Lucy
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3,6
2026 Wertungen

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Maddin
Maddin

394 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 28. September 2026
„Lucy“ von Luc Besson ist ein ungewöhnlicher Science-Fiction-Actionfilm, der eine spannende Grundidee mit rasanter Action und philosophischen Fragen verbindet. Scarlett Johansson überzeugt in der Hauptrolle und verleiht der Geschichte eine starke Präsenz. Gleichzeitig ist der Film nicht frei von Schwächen, vor allem wenn es um die wissenschaftliche Grundlage seiner zentralen Idee geht.

Handlung

Lucy ist eine junge Frau, die in Taiwan lebt und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände in die Hände einer kriminellen Organisation gerät. Sie wird gezwungen, eine neuartige Droge zu transportieren. Als die Substanz in ihren Körper gelangt, beginnt sie, immer größere Kontrolle über ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu entwickeln.

Lucy wird dadurch zunehmend mächtiger. Sie kann Informationen außergewöhnlich schnell verarbeiten, ihre Umwelt immer stärker beeinflussen und scheint nach und nach die Grenzen des menschlich Möglichen zu überschreiten.

Parallel dazu beschäftigt sich der Wissenschaftler Professor Norman mit den Möglichkeiten des menschlichen Gehirns. Seine Forschungen liefern den theoretischen Rahmen für Lucys außergewöhnliche Entwicklung.

Scarlett Johansson

Scarlett Johansson trägt den Film praktisch allein und macht ihre Rolle sehr überzeugend. Besonders interessant ist ihre Veränderung im Laufe der Handlung. Aus der zunächst verängstigten jungen Frau wird eine zunehmend distanzierte und überlegene Persönlichkeit.

Johansson schafft es dabei, Lucys Entwicklung glaubwürdig darzustellen, obwohl die Figur im Verlauf des Films immer weniger menschliche Eigenschaften zu besitzen scheint.

Action und Inszenierung

Luc Besson inszeniert den Film mit hohem Tempo und vielen spektakulären Bildern. Verfolgungsjagden, Schießereien und Lucys übernatürlich wirkende Fähigkeiten sorgen für reichlich Action.

Gleichzeitig setzt der Film immer wieder auf ungewöhnliche visuelle Ideen. Besonders die Darstellung von Lucys wachsender Kontrolle über ihre Umgebung sorgt für einige beeindruckende Szenen.

Die Handlung wird außerdem durch kurze Bilder und Vergleiche ergänzt, die dem Zuschauer bestimmte Vorgänge verdeutlichen sollen. Das verleiht „Lucy“ einen teilweise experimentellen Charakter.

Die wissenschaftliche Idee

Die zentrale Aussage, dass Menschen normalerweise nur einen kleinen Teil ihres Gehirns nutzen würden, ist wissenschaftlich nicht korrekt. Der Film verwendet diese längst widerlegte Vorstellung jedoch als Ausgangspunkt für seine Geschichte.

Wer „Lucy“ als wissenschaftlich realistische Science-Fiction betrachtet, wird deshalb einige Probleme mit dem Konzept haben. Als bewusst übertriebene Fantasy-Idee funktioniert es dagegen deutlich besser.

Interessant sind die philosophischen Fragen, die daraus entstehen: Was würde passieren, wenn ein Mensch seine geistigen Fähigkeiten immer weiter steigern könnte? Wo liegen die Grenzen des menschlichen Bewusstseins? Und was bleibt von einem Menschen übrig, wenn er sich immer weiter von seiner ursprünglichen Existenz entfernt?

Fazit

„Lucy“ ist kein klassischer Science-Fiction-Film und auch kein wissenschaftlich realistisches Gedankenspiel. Stattdessen kombiniert Luc Besson Action, Science-Fiction und philosophische Ideen zu einem ungewöhnlichen Gesamterlebnis.

Scarlett Johansson überzeugt in der Hauptrolle, die Inszenierung ist temporeich und die visuellen Effekte sind gelungen. Die größte Schwäche liegt in der wissenschaftlich falschen Ausgangsidee und darin, dass die Geschichte gegen Ende zunehmend abstrakt wird.

Trotzdem ist „Lucy“ ein spannender und unterhaltsamer Film, der sich von vielen gewöhnlichen Actionfilmen abhebt und nach dem Abspann durchaus zum Nachdenken anregt.
Casey 08
Casey 08

14 Follower 1.190 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 12. November 2024
Luc Besson ist schon einer der Besten Französischen Filmregisseure aller Zeiten. Und hier hatte er eine sehr gute Idee auf Lager. Der Film bietet eine sehr starke Scralett Johansson, einen tollen Morgan Freeman, viel Spannung, eine tolle Story und Unterhaltung. Problem ist nur das man über die Logik wohl gar nicht nachgedacht hat und an sich hat der Film echt wenig Action. Er hat zwar tolle Effekte aber es hätte mehr knallen müssen.

