Das Leben ist rau in der maschendrahtumzäunten, an einen verfallenen Bauernhof erinnernden Haftanstalt, in der die Jugendlichen mit Arbeit und Disziplin wieder auf den rechten Weg zurückgeführt werden sollen. Dass Florin Serbans Porträt dieses Alltags zwischen Baumstämme anstreichen, dudeliger Radiomusik zum Mittagessen hören und immer wieder Schlägereien so intensiv ausfällt, hat einen einfachen Grund: Mit Ausnahme von Silviu hat der Regisseur mit echten jugendlichen Straftätern zusammengearbeitet, die er aus zwei Haftanstalten zusammengecastet hat. Die Mixtur aus Freiheitssehnsucht und dem Zwang, stets den starten Mann markieren zu müssen, ist glaubhaft und eindringlich. In dem Moment, in dem klar wird, dass Silviu unbedingt raus will, ernennt ihn ein Mitgefangener zu seinem Sklaven und spukt ihm ins Gesicht. Schließlich kann sich Silviu, der sich sowieso stets an die Regeln gehalten und auch Vergewaltigungen stillschweigend über sich ergehen lassen hat, nun plötzlich gar nicht mehr wehren, ohne seine anstehende Bewährung zu gefährden.

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