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    Das weiße Band
    Durchschnitts-Wertung
    4,0
    211 Wertungen - 31 Kritiken
    Verteilung von 31 Kritiken per note
    5 Kritiken
    16 Kritiken
    4 Kritiken
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    31 User-Kritiken

    Kino:
    Anonymer User
    2,5
    Veröffentlicht am 25. Oktober 2018
    Bemüht um das Aufzeigen gesellschaftlicher Spannungen, vermag "Das weisse Band" letztlich keine glaubwürdigen und komplexen Figuren zu entwerfen, sondern lediglich Stellvertreter für historische Tendenzen. Dieses Panorama bewegt sich dabei eher auf dem Niveau eines Fernsehfilms, der recht halbgare historische Analysen kolportiert, indem er Stereotype aufeinander losgehen lässt. Zudem garniert Haneke das Ganze mit einem recht unnötigen Mystery-Plot, der wohl verunsichernd wirken und die Arthouse-Ambitionen des Films beweisen soll.
    Cursha
    Cursha

    User folgen 2777 Follower Lies die 995 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 11. November 2018
    Wieder gelingt es Michael Haneke ein extrem bewegendes Drama zu kreieren, welches den Vorabend des ersten Weltkriegs schildert und eine Generation durchleuchtet, die später zum Nationalsozialismus gehört. Außergewöhnlich und spannend. Bewegend und tief gehend. Eine wunderbare Perle, der der großartige Look in Schwarz/Weiß zu gute kommt.
    Gringo93
    Gringo93

    User folgen 154 Follower Lies die 428 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 6. November 2013
    Fazit: Ein Meisterwerk der deutschen und österreichischen Filmgeschichte. Packende Bilder, Spannung und exzellente Darsteller. Zudem eine ernstzunehmende Thematik.
    Dmitrij Panov
    Dmitrij Panov

    User folgen 10 Follower Lies die 99 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Hier haben wir es mit einem Film zu tun, bei dem nicht die unmittelbare, sondern die anschließende Wirkung ausschlaggebend ist. Er ist sicherlich grandios inszeniert (die Kameraführung ist eine cineastische Offenbarung), die Schauspieler sind allesamt überzeugend und die Atmosphäre dicht und düster. Aber er entfaltet sich erst im Nachhinein wirklich, dadurch, dass er auf die vielen Fragen keine klaren Antworten liefert, zwingt er den Zuschauer zu Reflektion: Was war das eben? Wer ist es gewesen? Wer ist der Böse - oder: Wer sind die Bösen? Und die Antwort ist niederschmetternd: Alle, bis auf den Lehrer und seine Freundin. Diese beiden sind die einzigen Lichtblicke, der Rest sorgt für einen kranken Magen. Diese Menschen sind am Ende und doch werden die Geschehnisse kein Ende finden. Die Hoffnung müsste in den Kindern liegen, doch hier sind die Kinder gewiss keine Hoffnungsträger. Die Gewalt, die ihre Eltern an ihnen ausüben, wird nicht in etwas Besserem enden, nein. Der Erste Weltkrieg beginnt und die Gewalt wird auf einer anderen Ebene weitergehen. Und danach werden die Kinder von gestern die Erwachsenen von morgen sein. Und sie werden sich nicht aus dem früheren Hass lösen. Sie werden weiterhin Gewalt an Schwächeren ausüben und sich verbissen an den Stärkeren rächen. Sie werden weitere Ideale erschaffen und ihre Kinder dazu zwingen, sich an diese zu halten. Sie werden ihren Hass an den Reichen auslassen und sie werden sich einer höherliegenden Ideologie verpflichten, weil sie nie eine Freiheit kannten. Sie werden schlagen und rauben, sie werden Unrecht tun, wie ihnen Unrecht angetan wurde. Sie werden den Krüppel hassen und den Wohlhabenden verleumdnen. Sie werden Häuser verbrennen und Menschen töten, das werden sie tun. Und sie werden kaum etwas dafür können: Sie kannten es nie anders. Gewalt mündet in Gewalt, Unterdrückung in Unterdrückung. Die alten Komplexe in neue Allmachtsfantasien. Die Opfer werden zu Tätern und dessen Opfer zu neuen Tätern und nichts wird diesen Fortgang aufhalten können. Ob nun in Deutschland oder sonstwo auf der Welt. Ein Film zum Verdauen und Nachdenken, großartig inszeniert, sehr subtil und sehr traurig.
    Josi1957
    Josi1957

    User folgen 3 Follower Lies die 227 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 18. Juli 2020
    Regisseur und Autor Haneke fängt den sittenstrengen Protestantismus, der den gesellschaftlichen Übergang zum Nationalsozialismus begünstigte, brillant ein. Großartig auch die Kamera von Christian Berger, der wie der Film selbst für den Oscar nominiert war. Die Trophäen gingen schlussendlich an andere.
    pro12
    pro12

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    4,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    ..wie dieser Film von vielen Kinos übergangen wurde und so in Deutschland unterging.Einer der besten deutschen Filme,ohne jeden Zweifel.
    ThomasEdgar
    ThomasEdgar

