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    Die Zukunft des Kinos? James Dean (tot seit 1955!) spielt die Hauptrolle in neuem Kriegsfilm
    Von Björn Becher — 06.11.2019 um 16:27
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    Rund um „Gemini Man“ und „The Irishman“ wird bereits geunkt, dass Computertechnologie uns in Zukunft häufiger tote Schauspieler zurückbringen könnte. Der Kriegsfilm „Finding Jack“ soll genau das machen: Darin spielt Hollywoodlegende James Dean mit!

    Warner Bros.

    Bereits 2004 sorgte „Sky Captain And The World Of Tomorrow“ vor allem dadurch für Schlagzeilen, dass Laurence Olivier darin zu sehen ist, obwohl die Schauspiellegende bereits 1989 verstarb. Damals existierten aber bereits Aufnahmen mit dem echten Olivier, die nur digital bearbeitet werden mussten. Seitdem haben sich lebensechte Filmbilder aus dem Computer weiterentwickelt: Für den „Star Wars“-Film „Rogue One“ holte Disney unter anderem den toten Peter Cushing zurück auf die Leinwand, in „Gemini Man“ trifft Will Smith auf sein jüngeres Ich und in „The Irishman“ sehen wir Robert De Niro in allen möglichen Altersklassen von 20 bis 80.

    Aber nun setzen die Macher des Kriegsdramas „Finding Jack“ noch einmal einen drauf: Der bereits 1955 viel zu früh verstorbene James Dean wird die zweite große Hauptrolle in der Geschichte im Kino-Debüt von Regisseurin Tati Golykh und ihrem Partner Anton Ernst spielen. Ein aus dem Computer stammender James Dean spielt in der Geschichte um mehr als 10.000 Hunde des Militärs, die am Ende des Vietnam-Krieges zurückgelassen werden, eine Figur namens Rogan.

    James Dean war einfach der Beste für den Part?

    Wie das Duo dem Hollywood Reporter verrät, sei es gar nicht der Plan gewesen, Dean wieder zum Leben zu erwecken. Man habe alles versucht, den richtigen Schauspieler dafür zu finden, und sei irgendwann einfach zu dem Schluss gekommen, dass die 1955 bei einem Autounfall verstorbene und anschließend zwei Mal posthum für einen Oscar nominierte Ikone die perfekte Wahl sei.

    Deans Familie habe das Projekt direkt unterstützt und betrachte „Finding Jack“ nun als den vierten richtigen Film der Legende nach den Klassikern „Jenseits von Eden“, „… denn sie wissen nicht, was sie tun“ und „Giganten“.

    So wird James Dean zum Leben erweckt

    James Deans kompletter Körper soll laut dem Hollywood Reporter für „Finding Jack“ am Computer erschaffen werden, also nicht ein Schauspieler für ihn agieren und dann nur das Gesicht ausgetauscht werden. Dafür sollen auch alte Filmaufnahmen mit dem Schauspieler und Fotografien genutzt werden. Im Übrigen sei es ein ganz normaler Realfilm.

    Gesprochen werde James Dean dann aber von einem anderen Schauspieler. Noch im November 2019 soll die Vorproduktion beginnen. Bereits am 11. November 2020, dem sogenannten Veteranentag, soll der Film weltweit in die Kinos kommen.

    Ist James Dean nur der Anfang?

    Die Macher gehen übrigens davon aus, dass James Dean nur der Anfang ist und man dieses Modell auf weitere Darsteller übertragen kann. Die Agentur, die Deans Familie repräsentiert, verweist bereits darauf, dass man sich die Methode auch für andere „Klienten“ vorstellen könne. Unter anderem der kürzlich verstorbene Burt Reynolds, aber auch „Superman“ Christopher Reeve, Ingrid Bergman, Neil Armstrong, Bette Davis und Jack Lemmon gehören zu den insgesamt 1.700 prominenten Persönlichkeiten, um deren Nachlass sich die Agentur kümmert.

    Regisseur Ernst verweist derweil auf Gespräche mit Partnern in Südafrika über diese Technologie. So könne man auch tote historische Persönlichkeiten wie Nelson Mandela damit auf der Leinwand zurückholen.

