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    Das hätte Spider-Man nicht tun sollen! Darum kritisiert eine Comic-Legende "Avengers 4: Endgame"
    Von Christian Fußy — 17.08.2019 um 14:00
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    Comic-Autor Dan Slott, unter anderem bekannt für seine langjährige Arbeit an der „The Amazing Spider-Man“-Comic-Reihe, ist von „Avengers 4: Endgame“ grundsätzlich begeistert. Aber eine Spider-Man-Szene stört ihn dennoch ganz gewaltig.

    Marvel Studios 2018

    Der Comic-Autor Dan Slott, dessen Spider-Man-Reboot-Titel „The Amazing Spider-Man“ von 2014 zu den erfolgreichsten Comics der letzten Jahrzehnte zählt, hat seine Meinung zu „Avengers 4: Endgame“ auf Twitter geäußert und dabei auch eine Spider-Man-Szene kritisiert, die ihn als langjährigen Autor der Figur stört. Grundsätzlich liebe Slott den Film zwar, er habe aber dennoch ein Problem damit, dass in „Endgame“ eine zentrale Charaktereigenschaft von Peter Parker (Tom Holland) zugunsten der Action auf der Leinwand geopfert werde.

    In seinem Post schreibt Slott, dass ihm die Szene, in der Spider-Man am Ende des Films gegen Thanos‘ Schergen kämpft und dabei den Instant Kill Modus aktiviert, gegen den Strich gehe: „Peter Parker sollte nicht töten“, stellt die Comic-Koryphäe klar, „selbst dann nicht, wenn es um Thanos‘ Armee aus bösen Alien-Weltraumhunden geht.“

    Mit Spinnensinn und Killerinstinkt

    Auch wenn Slott der Rest des Films hervorragend gefallen habe und er anerkenne, dass das bei einer Laufzeit von drei Stunden und zwei Minuten eine Hammer-Leistung der Filmemacher sei, setze er sich dafür ein, dass es für ihn einfach falsch sei, Peter Parker beim Töten zuzusehen. Ihn habe der Moment daher aus der Welt des Films gerissen.

    Auf den Einwand, Spider-Man würde sich eben in einer „unmöglichen Situation“ befinden, in der das Töten seiner Feinde der letzte Ausweg sei, fügte Slott hinzu:

    „Dinge, die die meisten Comic-Fans glauben können: Leute, die Fliegen und Wände hochklettern können, die Super-Stärke oder Super-Geschwindigkeit oder was auch immer ihr wollt haben. Dinge, die die meisten Comic-Fans nicht glauben können: Dass diese Leute mit ihren Superkräften nicht in der Lage sind, sie in einer unmöglichen Situationeinzusetzen, ohne jemanden zu töten.“

    Spider-Mans Tötungsmodus ist Teil des Iron-Spider-Suits, den Peter Parker in „Avengers 3: Infinity War“ und „Avengers 4: Endgame“ trägt. Dieser High-Tech-Anzug aus Metall wurde ihm vor der Auseinandersetzung mit Thanos von seinem Gönner Tony Stark (Robert Downey Jr.) geschenkt. Die Tatsache, dass der in den frühen Spider-Man-Comics als ewiger Pleitegeier charakterisierte Peter Parker durch sein „Praktikum“ bei Stark Industries bzw. den Avengers nicht nur auf Starks Gehaltsliste steht, sondern von diesem auch mit Gadgets, Superwaffen und Drohnen ausgestattet wird, findet längst nicht nur Dan Slott befremdlich. Zur Veröffentlichung von „Spider-Man: Far From Home“ äußerte etwa auch der Schreiber dieser Zeilen bereits seinen Unmut über den verwöhnten MCU-Spidey.

    „Avengers 4: Endgame“ erscheint am 5. September auf Blu-ray und DVD.

    Thor bei den Guardians Of The Galaxy: Darum stellt das "Avengers 4: Endgame"-Ende Marvel vor Probleme!

