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    So finster die Nacht
    Durchschnitts-Wertung
    3,8
    201 Wertungen
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    34 User-Kritiken

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    3 Kritiken
    Max H.
    Max H.

    User folgen 73 Follower Lies die 153 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 7. Juli 2012
    Mittlerweile gibt es ein amerikanisches Remake zum schwedischen Kultfilm "So finster die Nacht". Aber dadurch wirkt der Film ja jetzt nicht automatisch überholt, vor allem da ich das Remake nicht gesehen habe und sich beide Filme Kritikern zu Folge irgendwie die Waage halten. Ich komme aber ganz zwangsweise zu dem Schluss, dass "Let me in" einiges zu bieten haben muss, denn "So finster die Nacht" von Thomas Alfredson ist ein beklemmendes Kleinod über Liebe, Freundschaft, aber auch Rache und Tod, wunderbar eingebettet in die kalte Landschaft Schwedens.
    Klappe auf, Schnee. Klappe zu. Klappe auf, Schnee. Langweiliger kann ein Film nicht beginnen, mag man meinen. Aber diese Szene leitet sinnbildlich die Stimmung der nächsten gut zwei Stunden ein und das ist keineswegs von Nachteil. Die ersten Szenen lassen Bilder sprechen, auf eigensinnige, raue und dreckige Art, aber vor allem wortkarg, sodass man das Panorama einer kleinen Siedlung in Stockholm aufnehmen kann. Der Film beginnt auch nicht damit, Träume zu zerschmettern, hier liegt schon alles in Trümmern. Egal, wer als nächster das Bild betritt, er ist entweder in der nächsten Szene tot oder muss sein bedauernswertes Leben weiterführen.,
    "Hierbleiben heißt Sterben, Weggehen heißt Leben", dieses Leitmotiv erklärt die 12 – jährige Eli Oscar, Protagonist, gebeutelter Schüler und Außenseiter. Beide Eltern geschieden, lebt Oscar in seiner Welt und kann sie nur mit Eli teilen, einer Vampirin. Ebenso traurig schön, als auch dramatisch aggressiv vermischen sich jetzt die beiden Welten der Heranwachsenen, umgeben von Erwachsenen, die sie nicht verstehen oder verstehen können.
    Anstatt jetzt zu überdrehen, bleibt Regisseur Alfredson völlig kalt, die beiden jungen Protagonisten verleihen durch ihre kindliche Naivität dem Film eine besondere reale Note und lassen nie vergessen, dass der Film in vielleicht sogar erster Linie, eine Liebesgeschichte zwischen zwei Außenseitern ist.
    Die eingestreuten Gewaltszenen sind wundervoll dezent gestreut, hauen einen aber deswegen in der ein um anderen Szene völlig um.
    Auch dem letzten Zuschauer wird dann bei der Hälfte des Films klar, dass das kein gutes Ende nimmt. Vor allem Per Ragnar, als Eli's Vater wird ein derart trauriges Schicksal zu Teil, dass man es fast schon nicht mehr aushalten kann.
    Fazit: "So finster die Nacht" schockiert und deprimiert zugleicht auf selten dagewesene, intensive Art.
    Dennoch weist sie trotz dieser Widrigkeiten eine naive Liebesgeschichte zweier Kinder auf und das ist die überragende Leistung Alfredsons. Abgesehen von einer merkwürdigen, aber irrwitzigen Katzenszene mit kleinen Abzügen in der B-Note, kann sich der Film nichts vorwerfen lassen. Wenn Oscar und Eli sich im Zug dann Morsezeichen zufunken, entschädigt dass seelisch auch für den schwer – depressiven Mittelteil. Somit wird Alfredsons Werk zu einer wilden Mixtur von Horror, Drama und Romantik – Elemeten und vermischt diese, wie es kaum ein Film zu bewerkstelligen weiß und gehört folgerichtig auf jede Hitliste von genreübergreifenden Filmjuwelen der letzten Zeit. Ein Meisterwerk.
    Pato18
    Pato18

