Chuck Norris

Familienstand

Jobs Schauspieler , Drehbuchautor , Ausführender Produzent mehr
Vollständiger Name

Carlos Ray Norris

Nationalität
Amerikanischer
Geburtstag 10. März 1940 (Ryan, Oklahoma - USA)
Todestag 20. März 2026 im Alter von 86 Jahren

Biographie

Aus einer Studie des Online-Magazins Slate von 2011 geht hervor, dass kein Schauspieler in Hollywood schlechtere Filme dreht als Chuck Norris – trotzdem ist der Kultstatus der bärtigen Trash-Ikone unbestritten. Den verdankt er jedoch kurioserweise weniger seinen Auftritten in Film und Fernsehen, sondern eher den mittlerweile legendären Chuck-Norris-Facts, mit denen die stereotypen Rollen des Action-Stars als unbezwingbarer, heldenhafter Einzelgänger parodiert werden und die längst ein fester Bestandteil der Internetkultur geworden sind. Neben „The Official Chuck Norris Fact Book“, an dem Norris als Co-Autor mitwirkte, gibt es zahlreiche Buchveröffentlichungen aus aller Welt zu dem Phänomen, so dass die wahren Fakten über den Kampfsportmeister und Schauspieler scheinbar immer weiter in den Hintergrund rücken.

Born in the USA

Der am 10. März 1940 als Carlos Ray Norris Jr. geborene B-Movie-Star ist halb Cherokee, halb irischer Abstammung, wurde in der Schule oft gehänselt und war nicht besonders sportlich. Nach seinem High-School-Abschluss trat Norris 1958 der United States Air Force bei und wurde als Militärpolizist in Korea eingesetzt, wo er den Spitznamen Chuck erhielt und sich erstmals dem Kampfsport zuwandte. Er begann die koreanische Kampfkunst Tang Soo Do zu erlernen und gründete nach seiner Rückkehr in die USA 1962 mehrere Karateschulen. Dort trainierte er prominente Schauspieler wie Priscilla Presley und Michael Landon sowie den „Die glorreichen Sieben“-Star Steve McQueen, der ihn auf die Idee brachte, ins Filmgeschäft einzusteigen. Zunächst konzentrierte sich Norris jedoch auf seine Sportlerkarriere und wurde 1968 zum Mittelgewichtsweltmeister im Karate. Seinen Titel konnte er bis zu seinem Abschied vom professionellen Kampfsport im Jahr 1974 sechsmal verteidigen - der für seinen kraftvollen Roundhouse-Kick berüchtigte Bartträger galt gar als beinahe unbesiegbar. Später erhielt er als einer der ersten Westler den Rang eines 8. Dan des Schwarzen Gürtels im Taekwondo. Im Alter von 34 Jahren hatte Norris bereits 32 Karateschulen eröffnet sowie zahllose Trophäen und Auszeichnungen angehäuft – nun war es an der Zeit mit seinen Kampfsportfähigkeiten auch die Kino-Leinwand zu erobern.

Ein Mann für Recht und Gesetz

Als Filmgegner von Bruce Lee in „Die Todeskralle schlägt wieder zu“ lieferte Chuck Norris dem Superstar 1972 einen großen Kampf und sammelte wichtige Erfahrungen vor der Kamera. Eine noch größere Rolle spielte er zwei Jahre später im wenig beachteten Action-Schinken „Der Boss von San Francisco“, in dem er als Gangsterboss Chuck Slaughter mit eiserner Faust über Chinatown regiert. 1977 bekam Norris seine erste Hauptrolle in einer amerikanischen Produktion und durfte darüber hinaus erstmals einen der „Guten“ verkörpern: Die Macher von „Breaker! Breaker!“ setzten eher auf die meisterhaften Kampfsporteinlagen des Schauspielers, als auf aussagekräftige Dialoge und so dauerte es nicht lange, bis er für die Rolle des schweigsamen, gesetzestreuen Einzelkämpfers abonniert war. Es folgten „Das stumme Ungeheuer“ und „McQuade, der Wolf“, mit denen Norris seine Popularität festigen konnte, ehe er 1984 mit „Missing in Action“ einen Kassenschlager landete. Der Vietnam-Actionfilm atmet den Geist des zu Beginn der 80er Jahre tobenden Kalten Krieges der Reagan-Ära: Veteran James Braddock kehrt nach zehn Jahren zurück nach Vietnam, um amerikanische Kriegsgefangene aus den Händen der Kommunisten zu befreien. Auch in den beiden Fortsetzungen übernahm Norris die Rolle des patriotisch-reaktionären Kriegshelden, der gnadenlos mit den amerikanischen Feindbildern abrechnet und sich den Revanchismus auf sein Sternenbanner geschrieben hat. Beim dritten Teil der Reihe „Braddock: Missing in Action III“ arbeitete er dabei erstmals unter der Regie seines Bruders Aaron Norris.