    Was wir hier bereits seit einiger Zeit unken, scheint also Wirklichkeit zu werden. Vielleicht sehen wir wirklich bald Marilyn Monroe an der Seite von Brad Pitt, John Wayne mit Nicole Kidman oder womöglich sogar Nelson Mandela in einem Biopic über sich selbst.

    Filme wie "Gemini Man" sind ein Problem: Andy Serkis warnt vor der Zukunft des Kinos

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    Kommentare
    • André McFly
      Rogue One und Gemini Man haben dieselbe Technik benutzt und der Fortschritt da ist klar erkennbar. Noch ein paar Jahre...
    • Darklight ..
      Diese Dummheit ist schon dreist. Das, was James Dean als Schauspieler ausmachte, gibt es seit dem 30. September 1955 nicht mehr! Alles andere ist ein hübsches, cooles Gesicht. Und die gibt es in Hollywood wie Sand am Meer. Der Film möchte allein den großen Namen mißbrauchen, um unverdient auf sich aufmerksam zu machen. Wenn sie revolutionär sein wollen, sollten sie nach einem jungen Schauspieler suchen, der ähnlich talentiert ist wie Dean und ihm so eine große Chance geben. Nolan hat das mit Fionn Whitehead in Dunkirk getan. DAS ist mutig und visionär.Diese wiederanmimierte Leichenfledderei ist armselig und auch gefährlich. Brauchen wir wirklich auch noch im kreativen Bereich Computer, die uns Menschen beim dem, was uns wirklich ausmacht ersetzen...?!
    • James Solo
      Es ist ein sehr heikles Thema und ich glaube wenn wir nicht aufpassen könnte das ein riesiges Moralisches Problem auslösen. Technisch gesehen fände ich das mit James Dean mega interessant. Aber als Mensch würde ich darauf lieber verzichten.
    • Deliah C. Darhk
      Äh, ja. Member. Allerdings handelt es sich in der Schreibweise 'Deen' um einen Porno-Darsteller, und ich glaube der lebt noch.;D
    • Deliah C. Darhk
      Keiner der von Dir aufgezählten Namen war zu jener Zeit eine 'Marke'.Keaton hatte sich gerade erst mit 'Birdman' aus der Versenkung geholt.Es sind allesamt erstklassige Schauspieler, aber keiner von denen hatte zu dieser Zeit einen Ruf als Blockbuster-Darsteller oder Kassenmagnet.Abgesehen davon solltest Du vielleicht bei Figuren die noch nicht abgeschlossen sind abwarten wie es mit ihnen weitergeht, ehe Du sie abschreibst. Portman bekommt jetzt als Jane Foster auch eine Evolution in Thor 4.Hätte vor einem Jahr niemand dran geglaubt, oder?
    • Pändabar
      Natürlich hat man auch die Möglichkeit einen Ähnlichkeitswettbewerb daraus zu machen. Ich meinte auch nur, da es technisch ja möglich ist, es für Anlässe wie diesen benutzen zu können. Eben aber in Abgrenzung zu 'Ich mach da jetzt ne Hauptrolle komplett ausm Computer'.
    • Deliah C. Darhk
      Dass sie alle gemeinsam drehten wurde auch in Interviews von Schauspieler bestätigt.
    • Deliah C. Darhk
      Das wurde bei BC so gemacht, weil er terminlich für die Doc Strange Szenen in IW nicht verfügbar war, ist aber nicht Usus bei Marvel.Die meisten Darsteller, gerade die des Maincasts, waren zum Zeitpunkt ihrer Verpflichtung auch weiß Gott nicht populär.Downey jr z. B. bekam erst durch IM die Chance mach seinem Drogenabsturz wieder in die A-Liga aufzusteigen.
    • Deliah C. Darhk
      Nicht nötig. Du wirst einfach digital verjüngt.
    • Deliah C. Darhk
      Zumal, wenn man sich dem früheren Schauspiel z. B. James Deans bedient um daraus die Parameter zu errechnen, wie er die neue Figur wohl spielen würde, ja überhaupt keine künstlerische Entwicklung mehr seitens des 'Darstellers' eintreten kann.Es wird immer nur noch der Status quo kopiert.So ehrt man verstorbene Stars nicht. Man fleddert sie.
