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    Dante's Peak
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    3,0
    solide
    Dante's Peak
    Von Carsten Baumgardt
    Das Kinojahr 1997 hielt einen spannenden Zweikampf zwischen zwei Zwillingsprojekten bereit – in beiden ging es um eine Vulkan-Katastrophe, beide waren krachende Actionfilme und beide blieben an der Kinokasse hinter den Erwartungen zurück. Obwohl Roger Donaldsons „Dante's Peak" mit James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan mehr Geld einspielte, bedeutete dies nicht mehr als einen finanziellen Pyrrhussieg für den zackigen Katastrophen-Thriller, der trotz einer vor Klischees strotzenden Geschichte auf ordentlichem Niveau unterhält und insgesamt etwas überzeugender ausfiel als Mick Jacksons Konkurrenz-Produkt „Volcano".

    Die Bewohner der Kleinstadt Cascade Mountains im Nordwesten der USA leben in ständiger Gefahr, weil der örtliche Vulkan Dante's Peak jederzeit ausbrechen kann. Nachdem zwei Touristen in den heißen Bergquellen qualvoll umgekommen sind, rückt Vulkanologe Harry Dalton (Pierce Brosnan) an, um zu untersuchen, ob möglicherweise ein Ausbruch bevorsteht. Obwohl die Messergebnisse beunruhigend sind, verbietet Daltons Chef, Dr. Paul Dreyfuss (Charles Hallahan), ihm, Alarm zu schlagen: Eine übereilte Panikmache könnte das Tourismusgeschäft der Stadt ruinieren. Dalton wendet sich aber trotzdem an Bürgermeisterin Rachel Wando (Linda Hamilton), um ihr von seiner Besorgnis zu berichten. Als die beiden gerade eine Pressekonferenz abhalten, um die Bürger über die drohenden Gefahren zu informieren, bricht der Dante's Peak aus und droht, die Kleinstadt unter einem Ascheregen zu begraben.

    Mit einem Budget von 115 Millionen Dollar kämpft Regisseur Roger Donaldson („Thirteen Days", „No Way Out") in seinem Katastrophen-Thriller klassischer Prägung keineswegs mit stumpfen Waffen. Und gerade die Actionszenen sind es, die „Dante's Peak" sehenswert machen. Als eine gigantische Aschewolke auf die Stadt zurast, erreicht der Film seine größtmögliche Wirkung und bietet spektakuläre Schauwerte. Wenn der glühende Lavaregen auf die fliehenden Einwohner niederregnet, dann wird daraus eine Zerstörungsorgie, bei der kein Stein auf dem anderen bleibt.

    Mit Pierce „007" Brosnan („Mrs. Doubtfire") steht dem Action-Vehikel auch der richtige Mann als Identifikationsfigur vor. Der sympathische Ire weckt genau das nötige Maß an Empathie weckt, ohne dabei als Wissenschaftler allzu unglaubwürdig zu erscheinen. Mit Linda Hamilton („Terminator 2") hat Brosnan eine adäquate Partnerin an seiner Seite, um die Rettung zu organisieren. Doch bis es zum für die Geschichte befreienden Vulkanausbruch kommt, fließen eine Menge Klischees die Gebirgsbäche herunter - vom standhaft mahnenden Wissenschaftler Dalton, der von einem persönlichen Trauma verfolgt wird, bis zum konsequenten Ignorieren seiner Warnrufe, weil der Stadtrat befürchtet, der Tourismus könnte kollabieren – „Der weiße Hai" lässt grüßen. Dazu sind die Dialoge bestenfalls funktionell und die Konflikte genauso oberflächlich angelegt wie die Figuren. Dennoch ist der Produktion ein gewisser Charme nicht abzusprechen.

    Fazit: Roger Donaldsons Katastrophen-Thriller „Dante‘s Peak" ist oberflächliches, aber durchaus gefälliges Unterhaltungskino, das große Schauwerte und flache Figuren bietet.
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