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    "Mission: Impossible 7": Offenbar schon wieder Ärger am Set
    Von Tobias Mayer — 14.08.2020 um 09:20
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    Nun, da die Dreharbeiten zu „Mission: Impossible 7“ wieder angelaufen waren, sollen sie direkt wieder unterbrochen worden sein: Bei einem Motorrad-Stunt sei ein Feuer ausgebrochen (was nicht so geplant war). Verletzt wurde offenbar zum Glück niemand.

    Paramount Pictures

    Die Dreharbeiten von „Mission: Impossible 7“ mit Tom Cruise waren bereits im Februar 2020 verschoben worden: Gerade erst sollte in Venedig gedreht werden, da versaute das Corona-Virus diese schöne Mission. Später wurde der für Sommer 2021 angesetzte Kinostart dann auf den 18. November verschoben, die Dreharbeiten wurden wieder aufgenommen – nun aber sind sie im britischen Oxfordshire offenbar erneut zum Stillstand gekommen.

    So schreibt es die Boulevardzeitung The Sun. Grund sei ein schief gelaufener Motorrad-Stunt.

    Motorrad verursachte Flammen (sollte es aber nicht)

    Nach Darstellung der Sun sei besagte Actionszene eine der teuersten gewesen, die in Großbritannien durchgeführt wurden, und habe sechs Wochen Vorbereitung gebraucht.

    Der Plan: Ein Stuntman sollte auf einem Motorrad von einer großen Rampe springen, Stuntman und Motorrad sollten jeweils sicher und unversehrt landen.

    Was stattdessen passiert sein soll: Der Stuntman sei tatsächlich gut gelandet, aber das Motorrad nicht. Bei der Landung nämlich sei so viel Reibung und Hitze entstanden, dass die Lande-Polsterung in Flammen aufgegangen sei.

    Aus dem Sun-Artikel geht nicht deutlich hervor, ob das Motorrad dann explodiert sei oder nicht, aber jedenfalls soll es ein großes Feuer gegeben haben, das von der Feuerwehr gelöscht werden musste. Damit herausgefunden werden könne, was bei dem Stunt genau schiefgelaufen ist, seien die Dreharbeiten am Set temporär unterbrochen worden. Tom Cruise sei frustriert über die erneute Verzögerung.

    Ob „Mission: Impossible 7“ nun erneut verschoben werden muss, ist nicht bekannt.

    Allerdings werden Dreharbeiten zu teuren Actionfilmen immer mal wieder wegen Unfällen verzögert, ohne dass deswegen der Kinostart verschoben wird (stattdessen wird der Drehplan angepasst).

    Ärger gehört bei "Mission: Impossible" einfach dazu

    Regisseur und Drehbuchautor Christopher McQuarrie ist es gewohnt, dass die Dreharbeiten seiner „Mission: Impossible“-Filme zu eigenen unmöglich scheinenden Missionen werden. Er kam bei „Mission: Impossible 4 - Phantom Protokoll“ an Bord, um das Drehbuch umzuschreiben – und zwar am Set, während die Dreharbeiten längst liefen.

    Bei „Mission: Impossible 6 - Fallout“ brach sich Tom Cruise dann vor laufender Kamera den Knöchel, als er eine gegenüberliegende Häuserwand nach einem Sprung über einen Abgrund nicht so erreichte, wie er das wollte. Und überhaupt sind die „Mission: Impossible“-Dreharbeiten ein logistischer Alptraum, wie McQuarrie bereits öffentlich durchblicken ließ:

    Das Drehbuch wird meistens viel zu spät fertig und vor den immer extremeren Stunt-Sequenzen weiß keiner so ganz genau, wie das eigentlich klappen soll.

    Aber weil Christopher McQuarrie trotzdem offenkundig ein Optimist ist, will er dieses Mal gleich zwei „Mission: Impossible“-Filme direkt hintereinander drehen: „Mission: Impossible 8“ soll am 3. November 2022 anlaufen.