    • Santi
      Ich bezweifel, dass die Technik heutzutage schon weit genug ist, dass kein Uncanny-Valley-Effekt auftritt. Rogue One ist ja noch gar nicht so alt und da waren es gerade mal Kurzauftritte und selbst da hat es schon nicht wirklich funktioniert.
    • Shiro
      Naja... mal ehrlich... wer kennt heutzutage noch James Dean?! Es gibt jüngere Arbeitskollegen, die kennen nicht einmal Star Wars... und es sind Kinogänger...
    • Defence
      Einfach nur eine ärgerliche Meldung und hinterlässt den Eindruck, als ob die Macher hier aufs billigste Promo für ihr geplantes Filmchen machen wollen.Ich habe absolut kein Bedarf an neuen Filmen mit Dean, Brando und wie Sie alle heißen und geniesse lieber ihre Werke, wo diese Schauspiellegenden tatsächlich mitgewirkt haben. Talent lässt sich nicht im Computer zusammenbasteln und ich hoffe, das jeder in Hollywood, der mit diesen Schwachsinn allen ernstes liebäugelt, dementsprechend, auch vor allem finanziell. baden geht!Wehret den Anfängen, hat man als Publikum durchaus in der Hand...
    • niman7
      Da gebe ich Erik recht. Das Video kaufe ich zu keiner Sekunde ab.
    • Jaaay
      Ich nehme an dann sehen wir demnächst auch wieder Legenden Werbung für Cola und was weiss ich machen. Unglaublich...Nur weil man alte Aufnahmen eines Schauspielers analysiert, kann man doch nicht vorhersehen wie er die jeweilige Rolle spielen würde. Wie bereits erwähnt triffts Leichenschändung am Besten.
    • as140
      Kein Respekt vor den Toten.Ich halte diese Technik nicht für praktikabel. Mimik und Gestik können nicht aus dem Computer stammen, egal wie sehr man sich anstrengt.
    • Erik B.
      Weil von Disney offiziell freigegebenes Material kein Kalkül enthält? Die ganzen Extras auf den Blurays sind bei Disney doch sowieso nur reine Werbung, wo alle Beteiligten bis hin zum Hairstylist ständig betonen wie toll die Arbeit sei und alles superduper ist. Einen ehrlichen Blick hinter den Kulissen bekommt dort nicht. Ergo fraglich sowas als Gegenargument zu verwenden
    • as140
      Klar geht das mal wie in Rogue One oder Gemini ManDiese Technik mag funktionieren, aber es ist nicht allzu schwer zu erkennen, wer aus dem Computer stammt.
    • as140
      Die Technik hat eine gewisse Daseinsberechtigung bei Beispielen wie CushingAuch da hätte man es anders regeln können. Man hatte für Episode 3 bereits einen Tarkin-Statisten. Auch wenn der nicht 100% genauso aussieht wie Cushing, war genug Ähnlichkeit da.
    • Erik B.
      Von welchen Darstellern sprichst du? RDJ, Hemsworth, Johansson, Evans wurden von Marvel engangiert, als die Übername erst gerade vonstattengegangen ist. Hätte Disney von Beginn an das sagen über das MCU gehabt, hätte zB ein RDJ die Rolle nie bekommen. Weil ehemalige drogensüchtige, die eine zweite Chance erhalten, eine zu riskante Aktie sind (wenn sie schon Regisseure wegen jahrelanger Tweets feuern). In den letzten Jahren wird bei Disney fast nur noch auf Marken gesetzt. Brie Larson wurde nach ihrem Oscargewinn unter Vertrag genommen, Cumberbatch nach seinem Durchbruch bei Sherlock. Dann noch die zahlreichen bekannten Namen wie Kurt Russel, Michael Keaton, Forst Whitaker, Michelle Pfeifer, die allesamt kleine und völlig vergessenswerte Rollen spielten und quasi nur fürs Poster geholt wurden. Marken eben, keine Schauspieler.
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