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    "Tetris"-Film wird verrückte Story auf den Spuren von "Social Network"
    Von Björn Becher — 25.08.2020 um 13:00
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    Seit Jahren will Hollywood aus dem Videospiel „Tetris“ einen Kinofilm machen. Statt eines lange geplanten Sci-Fi-Films mit den berühmten Klötzchen kommt nun aber ein Drama über die Geschichte hinter dem Kultspiel – mit „Kingsman“-Star Taron Egerton.

    Nintendo

    Als David Fincher einst ankündigte, einen Facebook-Film zu machen, fanden sich unter den Nachrichten zu dem Projekt in den Kommentarspalten von Filmseiten meist sehr skeptische Unkenrufe. Mittlerweile gilt „The Social Network“ nicht nur als moderner Klassiker, sondern als einer der besten und wegweisendsten Filme der 2010er-Jahre.

    Ob es bei „Tetris“ ähnlich laufen wird? Das hofft zumindest Hauptdarsteller Taron Egerton, der nun im Gespräch mit dem GQ Magazine, den Fincher-Film als Vergleich für „Tetris“ heranzieht und eine „verrückte wahre Geschichte“ verspricht.

    Taron Egerton als Henk Rogers

    Der unter anderem aus der „Kingsman“-Reihe und als Elton John aus „Rocketman“ bekannte Egerton verkörpert in „Tetris“ den Computerspieleentwickler Henk Rogers, der das Kult-Spiel nicht erfand, aber populär machte. Er erwarb von dem eigentlichen Erfinder, einem Russen, die Lizenz für Spielekonsolen und war dann dafür verantwortlich, dass das Klötzchen-Puzzle-Spiel auf dem Game Boy erschien und seinen Siegeszug antrat.

    Die „verrückte, aber wahre“ Geschichte, wie Henk Rogers an die Lizenz kam, soll „Tetris“ nun erzählen und das soll ziemlich abgefahren werden. Wie im GQ-Artikel über Egerton erwähnt wird, spielt dabei unter anderem der russische Geheimdienst KGB eine Rolle.

    Der vom Hauptdarsteller selbst geäußerte Vergleich mit „The Social Network“ dürfte aber auch daher rühren, dass wohl auch in „Tetris“ zudem ein Rechtsstreit eine große Rolle spielen dürfte. Ein solcher tobte nämlich jahrelang – unter anderem zwischen den Videospielriesen Atari und Nintendo.

    20th Century Studios
    "Kingsman"-Star Taron Egerton wird zu Henk Rogers.

    Gedreht werden soll der „Tetris“-Film ab Anfang 2021, ein möglicher Kinostart wäre dann in der sogenannten Oscar-Saison am Ende des Jahres 2021 denkbar.

    Allerdings verweist Egerton selbst im GQ Magazine darauf, dass man aufgrund der Corona-Pandemie dahinter natürlich ein dickes Fragezeichen machen muss.

    Inszenieren soll das Drama der britische Filmemacher Jon S. Baird („Drecksau“, „Stan & Ollie“). Als Produzent ist zudem „Kingsman“-Macher Matthew Vaughn an Bord.

    Ob es in Hollywood weiter Pläne für eine Verfilmung des Spiels selbst gibt, ist nicht bekannt. Um das einst als „epischer Sci-Fi-Thriller“ und Auftakt einer ganzen Trilogie angekündigte andere „Tetris“-Projekt ist es seit Jahren sehr ruhig geworden.

    Zum Abschluss des Artikels noch eine Lesempfehlung. Bei unseren Kollegen und Computerspielexperten von GameStar gibt es einen sehr interessanten Artikel zur Geschichte hinter dem Kult-Spiel:

    Hier könnt ihr „Die dunkle Seite von Tetris - Wie das Puzzlespiel seine Erfinder verfluchte“ auf Gamestar.de lesen.

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