Immer wieder donnerstags stellen wir hier bei FILMSTARTS euch die größten und besten Neustarts im Kino vor – und auch wenn Anfang September die ganz großen Blockbuster ausbleiben, gibt es auch in dieser Woche wieder einige sehenswerte Titel. Dazu gehört zum Beispiel „Das gewisse Etwas“. Die Komödie ist das Remake des französischen Films „Was ist schon normal?“, der in seinem Heimatland fast elf (!) Millionen Menschen in die Kinos gelockt hat. Zum Vergleich: „Avatar 3: Fire And Ash“ und „Das Kanu des Manitu“ kamen (in Deutschland) 2025 auf jeweils rund fünf Millionen, also gerade mal die Hälfte.
In „Das gewisse Etwas“ geht es um das Gauner-Duo Karlo (Florian Lukas) und Alex (Max von der Groeben), das auf der Flucht vor der Polizei die Gelegenheit nutzt, sich einer Reisegruppe von neurodivergenten Menschen anzuschließen – Alex als angeblicher Mitreisender und Karlo als dessen Betreuer. Doch schon bald droht die Scharade aufzufliegen, weil Alex sich in die Sozialarbeiterin Polly (Mala Emde) verliebt und es Ärger mit einem Komplizen gibt. 3,5 von 5 Sternen gibt es von uns für diese warmherzige, witzige und weltoffene Feel-Good-Komödie.
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Eine weitere deutsche (Co-)Produktion, die wir euch ans Herz legen können, ist „Vaterland“. Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski, dessen „Ida“ 2015 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde, schickt hier Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter Erika (Sandra Hüller) auf eine fiktive Reise durch das Deutschland der Nachkriegszeit.
Als „in grandiosen Schwarz-Weiß-Bildern gefasste Alternativ-History-Version von Thomas Manns Deutschlandreise 1949“ loben wir „Vaterland“ in der FILMSTARTS-Kritik und vergeben dafür ebenfalls gute 3,5 von 5 Sternen. Mit einer Laufzeit von gerade einmal 82 Minuten erwartet euch hier Pawlikowskis vielleicht kurzweiligster Film.
Kurzweilig ist auch „Onslaught“, wenn auch auf ganz andere Art und Weise. Der Actionfilm von Adam Wingard („Godzilla vs. Kong“) ist eine Hommage an das Genre-Kino vergangener Dekaden und somit eine Rückkehr zu den Wurzeln des Regisseurs, der seine Karriere mit den modernen Kultfilmen „You‘re Next“ und „The Guest“ begann.
In „Onslaught“ geht es um drei genetisch modifizierte Supersoldaten, die nach einem fehlgeschlagenen Militärexperiment eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Als sie Kurs auf die Wohnwagensiedlung nehmen, in der die ehemalige Scharfschützin Celeste (Adria Arjona) mit ihrer Tochter wohnt, geraten sie an eine ebenbürtige Gegnerin. Das wuchtige Sounddesign und die kompromisslose Gewalt überzeugen, allerdings ist „Onslaught“ kein wirklich stimmiges Gesamtpaket, weswegen es von uns nur solide 3 von 5 Sternen gibt.
Mit „That's Why The Lady Is A Champ“ startet heute zudem ein Film in den Kinos, der bereits im November 2025 (!) in den USA zu sehen war. Das dürfte hierzulande allerdings kaum jemand ahnen. Denn erstens heißt das Boxerinnen-Drama im Original eigentlich „Christy“ und zweitens war der Film ein heftiger Flop und hat abseits von Sydney Sweeneys beeindruckender körperlicher Verwandlung für die Rolle kaum Wellen geschlagen.
„That's Why The Lady Is A Champ“ erzählt die wahre Geschichte der Boxerin Christy Martin (Sydney Sweeney): 1989 landet sie eher zufällig beim Boxen, als sie bei einem Turnier ihr großes Talent beweist. Sie lernt den Trainer Jim Martin (Ben Foster) kennen und heiratet ihn schließlich auch, doch während ihr Ruhm zunimmt, zeigt Jim bald seine brutale, kontrollsüchtige Seite. 2,5 von 5 Sternen gibt es für dieses handwerklich und schauspielerisch solide, aber tonal schwächelnde Biopic.