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    Harry Brown
    Durchschnitts-Wertung
    3,5
    82 Wertungen - 15 Kritiken
    Verteilung von 15 Kritiken per note
    1 Kritik
    4 Kritiken
    6 Kritiken
    2 Kritiken
    2 Kritiken
    0 Kritik
    Deine Meinung zu Harry Brown ?

    15 User-Kritiken

    Jimmy v
    Jimmy v

    User folgen 209 Follower Lies die 506 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 17. Oktober 2012
    Jugendgewalt, Selbstjustiz und Waffenbesitz - das sind so die drei großen Themen, die "Harry Brown" anspricht, und das auf eine herausfordernde Weise. Sicherlich kann man nun, wie die Redaktion, die Message des Films beklagen oder die bescheuert-markigen Werbesprüche kritiseren, wie manche Userkritiken das hier tun. Doch den Film dafür dann mit 3 von 5 abzuwatschen, halte ich doch für falsch bzw. genau das, was manche von uns auch in dem Special neulich zu den umstrittensten Filmstarts-Kritiken diskutiert haben: Moral in der Kritik. Es mag ja sein, dass die moralische Thematik von "Harry Brown" einseitig oder harter Tobak ist. Aber erst einmal: Hält das davon ab den Film nicht allein für seine ganzen Stärken über den Durchschnitt zu haben? Wir haben ein genial eingefangenes London, das locker mit den Bildern aus "Fish Tank" oder den "Streets of London"-Bildern aufnehmen kann, welche die Tristesse wunderbar einfangen. Ebenso gibt es auch ästhethisierte Szenen, die aus einem Kunstfilm hätten stammen können, sowie gutes Spiel mit Licht, Schatten und Grau. Dazu schließlich: Michael Caine, der endlich mal wieder eine Hauptrolle spielt und das verdammt gut macht. Im Vergleich zu "Gran Torino" spielt er Clint Eastwood meiner Meinung nach locker gegen die Wand. - Aber was ist nun das Prekäre an "Harry Brown"? Klar, es wird schwarz-weiß gezeichnet und das nicht zu knapp, heißt es. Jedoch finde ich a) das dies nicht einmal so zutrifft und b) es zur Haltung der Charaktere passt. Wenn bspw. der arrogante Superintendant seine 13 Haftbefehle ausüben will und eine "Keine Toleranz"-Politik propagiert, ist das hart, aber er versucht die strukturellen Probleme zu lösen. Mit Harry wiederum sollen wir unsere Verbindung machen und Empathie gewinnen - aber trotzdem erkennen wir ja, dass die Jugendlichen letztlich auch von Erwachsenen angeleitet werden! Man sollte das alles gut bedenken, bevor man den Film vorschnell abtut. Ich habe einfach ein Problem damit moralische Wertvorstellungen zu heftig in eine Wertung einfließen zu lassen. - Ein paar kleinere Schwächen trüben das Filmvergnügen aber auch: So gibt es manche voraussehbare Wendung, manche eigenartige Charakterzeichnung bei den Nebenfiguren, und ein bisschen unausgegorenes Verhältnis zwischen Haupt- und Nebenplot. - Fazit: "Harry Brown" ist ein ziemlich interessanter Selbstjustizthriller, der durchaus mit "Gran Torino" zu vergleichen ist und sich auch mehr als dieser Film traut. Natürlich birgt der Film moralische Zweifelhaftigkeiten. Man sollte den Zuschauern aber selbst zutrauen das zu bewerten und es nicht als Hauptgrund nehmen den Film zu unrecht ins Mittelfeld zu schieben, wo er überhaupt nicht hingehört. Eine der besten Leistungen von Michael Caine übrigens noch dazu!
    Janos V.
    Janos V.

    User folgen 29 Follower Lies die 128 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2013
    "Harry Brown" ist ein Film mit vielen hervorragenden Ansätzen, die jedoch letztlich ausnahmslos von der äußerst bedenklichen Moral des Selbstjustiz-Plots hinweggefegt werden. Es kommt fast schon einer Sünde gleich, wie hier die brillante Performance von Michael Caine verschwendet und der stilsicheren Inszenierung der Boden unter den Füßen weggezogen wird, nur weil sich das bedeutungsschwangere Drehbuch wieder und wieder in klischeetriefenden Plattitüden über soziale Brennpunkte verliert. Ein Film braucht eine starke, im Gedächtnis bleibende Aussage, aber auch eine, die man als Verantwortlicher vertreten kann. Selbstjustiz auf diese unerträglich altkluge Art und Weise abzufeiern gehört nicht dazu. Fazit: "Harry Brown" ist nicht mehr als eine glänzende, aber leere Hülle, deren Selbstjustiz-Moral es dem Zuschauer nicht möglich macht, das herausragende Spiel von Michael Caine wirklich zu genießen.
    PostalDude
    PostalDude