Im Alleingang gegen den Terror

Nach dem kommerziellen Erfolg von „Missing In Action“ ging Chuck Norris mit „Invasion U.S.A.“ und „Delta Force“ die Bedrohung durch den Terrorismus an: Die mit fragwürdigen politischen Subtexten gespickten Werke wurden von den Kritikern förmlich zerrissen. Obwohl „Cusack – Der Schweigsame“ von der Presse ungewohnt gut aufgenommen wurde, begann Norris‘ Stern am Actionhimmel gegen Ende der 80er zu sinken und es folgten zahlreiche Flops. „Delta Force 2 - The Colombian Connection“, „Hitman“ und „Sidekicks“ – alle von Bruder Aaron inszeniert – scheiterten und während Norris mit großen Schritten auf die 50 zueilte, übernahm eine jüngere Schauspielgeneration das Regiment im Actionfach. Auch die dritte „Delta Force“-Fortsetzung brachte nicht den gewünschten Erfolg und so entschied Norris sich, sein Glück im Fernsehen zu versuchen.

Walker, Texas Ranger

Mit der Actionserie „Walker, Texas Ranger“ feierte Chuck Norris ein erfolgreiches Fernsehdebüt. Norris wurde auch ausführender Produzent der langlebigen Reihe, deren über 200 Folgen ab 1993 im amerikanischen TV liefen. Im Jahr 2005 wurde außerdem der Fernsehfilm „Walker, Texas Ranger: Feuertaufe“ produziert, für den das Schauspielraubein noch einmal in die Rolle des Texas Rangers Cordell Walker schlüpfte, um auf den Straßen von Dallas für Recht und Ordnung zu sorgen. Von der Kinoleinwand hielt sich Norris in den 90er Jahren zugunsten der Serie fern und konzentrierte sich stattdessen – mit wenigen, aber dafür peinlichen Ausnahmen wie den Hunde-Humbug „Top Dog“ - auf seine Arbeit im Fernsehen. Nach dem Ende von „Walker Texas Ranger“ wurde es ruhig um Norris. Mit zweitklassigen Actionfilmen wie „Bells of Innocence“ und „The Cutter“ konnte der in die Jahre gekommene B-Movie-Star kaum Aufmerksamkeit erregen. Seit Dezember 2010 ist er dafür Ehrenmitglied der „Texas Ranger“, der von ihm verkörperte Walker sei „in jeder Hinsicht achtsam, sorgfältig und ehrenwert“ gewesen, so die Begründung.

Im Dezember 1958 heiratete Chuck Norris seine High-School-Freundin Diane Holechek, von der er sich 1988 nach 30 Ehejahren scheiden ließ. Sie haben drei gemeinsame Kinder: Mike und Eric sowie die 1964 geborene Tochter Dina, die als einziges der drei Geschwister nicht in Norris’ Autobiographie von 1988 „The Secret Of Inner Strength: My Story“ erwähnt wird. 1998 heiratete er seine zweite Ehefrau Gena O'Kelley, mit der er 2001 die Zwillinge Dakota Alan und Danilee Kelly bekam. Als überzeugter Christ ist Norris sozial sehr engagiert und gründete 1992 die Hilfsorganisation Kickstart, um Gewalt und Drogenhandel an Schulen entgegenzuwirken. Außerdem ist er Anhänger des Kreationismus und lehnt die Evolutionstheorie ab – die Chuck-Norris-Facts geben ihm Recht: Es gibt keine Evolution, sondern nur eine Liste von Kreaturen, denen Chuck Norris erlaubt zu leben…

Die ersten Filme und Serien

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Rollkommando
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Die besten Filme und Serien

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1972
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1983
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Braddock - Missing in Action III
1988

Die Karriere in Zahlen

57
Karrierejahre
0
Preis
41
Filme
5
Serien
0
Nominierung
0
Kinostart

Bevorzugte Genres

Action : 62 %
Abenteuer : 14 %
Thriller : 14 %
Komödie : 11 %

Seine FILMSTARTS-Statistiken

2
Videos
50
Bilder
44
Nachrichten

Hat häufig zusammengearbeitet mit ...

foto von Aaron Norris
Aaron Norris
13 Filme
The Novice (2013), The Cutter (2005), Walker, Texas Ranger: Feuertaufe (2005), Action Warrior (1996), Top Dog (1995), Top Dog (1995), Hellbound (1994), Sidekicks (1992), Hitman (1991), Delta Force 2 - The Colombian Connection (1990), Braddock - Missing in Action III (1988), Octagon (1980), Black Tiger (1978)
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Robert Wall
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2 Filme und 1 Serie
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foto von Bruce Lee
Bruce Lee
3 Filme
Bruce Lee - Mein letzter Kampf (1978), Der Mann mit der Todeskralle (1973), Die Todeskralle schlägt wieder zu (1972)
foto von Judson Mills
2 Filme und 1 Serie
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3 Filme
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Walker, Texas Ranger: Feuertaufe (2005), Walker Texas Ranger 3: Deadly Reunion (1994), Walker, Texas Ranger (1993)
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