     

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    Kommentare
    • DER Dunkle Lord
      Ja. Du hast doch selbst gerade in aller Ausführlichkeit bestätigt, dass Butler lediglich ein Wortspiel ohne jeden nennenswerten Erkenntnisgewinn betreibt. Ein Problem, das bis zu einem gewissen Grad symptomatisch für die Soziologie als Disziplin ist.
    • Jimmy v
      Das ist jetzt dein Comeback? :D
    • DER Dunkle Lord
      Bla bla blubbedi bla. Und das von jemandem, der Peterson vorwirft, ein Schwätzer zu sein aka viel zu reden, aber dabei wenig zu sagen. Diese Ironie...
    • Jimmy v
      Ich würde dir jetzt zum wiederholten Male nahelegen, dir nochmal einen Grundkurs zum Sozialkonstruktivismus durchzuführen. Du hast doch Soziologie studiert, wie du immer sagst? Und das sogar bei Genderisten? Dann sind deine Auslassungen, ganz ehrlich gesagt, etwas peinlich, weil sie völliges Grundlagenwissen vermissen lassen und nicht zwischen dem eigentlichen Verständnis und der Twitter-verkürzten Aktivistenscheiße unterscheiden. Das geht schon mit dieser Gegenüberstellung Biologie vs soziales Konstrukt, Natur vs Kultur oder whatever einher.Wir haben schon tausend Mal darüber diskutiert, dass Butlers Punkt - anders formuliert - letztlich ist: Sex und Gender laufen in eins zusammen. Sie will den Unterschied sex/gender unterlaufen. Daher ist die ganze Kritik an ihr Biologie vs. Sozialkonstruktivismus eigentlich immer recht hilflos. Es gibt keine logische Folge zwischen dem Vorhandensein von bestimmten Körperteilen und der daraus erwachsenen Differenz in Mann, Frau und whatever. Letztlich - das ist ja das Ironische - betreibt Butler ein Sprachspiel par excellence, also genau das, was Foucault analysiert hat, auf den sie ja wiederum zurückgreift. Und das ist der Grund, warum ich Butler auch nicht mag - nur halt aus ganz anderen Gründen als du. Sie kriegt Aufmerksamkeit für eine These, die für Biologen wenig bahnbrechend ist, weil die Biologie die Fluidität von Geschlecht schon lange klargemacht hat UND - das ist entscheidend - Butler das auch weiß. Sie leugnet Biologie nicht. Sie sagt letztlich einfach, dass biologische Fakten anders beschrieben werden, weil Menschen in Gesellschaften zeicheninterpretierende Wesen sind. Sie sagt es aber in einer unerträglich abgehobenen Weise. Platt gesagt: Ihr Auch das biologische Geschlecht ist konstruiert ist letztlich ein Selbstvermarktungstrick, der nur funktioniert, weil sie provokant genug Alltagsverständnisse ankratzt.Imho hat all das Erving Goffman in seinem Aufsatz 'Das Arrangement der Geschlechter' wesentlich knackiger, nüchterner und weniger verschwurbelt auf den Weg gebracht. Deswegen mache ich um Butler auch einen Bogen. Gibt übrigens genügend andere Akademiker, die das so erkannt haben, und verstärkt den symbolischen Interaktionismus wieder rezipieren.
    • DER Dunkle Lord
      Judith Butler behauptet, dass nicht bloß die Geschlechtsidentität (Gender), sondern auch das biologische Geschlecht (Sex) ein soziales Konstrukt sei. Und diese These ist FALSCH, FALSCH und dreimal FALSCH. Und dabei ist es unerheblich, wie genau die Biologie das biologische Geschlecht definiert. Das biologische Geschlecht ist kein soziales Konstrukt! Punkt.
    • DER Dunkle Lord
      Deine Mudder ist'n Fanboy :-P
    • Jimmy v
      Auch wenn das jetzt schon ewig her ist, aber ich habe durch Zufall gerade gesehen, was dir der Lord geschrieben hat. Als Disclaimer möchte ich hier nochmal festhalten, dass der Lord, als Peterson-Fanboy, es sich ziemlich einfach macht. Dieses Gegenüberstellen von links und rechts sowie Soziologie vs Psychologie ist nicht das, womit, noch warum ich Peterson kritisiert habe bzw. kritisiere. Auf jeden Fall rate ich dir gar nicht erst in diese seltsame Bubble aus Sozialkonstruktivististen sind Kulturmarxisten sind böse!!!!!111 abzutauchen. Was da in YouTube-Videos von sich gegeben wird, ist meist nichts als Propaganda, in der sich niemand ernsthaft mit den entsprechenden Gegenpositionen beschäftigt hat.