    User folgen 271 Follower Lies die 683 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 27. Februar 2014
    Michael Caine in Bestform! Michel Caine ist Harry Brown, ein alter Kriegsveteran, der vor sich hin vegetiert und dann in seinem Viertel nochmal RICHTIG aufräumt! Die Schußwechsel sind überraschend blutig ausgefallen und Michael Caine ist einfach nur cool, selbst mit fast 80 noch! :D
    Kino:
    Anonymer User
    3,5
    Veröffentlicht am 4. Oktober 2016
    Harry Brown ist weniger als geradliniger Rachethriller angelegt, sondern als Charakter- und Milieudrama, das eine pessimistische Grundhaltung beweist: die Polizei ist selbst nicht in der Lage, die Handlung ohne den herumschießenden Harry Brown in den Griff zu kriegen; Kriminalität, Drogen etc. existieren in einem von Gewalt und emotionaler Kälte geprägten sozialen Umfeld, ohne dass ein Ende in Sicht ist; auch Rachefeldzüge können dort im für den Ausführenden besten Falle nur ein Teilsieg sein.
    Kino:
    Anonymer User
    3,0
    Veröffentlicht am 14. Oktober 2010
    "Harry Brown" ist ein solider Rache-Thriller geworden, der in der ersten Hälfte noch ziemlich gemächliches Tempo geht, dann aber in Hälfte zwei deutlich zulegt. Dennoch zieht sich aufgrund der etwas zu lang geratenen Einleitung die erste Hälfte deutlich in die Länge, wobei Regisseur Daniel Barber besonders auf Authentizität und Glaubhaftigkeit wert legt. Die Action ist gut inszeniert und ist sehr realistisch dargestellt, so dass die Gewalt auch nicht maßlos ausufert. Das Ende wiederum ist Geschmackssache, auf jeden Fall ist es so nicht vorhersehbar. Die Darstellerleistungen sind allesamt sehr ordentlich, vor allem Michael Caine kann in der Rolle des verbitterten alten Racheengels gefallen, wenngleich sie sicherlich nicht zu seinen besten Rollen gehört. Fazit: Wer eine realistischere und nicht allzu gewaltvolle Version von "96 Hours" sehen möchte, ist mit "Harry Brown" sicherlich gut bedient, trotz der einen oder anderen Länge, vor allem zu Beginn des Films.
    Milkqueen
    Milkqueen

    User folgen 6 Follower Lies die 58 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 19. Oktober 2010
    Auf jeden Fall kein Kinderfilm,brutal,manchmal abstossend aber toll gespielt.Michel Caine überzeugt in seiner Rentnerrolle,nicht so cool wie Eastwood in Gran Torino aber trotzdem mit der Botschaft, im Bezug auf die steigende Kriminalität in UK. Fazit:ernst aber ziemlich sehenswert
    Cursha
    Cursha

    User folgen 2812 Follower Lies die 995 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 4. Mai 2016
    Michael Caine trumpft wieder groß auf und zeigt was für ein genialer Schauspieler er doch ist. Allerdings leidet der Film an einer doch sehr dünnen story und der viel zu übertriebenen Gewaltdarstellung. Ich kann vieles in dem Film für nicht ganz ernst nehmen. Zu erwähnen sind noch die kleinen rollen von Iain Glen und Liam Cunningham, dem Jorah Mormont und Davos aus Game of Thrones, was mich sehr gefreut hat.
    Lamya
    Lamya

    User folgen 512 Follower Lies die 801 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 19. September 2010
    Der Film war wirklich klasse. Der Film hat auf jedenfall das übertroffen, was der Trailer versprochen hat. Michael Caine spielt verdammt überzeugend und die Story ist sehr düster und bedrückend. Den Film sollte man sich auf jedenfall mal ansehen. Solche Filme gehören in die Kinos! 8/10
    Filmkieker
    Filmkieker

    User folgen 1 Follower Lies die 38 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 9. September 2010
    Ganz klar, die britische Antwort auf "Gran Torino" mit Clint Eastwood! Allerdings mit mehr Thrill und mehr Blut, dafür aber weitaus weniger Selbstironi des Hauptdarstellers: Michael Cain. Was sehr schade ist. Zwar wären die Parallelen zum Paten aus den USA dann sicher zu groß gewesen aber die ein oder andere, wohldosierte Anspielung auf die Altersmüdigkeit (ob selbstironisch oder nicht) hätten dem im Grunde Bierernsten Thema dennoch sehr gut getan und den nötigen Charme verliehen um daraus ein "vollmundigeres" Werk zu machen. Dennoch ein sehr beklemmendes und Düsteres, an manchen Stellen vielleicht auch etwas überspitzes, Potrait der englischen Gangszene mit einem betont ernsten Michael Caine.
    Thomas Z.
    Thomas Z.

    User folgen 16 Follower Lies die 226 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 21. Juli 2017
    Rechtfertigt ein ideologisch fragwürdiger und klischeehaft überzeichneter, eindimensionaler Plot, einen handwerklich grundsoliden, atmosphärischen Film abzustrafen und in die Niederungen der cineastischen Fragwürdigkeiten zu verbannen? "Harry Brown" ist ein politisch unkorrektes, blutiges Selbstjustiz-Drama, das im trügerischen Mantel einer Milieustudie die mahnenden Apostel der erhobenen Zeigefinger auf den Plan ruft. "Gran Torino" ist in der Konzeption vergleichsweise intelligenter und subtiler angelegt. Diesen Charme kann "Harry Brown" zu keinem Zeitpunkt entwickeln ist aber eben durch seine Kohärenz, ungleich kompromissloser. Wie man es auch dreht und wendet, das Spielfilmdebut von Daniel Barber appelliert vordergründig an niedrigste Instinkte und überlässt die notwendige Reflexion dem Betrachter. "Wenn sie mich fragen, tut uns Harry Brown einen riesigen Gefallen." Das schmeckt nach einem schweren Rotwein, der im Abgang etwas zu bitter ist. Durch die exzellente Darbietung von Michael Caine, kann ich mich zu 7 Punkten durchringen.
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