
      Erst dachte ich: Wird dieser Film jetzt etwa nachträglich doch noch gut? Die Ernüchterung kam dann ganz schnell. Die Änderung ist wirklich verkraftbar.
    • All About L.
      Es ist immer fragwürdig, wenn Aufschreie bestehende Kunst verändern sollen. Wenn man besagte Archivbilder durch passende Alternativen austauscht, dann ist das allerdings verschmerzbar. Ich fand den Film sehr gelungen und fühlte mich keinesfalls ständig an A Quiet Place erinnert, der eine vollkommen andere Atmosphäre ausstrahlt.
    • Silvio B.
      Darum geht es zwar in dem Artikel nicht, aber stimmt schon.
    • S-Markt
      tja, einmal gucken ist ok, aber ansonsten hat man immer den unangenehmen nachgeschmack, daß sich hier jemand an a quite place dranhängen wollte.und der blindentwist am ende kommt auch nicht überraschend.
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