    • Jimmy v
      Na dann sind wir uns ja einig uneinig zu sein. Als letztes Wort vielleicht noch: Ich kritisiere nicht primär Petersons Lehre, noch seine eher biologischen und evolutionspsychologischen Überzeugungen oder Jungs Archetypenlehre.Was mir an Peterson, wie gesagt, am meisten auf den Sack geht, dass er als Wissenschaftler nicht (selbst-)kritisch genug ist. Er mag aber so erscheinen und das ist der Punkt. Er lässt, wie auch schon gesagt, viele Behauptungen schwebend im Raum hängen und blendet Kontexte aus. Dafür kriegt er dann den erwähnten leichten Applaus. Das ist eines Wissenschaftlers eigentlich nicht würdig.Und, nein, Butler ist nicht empirisch widerlegt in dem simplen Sinne, wie du dir das vorstellst. Lass es mich so sagen: Butler kann auf jeden Fall massiv kritisiert werden, weil sie ja selbst ein Sprachspiel a la Foucault betreibt. Die Biologie ist aber auf dem Erkenntnisstand viel weiter und hat biologisches Geschlecht ist auch eher ein Spektrum bestätigt. Wovon natürlich zu unterscheiden ist, was Twitter-Aktivisten daraus machen UND die berechtigte Kritik (u.a. von Peterson) daran, dass niemand ein schwachsinniges Recht auf ein bescheuertes Pronomen ableiten kann.Aber eigentlich kein Bock diese Diskussion wieder zu führen.
    • DER Dunkle Lord
      Ok, danke für die Richtungstellung der ersten Sache. Das wusste ich so nicht.--> Gern. Kein Problem.Beim Rest weiß ich allerdings, was dein Problem ist--> Wohl kaum. Ich hab kein Problem.Wenn du den Mann nicht verteidigen kannst oder willst, dann diskutiere es doch gar nicht erst.--> Ich kann ihn verteidigen. Ich will nur nicht mehr. Und das zum Teil auch einfach, um diesen sinnlosen Hickhack hier zu beenden, der ohnehin zu nichts führt, weil deine Meinung bezüglich Peterson ja bereits feststeht. Vielleicht aber noch ein versöhnliches allerletztes Wort zum Streitpunkt bezüglich Peterson's wissenschaftlicher Seriösität: Peterson ist hoch kompetent in seinem Fachgebiet und logisch in seinen Schlussfolgerungen! Die Kritik an seiner wissenschaftlichen Seriösität ist doch eher darauf zurückzuführen, wie man persönlich zu Carl Gustav Jungs Archetypenlehre steht, auf die sich Peterson primär stützt. Ich persönlich halte Jung's Werke (soweit sie mir bekannt sind) für sehr überzeugend und plausibel. Allerdings kann ich gut verstehen, dass an Jung zu recht kritisiert wird, dass seine wertvollen Erkenntnisse nicht wirklich falsifizierbar sind. DAS stimmt! Sogesehen steht Jung zugegebenermaßen nicht gerade für gute empirische Wissenschaft. Allerdings muss ich bei dieser durchaus berechtigten Kritik an Jung immer ein wenig Schmunzeln, weil sie häufig genug von Akademikerinnen kommt, die umgekehrt nach wie vor solche hanebüchenen Nullnummern wie Judith Butler abfeiern, die empirisch längst widerlegt sind XDAber du springst halt auch immer reflexartig darauf an.--> Das stimmt allerdings. Fair enough. Good point.
    • DER Dunkle Lord
      Aber das tut er ja nicht. Er geht fleißig in Podcasts, gibt Interviews etc.--> Ähm... Nein. Seit ungefähr einem Jahr schon nicht mehr, soweit ich weiß. Es gab EIN öffentliches Interview mit ihm im Juni auf dem Youtube-Kanal seiner eigenen Tochter, um ein Update seines Zustandes zu geben und auch nur, weil es ihm zu diesem Zeitpunkt seit Monaten einigermaßen gut genug ging. Und das war VOR der Covid-Erkrankung der Familie.Auf deine stumpfsinnige Räum-dein-Zimmer-auf-Verspottung geh ich gar nicht ein. Das ist mir zu primitiv. Und auch dein - das hat nichts mit links oder konservativ zu tun - Gesülze ist mir zu langweilig. Ich weiß, ich weiß, Jimmy: Deine Schubladen sind die richtigen Schubladen und meine sind die falschen. Belassen wir es dabei, denn ich hab es echt nicht nötig, Dir hier irgend etwas zu