    User folgen 1.346 Follower Lies die 985 Kritiken

    1,0
    Veröffentlicht am 13. Februar 2013
    "So finster die Nacht" ist leider ein stinklangweiliger film... mit horror hat das wenig zu tun naja! ich bin richtig enttäuscht muss ich sagen,weil da war ja null spannung und null action dabei.das einzigste was noch oke war das war das ende,denn dafür gibt es immerhin noch den ganzen stern...
    Cursha
    Cursha

    User folgen 4.484 Follower Lies die 1.000 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 29. Mai 2022
    Optisch ist der Film gut und auch die Figuren sind mitreißend. Die Geschichte ebenfalls solide und gut, aber dennoch weiß ich nicht was es ist, dass ich diesen Film am Ende eben doch nur gut finde. So ganz gepackt hat er mich eben doch nicht, obwohl er ein erfrischend anderen Wind in das tote Vampirgenre gebracht hat. "So Finster die Nacht" ist ein Film den ich leider nicht wirklich richtig einordnen kann.
    rock_soul
    rock_soul

    User folgen 9 Follower Lies die 125 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 25. April 2019
    Der Titel passt wie die Faust aufs Auge. "So finster die Nacht" hat etwas düsteres, melancholisches..aber auch poetisches und das ist der Film. Hier stehen Gefühle und Stimmungen im Mittelpunkt und nicht das Vampier-sein. Der Film besticht mit schönen Bildern, einer ruhigen Erzählweise ,die überraschenderweise nie wirklich öde wird, und natürlich den beiden jungen Hauptdarstellern. Ein sehr guter Film bei dem man allerdings wissen sollte was auf einen zukommt um nicht endtäuscht zu werden. Sicherlich nicht für einen popcorn abend gedacht...aber sehenswert
    Flibbo
    Flibbo

    User folgen 6 Follower Lies die 64 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Zuletzt sorgte der gut gemachte Vampir-Schocker „30 Days Of Night“ für Aufsehen. Der schwedische Regisseur Tomas Alfredson thematisiert die Blutsauger, nach einer Romanvorlage, wieder auf eine völlig andere Weise, aber nicht weniger eindringlich. Was seinen Film auszeichnet ist die stille Atmosphäre, gewürzt mit einer zarten Liebesgeschichte und einer latenten Prise rabenschwarzen Humors.



    Es ist sehr schwer mit dem männlichen Protagonisten, dem Loser Oskar, warm zu werden. Die junge Hauptdarstellerin Lina Leandersson überzeugt mit ihrer besonderen Ausstrahlung dafür umso mehr. Und die beiden bilden zusammen ein seltsames wie niedliches Paar. Einige Fragen werden in diesem schaurigen Drama offen gelassen, doch das stört das Gesamtbild kaum. Mit den Horror-Effekten wird sparsam umgegangen, dafür wirken die blutigen bzw. schockenden Szenen umso intensiver. Davon abgesehen ist „So finster die Nacht“ nämlich mit besonders großer Ruhe inszeniert, geprägt von einer überragenden Kameraarbeit. So stilvoll präsentiert sich guter Horror nur selten. Daher ist „So finster die Nacht“ mal wieder eine kleine Perle aus Skandinavien, und wahrscheinlich auch das ideale Gegenstück zum Hollywoodstreifen „Twilight“.
    Kino:
    Anonymer User
    1,0
    Veröffentlicht am 7. Dezember 2011
    Ich binein großer Fan dieser Seite und fand die Kritiken bisher immer ziemlich zutreffend.
    Bei diesem Film verstehe ich die fast durchweg guten Bewertungen überhaupt nicht. Wie ein User schon geschrieben hat, wurde er müde bei dem Film. Ich hingegen wurde richtig sauer, weil er:
    Erstens: Total langweilig war.Die Geschichte hätte man in 10 Minuten erzählen können.
    Zweitens: Die Darsteller, die hier ausschließlich gelobt werden, sind einfach schlechte Schauspieler sind. Alleine der Junge nervt mich über den ganzen Film.
    Drittens:Die allgemeine Darstellung ist meines erachtens nicht gelungen. Der Mord zu Beginn in diesem undichten Wald, wirkt kaum glaubhaft und der Mordversuch in der Umkleidekabine ist nur noch lächerlich.

