Schnell-Bewerter
Mein FILMSTARTS
    Richtig schade: Darum wurde Robin Williams als Riese in "BFG - Big Friendly Giant" abgelehnt
    Von Daniel Fabian — 21.11.2020 um 15:00
    facebook Tweet

    Lange bevor Steven Spielberg „BFG“ 2016 verfilmte, war bereits eine Adaption von Roald Dahls Buch im Gespräch – mit Robin Williams als titelgebendem Riesen. Das Vorsprechen lief allerdings nicht nach Wunsch. Am Ende ging die Rolle an Mark Rylance.

    Constantin Film Verleih GmbH

    BFG - Big Friendly Giant“ (2016) ist der erste Film von Steven Spielberg, den der Hollywood-Altmeister für Disney drehte. Finanziell war die Verfilmung des hierzulande als „Sophiechen und der Riese“ bekannten Roald-Dahl-Klassikers allerdings (trotzdem) eine ziemlich Bruchlandung, spielte bei reinen Produktionskosten von 140 Millionen Dollar gerade einmal 195 Millionen Dollar ein.

    Eine Leinwandadaption des beliebten Kinderbuchs war bereits in den 90er Jahren geplant. Lange bevor Spielberg als Regisseur an Bord war, bissen sich bereits zahlreiche Drehbuchautoren die Zähne an der Geschichte aus – und auch die Suche nach der Idealbesetzung gestaltete sich als schwierig.

    Kurz vor der Jahrtausendwende sah es bereits ganz so aus, als würde Robin Williams die Titelrolle übernehmen. Doch irgendwas passte nicht…

    Robin Williams passte einfach nicht!

    Es scheint geradezu undenkbar, dass Williams ungeeignet für die Rolle war – für einen derart liebenswerten Part in einem ebenso liebenswerten Abenteuer. Das hatte ja auch schon z. B. bei der Peter-Pan-Verfilmung „Hook“ 1991 geklappt. Aber „Hook“ ist eben nicht „BFG“ – und Peter Pan kein durcheinander brabbelnder Riese.

    Produzent Michael Siegel sprach später von einer „überraschenden Enttäuschung“, dass der legendäre Comedian und Schauspieler nicht in die Rolle des Big Friendly Giant passte – obgleich die Gründe dafür ziemlich offensichtlich sind.

    ›› "Sophiechen und der Riese" bei Amazon*

    Sony Pictures
    Robin Williams (rechts) in Steven Spielbergs "Hook"

    Robin Williams’ Hang zur Improvisation war das Markenzeichen des Schauspielers – das sich aber einfach nicht mit der einzigartigen Art und Weise vereinbaren ließ, in der der BFG spricht. „Er hat versucht, die wirre Sprache zu improvisieren. Es war hölzern, es hat komischerweise nicht funktioniert“, erinnert sich Siegel (via Variety).

    „Es war schwieriger als es aussah, sogar für Robin. Das war eine bittere Erfahrung für uns.“

    Es sollte einfach nicht sein. Am Ende kam der Film aber doch noch zustande, nur eben anders.

    Die Lösung: Mark Rylance und eine "E.T."-Rückkehrerin

    2014 (also ausgerechnet im Todesjahr von Robin Williams) nahm das Projekt dann schließlich doch noch Form an. Man fand in Steven Spielberg nicht nur einen Regisseur, sondern konnte außerdem auch „E.T.“-Autorin Melissa Mathison gewinnen.

    Für Spielberg kehrte sie über 30 Jahre nach ihrem größten Erfolg nach Hollywood zurück und schrieb kurz vor ihrem Tod doch noch einmal ein Drehbuch.

    In die Titelrolle schlüpfte letztlich der sanft-charismatische Mark Rylance, der 2015 bereits für seine Darbietung als sowjetischer Spion in Spielbergs „Bridge Of Spies“ mit dem Oscar ausgezeichnet wurde und schließlich auch in „Ready Player One“ für Spielberg vor der Kamera stand – als exzentrisches Programmierer-Genie James Halliday.

    Nach "Ready Player One" kommt "Ready Player Two": So geht es in der Fortsetzung weiter

    „BFG“ läuft am heutigen 21. November um 20.15 Uhr auf Sat.1.

    *Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Back to Top