beweisen.Ich habe auch beim besten Willen keine Lust mehr, jetzt hier haarklein Petersons Standpunkte (die du stets verzerrt darstellst) richtig zu stellen. In vielen Punkten stimme ich ihm zu. In manchen Dingen habe ich eine ganz andere Meinung. Er ist auch kein Heilsbringer für mich, dem ich blind huldige, wie du es unterstellst. Aber er ist sicherlich eine Inspiration für mich und vor allen Dingen habe ich das Gefühl, dass er nicht so fake ist, wie viele andere. Für mich strahlt er eine gewisse Authentizität aus und besitzt Rückgrat. Etwas, was ich bei den meisten Mitmenschen leider schmerzlich vermisse. Außerdem ist er mir auf menschlicher Ebene sehr sympathisch, was seiner Glaubwürdigkeit zusätzliches Gewicht verleiht. Das kann ich über keine meiner alten Professorinnen und Professoren aus Uni-Tagen sagen, die ihr Leben im Elfenbeinturm verbracht haben und deren Hobby es war, auf dem hohen Ross zu sitzen.
    • Jimmy v
      Wenn es ihm und seiner Frau so schlecht geht, ist das sicher ein Grund, die Tätigkeiten einzuschränken. Aber das tut er ja nicht. Er geht fleißig in Podcasts, gibt Interviews etc. Also von daher...Braucht die Welt tatsächlich mehr Ratgeberbücher? Besonders in der jemand Weisheiten verbreitet wie Räum dein Zimmer auf!?Wenn seine Ansichten differenzierter sind, dann gib mir doch Beispiele. Ich halte ja nicht alles, was er sagt für falsch. Bei seiner Anti-Identitätspolitik bin ich ja auf seiner Seite. Aber viel von dem anderen Kram ist einfach nicht verteidigungswürdig. Da könntest du deinem Idol gegenüber auch etwas kritischer sein. Das hat wieder mal - es ist echt ermüdend darauf hinzuweisen - nichts mit 'links' oder 'konservativ' zu tun. Es gibt genügend Konservative, die den Klimawandel NICHT leugnen so wie Peterson es, zumindest raunend, tut. Es gibt auch genügend Konservative, die den Brexit für die dümmste Idee dieses Jahrtausends halten, und das vor allen Dingen, weil es nicht einmal einen Plan dafür gibt (immerhin da hat Peterson zumindest differenziert agiert, indem er mal in irgendeinem Interview sagte, so einen Schritt sollte man nicht ohne Plan tätigen; ansonsten hat er auch den gleichen Schwachsinn wiedergekaut a la Österreich-Ungarn, Vielvölkerstaaten funktionieren nicht bla bla).Ich setze nochmal einen drauf: Peterson verfängt so gut - und anscheinend auch bei dir - weil er als Identifikationsfigur für alle dient, die an gewissen Zuständen etwas auszusetzen haben, die mehr oder weniger abseits des Mainstreams liegen (oder sich dort sehen). Das ist kein Verbrechen. Aber man sollte die Huldigung wirklich mal runterfahren und etwas (selbst-)kritischer werden anstatt den Mann blind zu verteidigen. Es ist doch seinen eigenen Zielen nicht mal gedient, wenn man immer die gleichen Ecken anspricht!Rhetorisch ist es immer das Gleiche, was er tut:- Etwas sagen, das in den entsprechenden Kreisen sowieso verfängt und applaudiert wird,- sehr selektiv sein (denn das erzeugt den Applaus),- ein wenig den Background liefern, sodass jeder sagen kann: Ah, der Mann ist Wissenschaftler, der hat's gesagt! (unabhängig davon wie vertieft das ist oder dem Forschungsstand entspricht),- so tun, als tätige man nur deskriptive Aussagen (den normativen Teil lässt man weg),- sehr viel raunen.
    • DER Dunkle Lord
      Dass Peterson zur Zeit nicht publiziert, hat vielleicht damit zu tun, dass er seit ungefähr einem Jahr um sein Leben kämpft, weil ihm seine Ärzte über einen zu langen Zeitraum und in zu hoher Dosis Benzodiazepine verschrieben haben, bis sein Körper eine Abhängigkeit entwickelt hat. Die anschließende Entwöhnung hat ihn fast getötet und er ist leider noch nicht wieder genesen. Zudem stirbt seine Frau seit vergangenem Jahr gerade an Krebs und jetzt haben er und seine Familie sich sogar noch Corona eingefangen.Ich finde es bewundernswert, dass der Mann trotz allem überhaupt an weiteren Büchern