    Ich habe mir den Film bis zum Ende angesehen und kann mich bis heute nur darüber ärgern.
    DerAtmer
    DerAtmer

    User folgen 8 Follower Lies die 81 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 22. März 2011
    An diesem Film scheiden sich die Geister. Man sollte keinen klassischen Horror erwarten sonst wird man enttäuscht. 5/10 Punkte
    Lamya
    Lamya

    User folgen 841 Follower Lies die 801 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Einer der besten drei Filme, die ich jemals gesehen habe. Vlt. passt Horror nicht so ganz, aber wen stört es. Die Kids haben verdammt überzeugend gespielt. Der Film hat von Anfang bis Ende eine sehr bedrückende Stimmung. Jede Minute durchdacht. Einfach spitzenklasse. Sollte man sich ansehen. Schade das solch tolle Filme kaum angekündigt werden und nur wenige Leute ihn zu sehen bekommen.

    10/10
    Marc-aus-Aachen
    Marc-aus-Aachen

    User folgen 29 Follower Lies die 158 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 6. November 2011
    Ein wunderbares Kleinod, irgendwo zwischen zärtlicher Coming-of-Age-Geschichte, Vorortsoziotop, Schülerterror und Vampirhorror angesiedelt. Die resignative Einsamkeit der beiden Hauptfiguren und ihr vorsichtiges und fragiles Zueinanderfinden ist sicher der berührendste Inhalt. Die Tristesse des skandinavischen Vorortes mit hoher Arbeitslosenzahl weckt eher Hoffnungslosigkeit als gesellschaftliche Wut. Die Figur des jugendlichen Vampires undefinierbaren Geschlechtes und zwischen Höllengestalt und Engel ist wunderbar zwiespältig und schillernd. Ein ungewöhnlicher Film. Anschauen!
    Alex M.
    Alex M.

    User folgen 6 Follower Lies die 16 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 22. Februar 2014
    Es gibt Filme, von denen man noch nichts gehört hat, von denen man eigentlich zuallererst reinen unterhaltsamen Zeitvertreib erwartet und am Schluss wird einen der Boden unter den Füßen weggezogen.
    So überraschte mich dieser Film und zwar auf mehr als positive Art.
    Fernab vom fulminantem Hollywood-Bombast ein solch tiefgründiges Kleinod, das einen in melancholische Dunkelheit hüllt, mit einer kalten und ziemlich hoffnungslosen Welt voller desillusionierter Leute konfrontiert und nicht mehr loslässt.
    In dieser Düsternis entsteht diese Beziehung eines gebeutelten emotional von seiner Umwelt isolierten Jungen mit einem Mädchen, welches zum Teil naiv, aber doch auch auf eine reife und aufgeklärte Weise, sich als Andersartige, als Vampirin, in der Welt behaupten muss, in der sie gelandet ist.
    Sehr subtil wird diese Partnerschaft dargestellt und die ganze Zeit fiebert man auch mit den Protagonisten mit, die einen ehrlichen, was das Mädchen betrifft dunkel-faszinierenden Charme versprühen ohne dass auch jemals in irgendeiner Art Kitsch aufkommen mag.
    Was auch daran liegt, dass die Welt um sie herum sich nicht verändert, die kühle Realität steht den beiden jäh entgegen und lässt den beiden nicht viel Spielraum.
    Schauspielerisch für mich glänzend vollzogen wie sie in jener Isolation die Figuren verkörpern, nichts wirkt aufgesetzt, alles kauft man ihnen ab.
    Ein Film mit Kindern, aber wohl nicht für Kinder, denn inmitten dieser Melancholie gibt es kleinere aber dafür eindrückliche Szenen, die zwar nicht pompös in Szene gesetzt werden, was dem Film auch nur gut tut, dafür aber einen schaurig-schönen und blutigen Beigeschmack verleihen, wo der eigene Kopf sich nur noch den Rest dazudenken muss.
    Nur zu empfehlen dieses Horror-Drama, vor allem für jene die die Bodenständigkeit in einem Film nicht vermissen möchten.
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