Im Kino eine fiktive Geschichte zu erzählen und damit ein Zeitdokument abliefern zu wollen, ist ein schwieriges Unterfangen. In „Stalingrad“ hat Joseph Vilsmaier gezeigt, dass es unter die Haut gehen und Interesse wecken kann, wenn historisch verbürgte Fakten in fiktive Geschichten von Individuen gegossen und glaubwürdig erzählt werden. Auch Produzent Artur Brauner hat sich mit Aufarbeitungsfilmen der NS-Zeit wie „Hitlerjunge Salomon“ einen Namen gemacht. Durch die Idee, mit auf die Fahrt in einem Deportationszug zu gehen, gewinnt „Der letzte Zug“ der Holocaust-Thematik eine neue Perspektive ab.