arbeitet, selbst wenn es nur Ratgeberbücher sind. Falls er mittlerweile primär Ratgeberliteratur schreibt, hat das vielleicht auch damit zu tun, dass er als klinischer Psychologe vielleicht eher daran interessiert ist, Menschen zu helfen, anstatt wissenschaftlich zu publizieren. Find ich eine sinnvolle Entscheidung, wenn man bedenkt, wievielen Menschen er schon durch seine Bekanntheit und seine Online-Vorlesungen helfen konnte.Was deine neuen Schubladen betrifft, in die du Peterson schon wieder stecken willst, kann ich auch da wieder nur sagen, dass seine Ansichten da deutlich differenzierter sind, als du ihn da einschätzt.Außerdem sagst du, dass du Dir einerseits - genau wie ich - mehr vernünftige Leute wünschst, die sich gegen linksextreme Identitätspolitik stark machen, kritisierst aber andererseits, dass Dir Peterson's Standpunkte nicht links genug sind. Peterson lässt sich wohl am treffendsten als Konservativer beschreiben, also wieso sollte er bitteschön linke Standpunkte vertreten?!Wenn für dich nur (gemäßigte) linke Meinungen vernünftig sind, ist das dein Problem und nicht das von Peterson. Ich persönlich halte viele konservative Standpunkte für deutlich vernünftiger als linke Standpunkte.
    • Jimmy v
      Also ich bezog meine Kritik simpel auf den Fakt, dass er laut Selbstauskunft und Wikipedia schlichtweg keine wissenschaftliche Literatur mehr publiziert, sondern halt Ratgeberbücher...Davon mal ab: Peterson ist, so wie ich das gesehen habe,- vorsichtig pro Trump,- vorsichtig pro Brexit,- sieht den Klimawandel skeptisch (mit dem oft widerlegten Argument es gibt auch andere Meinungen - die bekannten 3%),- lobt den Markt in üblicher naiver triple down economics,- ist gegen idpol.Nein, ich halte Herrn P. auch nicht für einen neurechten Vordenker. Dennoch tut er ziemlich wenig um diesen Vorwurf zu entkräften und muss sich nicht wundern. Beispiel: Seine Aussagen werden von incels konsumiert - das ist nicht seine Schuld. Aber er kaut einige fragwürdige Thesen hierzu wieder. Mit einer einzigen, kurzen Aussage könnte ja sich ziemlich einfach von incels distanzieren (und damit meine ich die Vollidioten und nicht unverstandene oder abgehängte Männer).
    • DER Dunkle Lord
      Meiner Ansicht nach ist Jordan Peterson genau einer dieser vernünftigen Leute von denen du in deinem letzten Satz sprichst, die sich gegen Identitätspolitik aussprechen. Und man sieht ja, wie es ihm gedankt wird: Zwar findet ihn eine breite Öffentlichkeit (inklusive mir) super, aber akademisch und medial wird permanent versucht, ihn wissenschaftlich als angeblich unseriös zu diskreditieren und ihn öffentlich als angeblich neu-rechten Vordenker zu klassifizieren, der er eindeutig nicht ist. Jeder, der Peterson mal länger als 5 Minuten zuhört, weiß, dass Peterson sowohl linke, als auch rechte Identitätspolitik für gleichermaßen destruktiv erachtet und dazu rät, dass es am produktivsten und am gesündesten ist, Menschen als Individuen zu betrachten und zu beurteilen.Und DAS ist absolut keine rechtsextreme Position, sondern etwas, was sowohl das konservative, das liberale, als auch das gemäßigte linke Spektrum früher mal als richtig erachtet haben, bevor sie die ideologische Bühne den Linksextremisten und deren Identitätspolitik überlassen haben.Das eine Position wie die von Peterson von dessen Kritikern heutzutage überhaupt fälschlicherweise in einen rechten Kontext gesetzt werden kann, ohne dass das Stirnrunzeln beim Otto-Normal-Verbraucher auslöst, zeigt lediglich wie weit sich unsere westlichen Gesellschaften mittlerweile nach links außen entwickelt haben.
    • Jimmy v