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    4,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Haneke ist auf Psychologie und Gewalt spezialisiert. Ich erinnere mich noch an die Pianistin. Auch dieser Film seziert akriebisch den Zusammenhang zwischen Abhängigkeiten, Sexualität und der daraus resultierenden Gewalt. Betrachtet man ihn vom Inhalt, findet sich eine gängige akademische Deutung des Vorkriegsdeutschlands, fokussiert auf ein kleines norddeutsches Dorf. Im oberen bürgerlichen und klerikalen Milieu findet sich z.B. der Dorfpfarrer. Obrichkeitsdenken wird erzeugt durch Strafe und Gehorsam vor Gott. Lustfeindlichkeit in Form von Onanieverbot und der Erzeugung von Angst sind Erziehungsrituale jener Zeit, die letztlich einen deformierten Charakter erzeugen. Dieser zeigt sich in der Grausamkeit der gepeinigten Kinder, die ihrerseits gewalttätig werden und Verbrechen begehen. Ab der Mitte des Films dämmert es dem Zuseher. Die Kinder sind verantwortlich für die seltsamen Gewaltakte im Dorf. Der Fim ist schwarz-weiß und verzichtet auf jegliche Filmmusik. Dieses Stilmittel unterstützt einerseits den brutalen Inhalt, schafft andererseits ein wenig Distanz. Auch die Komentare des Dorflehrers, dessen Erzälung die Handlung folgt, schafft kleine Verschnaufpausen in einem Film, der nicht zur leichten Unterhaltung dient. Obwohl ich kein Freund dieses Genres bin, erkenne ich seine Qualität an, denn Form und Inhalt treffen. Der Film besticht auch durch überdurchschnittliches Schauspielerisches Können, wobei die Rolle eines Bürgermeister mit bayrischem Akzent in einem nordeutschen Dorf verzeihbar ist. Es bleibt eine Geschichte mit offenem Ende, wobei jedem die Täter bekannt sind, dem Dorflehrer, dem Pfarrer, der den Verdacht verdrängt, und natürlich dem Kinobesucher. Hier stellt sich für mich allerdings die Frage, was sollte der Gang der Hebamme zur Polizei? Der Fall hätte doch aufgeklärt werden müssen. Auch das Verschwinden von Kind und Arzt bleibt im Dunkeln. Stellt dies einen spannungssteigernden Abschluß dar? Ich fand dieses Ende eher unbefriedigend. Auch der Zusammenhang mit dem Ausbruch des ersten Weltkriegs ist mir nicht klar geworden. Alles in allem ist dieser Film sehr wertvoll und sehenswert.
    Oliver Donnermann
    Oliver Donnermann

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    4,0
    Veröffentlicht am 20. Juni 2010
    Haneckes neuester Film ist, wie all seine Werke kein klassisches Unterhaltungskino, keine leichte Kost die man mal eben so nebenher schaut. Seine Filme haben stets eine wichtige Message und lasten oft noch nach dem Abspann tonnenschwer auf den Schultern ( z.B.Bennys Video, Chronologie des Zufalls etc...) und so ist auch das weisse Band ein Film, den man aufmerksam schaurn sollte. Perfekt ausfotografiert erzählt Hanecke in ruhigen Bildern die Geschichte eines Dorfes, und deren Bewohnern, die sich den schwierigkeiten des Alltags stellen müssen. Zwiachen Verrat und Betrug, falschen Wertvorstellungen und Vertrauensbruch erleben die Hauptprotagonisten ihren Untergang auf verschiedene Weise. Ein wahnsinnig intensiver Film, sofern der Zuschauer in der Lage ist sich auf dieses sehr ruhige Erlebnis eintulassen.
    nahiera
    nahiera

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    4,5
    Veröffentlicht am 8. März 2010
    Dieser Film bringt sehr authentisch das Leben einer Dorfgemeinschaft, Anfang des 20. JH's zum Ausdruck. Immerwaehrend praesent im Subtext ist die Gewaltbereitschaft der Dorfbewohner, provoziert durch die damalige gesellschaftliche und kirchliche Moral. Hier werden die Kinder fuer die Greueltaten des 1. Weltkrieges vorbereitet. Auch deutlich ist die gesellschaftliche Enge: nicht nur die Kirche sondern auch materielle Gruende konservieren den Stats quo im Dorf, kaum Einer vermag aus seinen Rollen auszubrechen. Ein durchgaengig spannender Film, der versucht perpetuierende Gewalt zu erlaeutern. Schlimm fand ich Verarbeitung des Themas des sexuellen Mißbrauchs, aber auch dieses Thema gehoert in den Kontext.
    nonSens
    nonSens

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    4,0
    Veröffentlicht am 8. August 2010
    Kein Film für jedermann. Man fragt sich die ganze Zeit "was soll das eigentlich?" Warum bekommt der Film so gute Kritiken? Die meiste Zeit ist der Film nicht sonderlich interessant, im Gegenteil, das Szenario ist ein deutsches Dorf in dem zahlreiche sonderbare Dinge geschehen. Aber eigentlich fehlte mir jederzeit die Spannung. Erst als ich am Ende den tieferen Sinn des Films verstanden hatte konnte ich ihn als wahres Meisterwerk bezeichnen. Und genau aus diesem Grund ist der Film eher was für Menschen mit Geduld und Tiefgang. Wer diesen Film sieht sollte nicht davon ausgehen das der Film, wie heutzutage üblich, den Zuschauer das denken abnimmt.
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