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    Kommentare
    • FilmFan
      Bist wohl die falsche Adresse. Vergiss es.
    • Klaus S aus S
      und was willst du jetzt ?
    • FilmFan
      Du stellst Dich auch an.
    • FilmFan
      Du sollst nicht töten! Auch nicht im Film! Ich löse meine Sammlung auf. Bin geschockt was für Gewalt sich bei mir angehäuft hat.Ich melde mich demnächst aus dem Kloster.
    • FilmFan
      Da hat einer das MCU nicht verstanden.
    • FilmFan
      Frag mal die Generäle die Stolz ihre Abzeichen tragen ;).
    • FilmFan
      Hammer Film, aber töten geht ja gar nicht. Und schon gar nicht im Angesicht der größten Bedrohung für die Menschheit. Ihm wäre wohl am liebsten gewesen Tony hätte Peter wie einen Dummen Jungen nach draußen vor die Tür schicken sollen bis das Finale vorbei war (Sinnbildlich versteht sich, denn einige Trolle wollen mir gleich erzählen das das Finale im Freien stattfand).
    • jimbob
      Kontext und so. Die einen wollten jegliches Leben auslöschen, die anderen wollten es retten.
    • jimbob
      Das ist, ich vermute trotzdem mal unbeabsichtigt, eine der rassistischsten Aussagen, die ich in letzter Zeit gehört habe. Ersetz das Außerirdische Klone zum Beispiel mal durch Schwarze, Moslems, Juden oder andere Beispiele. Dass es nur...Dieser Satz widerspricht doch quasi all deinen Punkten und du antwortest auch direkt auf seine Aussage damit, aber ja klar war kein direkter Vorwurf an ihn ;) und wo auch immer ich geschrieben haben soll, dass Empathie was Schlechtes ist, müsstest du mir vlt auch mal zeigen, aber ich les deine Beiträge nicht sagst du :DIch finds halt affig, groß Empathie für so eine Klonarmee zu zeigen und sich dann zu echauffieren, wenn die Helden, um zu gewinnen, in diesem Fall alles Leben zu retten, diese Klonarmee töten. Da nimmt man den Film einfach als mehr wahr, als er sein soll. Ich mein, nahezu wirklich jede Kritik an dem Film kann man runterbrechen auf, Style over Substance, was im Grunde auf jeden Sommerblockbuster zutrifft, aber nee, man kommt sogar mit der Rassenkeule und macht indirekte Vorwürfe an die, die die Filme nicht überinterpretieren. Man kann es halt auch einfach übertreiben.Gerade in diesem Fall reden wir von einer Endschlacht, die vor über 10 Jahren aufgebaut wurde, gegen eine charakterlose Klonarmee und nicht von einem Batman, der 2 Stunden lang massenmordend durch den Film springt.Ja aber die sind nicht charakterlos, haben bestimmt auch Familie und normales Leben und so. Jaja, in eurer Fantasie, jedoch nicht im MCU.
    • Cristiano “BlackBiuty” da Silv
      Über was sich manche Menschen aufregen können... jeez xD
    • WhiteNightFalcon
      Viele Fans scheint das nicht gestört zu haben. Als Superman damals Zod das Genick brach, obwohl er nie töten sollte, war der Aufschrei größer.
    • Sentenza93
      Würde Dir prinzipiell zustimmen. Es ist vorrangig Unterhaltung.Nur dann sollte man die Helden nicht für das, was sie tun positiv darstellen und feiern, obwohl es das Gleiche ist, was die Schurken tun/taten.Siehe eben auch Tony zum Beispiel.
    • Sentenza93
      a) Ich stempel ihn hier nicht ab.b) Es war kein Vorwurf direkt an ihn, sonst würde ich ihn nämlich als Rassist oder ähnliches bezeichnen. Was ich nicht tat.c) Ich glaube Du liest meine Beiträge wirklich nicht.d) Ich und Political Correctness? Guter Witz. :D Ich verweise nochmal auf c). ;)e) Zwischen dem was ich hier sage, und dem was zum Beispiel Disney generell so in letzter Zeit tut, liegen Welten. Das (!) kannst Du als Political Correctness bezeichnen. Das, was ich hier schreibe, hat mit der aktuellen Political Correctness siehe Hollywood wenig bis gar nichts zu tun.f) Ich liebe South Park seit ich 8 war. :D Diese Serie hat mir eben zum Beispiel viel über die beiden Wangen gelehrt. Wenn Du verstehst.g) Empathie, mein lieber Freund, ist nichts Schlechtes. Irgendwo hat trotzdem jeder eine Mutter oder wen anders, der ihn oder sie liebt.
    • Darklight ..
      Ich finde deine Gedanken hierzu richtig. Gerade Comix und Superhelden (und ihre Gegner) werden ja nicht selten metaphorisch gedeutet.Umgekehrt - in der Politik werden Menschen und Bevölkerungsgruppen immer erst verbal abgewertet und entmenschlicht. Bis man sie dann zuletzt als Ratten und Ungeziefer töten darf. Dieser Mechanismus ist hochwirksam und akut im Einsatz. Zuletzt in Ruanda. Ich war letztens total schockiert, als ich in einer Dokumentation über das Morden dort einen Ausschnitt aus dem lokalen Radiosender zur Zeit des Völkermords gehört habe: zu fröhlich leichter Popmusik im Hintergrund plappert locker und gut gelaunt ein Moderator und fordert die Zuhörer auf, dieses Tiere zu zertreten ... gemeint waren damit Menschen, die dann zu tausenden abgeschlachtet wurden...Ich finde es sehr sehr wichtig, daß gerade bestimmte Helden nie töten und immer das Leben über alles stellen. Solche Geschichten haben vielmehr Wirkung, als man oft glaubt...
    • Sentenza93
      Augenscheinlich nicht.
    • Darklight ..
      Mmmh... als der Papst für political Correctness iss Sentenza93 nun grade nicht aufgefallen. Liest du ab und an seine Kommentare hier...!?
    • SavageAvenger
      Film ist Film, und Comic ist Comic. Der soll sich nicht so anstellen.
    • jimbob
      Also das ist ja nun lächerlich, jetzt wird man schon als Rassist abgestempelt, wenn man keine Empathie für eine 0815 Schablonenarmee, in einem Gut gegen Böse superhelden Blockbuster zeigt. Wirklich, selbst die Druiden hatten mehr Charakter. Ihr solltet halt ernsthaft mal die Filme als das nehmen was sie sind, einfache Unterhaltung. Geht einem langsam echt hart auf den Sack dieses political correctness geschlurze. Schau bloß nie South Park.Kein Wunder, dass Disney sich immer mehr anbiedert an dieses Gejaule, wenn selbst hier auf der Seite schon jeder kleinste Furz politisch/ethisch bewertet wird.Am besten gleich eine Petition mit dem Hashtag #armyofthanosmatters starten.
    • Gold Kreis
      es ist halt nur ein film! da brauch man auf political correctness nicht zu achten. für mich sind es nur marionetten ohne verstand die ruhig sterben können.
    • isom
      Der Unterschied ist , dass die anderen in den Comics sehr wohl zum töten bereit sind ,Spidey aber nicht ,genau das ist eine seiner wichtigen Eigenschaften ,wobei das nicht nur das Problem der Marvelfilme ist ,seit Jahren bringt Batman in den Filmen direkt oder indirekt Leute um und die Fan haben sich erst daran gestört ,als Batfleck mit Knarren hantiert hat .
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