      Jo, ich habe auch gar kein Interesse daran, die jetzt so zwangsläufig gegenüberzustellen. Zizek war nur ein Beispiel für Gravur_51, der ja explizit nach Kritik an Peterson gefragt hat. Dafür ist das Duell der Beiden eigentlich ein guter Anhaltspunkt.Es geht bei meinem Kategorien-System eben gerade darum zu zeigen, dass nicht Menschen in Schubladen gesteckt werden, sondern dass sie selbst schon längst in Schubladen stecken. Gerade bei öffentlichen Intellektuellen kann man das sogar ruhig mal klarer machen. Es gibt ja auch andere Leute, die eben nicht Brexiteer+Trumpist+Klimaleugner sind, sondern dann bspw. nur ersteres, aber nicht letzteres. Doch eben öffentliche Personen sollten da ruhig mal klarmachen, wo sie stehen. Das gilt übrigens für verschiedene Leute aus verschiedenen Spektren. Es ist aber übrigens gerade in dem dich so interessierenden Thema Identitätspolitik nun gar keine Hilfe, dass wir gegen diese eben keine vernünftigen Leute haben, sondern so viele Leute fragwürdige Positionen vertreten, wo es dann der Gegenseite leicht fällt, sie entsprechend abzukanzeln.
    • DER Dunkle Lord
      Ich finde es ermüdend, noch weiter über Peterson vs. Zizek zu debattieren, da das hier auch so langsam immer weiter vom eigentlichen Thema des Artikels wegführt. Außerdem kommen wir da ohnehin nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Da sind unsere Ansichten einfach zu verschieden. Aber das ist ja okay ;-) Belassen wir es dabei.Zu deinem Filterblasen-Statement: Dein Kategorie-System zur Erkennung von Querdenkern ist genau die Sorte soziologischen Schubladendenkens, die zu meiner Entfremdung mit der Soziologie geführt hat. Es bringt einfach keinen wirklichen Erkenntnisgewinn, Menschen in Schubladen zu stecken. Es ist bloß ein Mittel zur Vereinfachung und somit letztendlich zur verfälschenden Darstellung von individuellen Standpunkten.Frei nach dem Motto: So what you're saying is... ;-P
    • Jimmy v
      Im Vergleich ist Zizek besser, ja. Ich bin auch kein sonderlicher Fan von ihm, aber er weiß mehr, er schreibt interessantere Bücher und er publiziert weiterhin in der Fachwelt wie außerhalb dieser. Das ist für mich, bei der Frage, wen der Beiden ich nun besser finden müsste, ausschlaggebend. Wenn ich es richtig sehe, hat Peterson seine letzten fachlichen Aufsätze vor einigen Jahren publiziert und tingelt seitdem durch große Veranstaltungen, Podcasts oder YouTuber wo er halt eine Filterblase bedient.Für mich ist weiterhin ausschlaggebend, was ich von den Thesen halte. Bei vielen Leuten, die sich als Querdenker verstehen, merkt man schnell, dass die auch nur in einer Blase stecken. Da gibt es ein ziemlich einfaches Testsystem:- Radikaler Marktvertreter?- Pro Trump?- Pro Brexit?- Leugner des Klimawandels?- Gegen Feminismus?- Gegen Identitätspolitik?Bei zwei Positiven auf dieser Liste weiß man schon fast immer wie der Hase läuft.
    • DER Dunkle Lord
      Ich habe das Kommunistische Manifest im Rahmen meines Studiums mal gelesen (auch wenn das schon gut lange her ist) und ich komme zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie Peterson.Ich habe übrigens auch die Erfahrung gemacht, dass die wenigsten Sozialwissenschaftler, die über Rechtsextremismus forschen, jemals das Manifest eines gewissen deutschen Diktators mit österreichischem Migrationshintergrund gelesen haben, was sie allerdings umgekehrt ebenso wenig davon abhält, sich als wissenschaftliche Experten zu präsentieren.Falls es also überhaupt stimmen sollte, dass Peterson das Kommunistische Manifest nicht gelesen hat, ist er da in guter Gesellschaft.Darüber hinaus finde ich es schon unfreiwillig komisch, wenn jemand Peterson für einen Schwätzer hält, aber umgekehrt Zizek gut findet, obwohl Zizek ja nun tatsächlich jemand ist, der viel redet, aber wenig sagt.
    • DER Dunkle Lord
      Jordan Peterson hat nicht viel zu sagen?! Alles klar... Na wenn du meinst.
    • Jimmy v
      Er hat in dem Zizek-Gespräch selbst zugegeben, das Manifest nie gelesen zu haben. Das wäre dann keine wirklich gute Grundlage, Jahrzehnte lang Extremismus in irgendeiner Form zu erforschen...
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