Insgesamt ist es ein solider Film mit einer tollen Scarlett Johansson, einer tollen Idee, guten Effekten und Unterhaltung.
Ursin Wieneke
Ursin Wieneke

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 9. Dezember 2023
Kein Spoiler Alarm ! Es lohnt sich diesen Film anzuschauen. Er ist spannend von Anfang an. Während ich immer auf der Suche nach guten Filmen bin, sticht dieser heraus. Allerdings muss man Fiction mögen. Scarlett Johansson ist wunderbar in der Rolle der Lucy. Sexy jedoch ohne Sex :)
Josi1957
Josi1957

172 Follower 828 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 1. September 2023
Nervenaufreibender Sci-Fi-Actioner, visuell berauschend verpackt - macht viel Spaß, sofern man die Logik nicht groß hinterfragt.
RonScoog
RonScoog

8 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 6. Mai 2023
absoluter Schrott...und mit großen Abstand das Schlechtste was ich von L.B. gesehen habe. Nikita u. Leon sind wahre Meilensteine. Und noch großerer Mist als dieses Machwerk selbst, ist, dass Filmstarts es in die Liste der besten Actionfilme aller Zeiten gesetzt hat. Ihr spinnt doch!!!
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 10. Mai 2022
Diesen Film kann man konsumieren wie seine Lieblings CD. Wenn man gerade mal wieder in Stimmung ist legt man sie ein und fühlt sich wohl. So sinnlos wie die Story ist, so kurzweilig und unterhaltend ist der Film. Ich kenne kaum einen anderen Film, den ich nicht unbedingt als Meisterwerk betrachten würde und trotzdem schon unzählige male gesehen habe. Wenn ich ernsthaft analysieren wollte, warum er mir so gefällt (was ich eigentlich gar nicht will) dann weniger wegen einer intelligenten Sci-Fi Story oder herausragender Schauspielkunst. Vielmehr ist es die Arbeit des Regisseurs, Kameramanns und Cutters, Stuntcoordinators und Visual Effects Spezialisten. Es ist ein Film, wo es leicht fällt das Hirn auszuschalten und sich zu amüsieren.
Philm
Philm

36 Follower 317 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 27. März 2022
Ein interessanter Ansatz und ein mutiger Film, der aber im Spagat zwischen Action und Philosophie nicht so wirklich zu einer sinnvollen Geschichte findet. immerhin ist der Soundtrack richtig gut gelungen.
Lord Borzi
Lord Borzi

364 Follower 747 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 28. Dezember 2020
Action-Kracher von Luc Besson im Stil von „Nikita“, aber diesmal mit wissenschaftlichem Anspruch. Tatsächlich kannte ich die 10 %-Marke des menschlichen Gehirns aus einer Vorlesung in allgemeiner Psychologie (Professor: „Man ist nicht Herr im eigenen Hause.“). Insofern fand ich die Handlung nicht übertrieben, sondern sehr reizvoll. Auch die Aneinanderreihung von assoziativen Bildsequenzen, die immer mal wieder in den Film eingestreut wurden, fand ich sehr gut, was mich auch an „Koyaanisqatsi“ oder „Requiem for a Dream“ erinnerte. Persönliches Highlight: Der südkoreanische Schauspieler Choi Min-sik als Oberbösewicht, der fast so diabolisch wie in „I Saw the Devil“ war. In der zweiten Filmhälfte überraschten die vielen digitalen Effekte von „Industrial Light & Magic“, die ich bei diesem Film überhaupt nicht erwartet hatte. Insgesamt ein fesselnder Film mit viel Action und noch mehr philosophischen Untertönen. Fans von „Ghost in the Shell“ ist „Lucy“ wärmstens ans Herz zu legen.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 19. Dezember 2020
Begriffe wie Logik und Glaubwürdigkeit werden in "Lucy" nicht unbedingt groß geschrieben, dafür bekommt man allerdings gute Effekte, jede Menge Action und eine überzeugende Hauptdarstellerin geboten. Wenn einem das ausreicht, dann wird man jede Menge Spaß an diesem Film haben, der jedoch nicht unbedingt für höhere Ansprüche geeignet erscheint.
Fabian R
Fabian R

8 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 15. November 2020
Lucy ist ein stylischer Science-Fiction-Action-Film, der wunderbar anzusehen ist. Dabei startet der Film, als wäre er von einem Filmstudenten inszeniert worden. Ständige Einblendungen aus der Tierwelt um Lucys Gefühlswelt zu verdeutlichen und Morgan Freemans Vortrag sind unnötig, man hat das Gefühl als würde Besson seine Zuschauer für dumm halten. Doch danach wird der Film immer und immer besser. Sobald sich die Superdroge in Lucys Körper ausbreitet, zeigt der Regisseur nämlich, was er kann: Eine starke Frau, gepaart mit viel Action. Das funktioniert prinzipiell gut, kennt man jedoch schon von Besson und auch noch besser. Lucy ist in diesem Film so dominant, dass alle anderen Figuren kaum mehr als einen Zweck erfüllen. Auch die Action geht besser. Beispielsweise hätte die (unnötige) Autoverfolgungsjagd im Pariser Gegenverkehr fehlen können. Man fragt sich auch, warum Lucy, die vorher Töten verabscheute, plötzlich jeden spoiler: (sogar wehrlose Menschen auf dem OP-Tisch)
ermordet. Man könnte meinen, dass das an ihren fehlenden Emotionen liegt. Jedoch ist sie bei einem Telefongespräch mit der Mutter plötzlich sehr emotional. Aber das sind nur einige von vielen Logiklöchern. Der Film führt seine Handlung sehr konsequent fort, so entsteht nie Langeweile. Meine persönlichen Erwartungen hat er jedoch mit dem grandiosen CGI und den kreativen Ideen für Lucys Kräfte übertroffen. Vor allem das Schnittgewitter zum Ende hat mich wirklich positiv überrascht.

Fazit: Wer gerne stylische Action mit grandiosen Effekten mag und dafür einige Fehler übersehen kann, dem sei Lucy ans Herz gelegt. Und allen, die diese Art von Film mögen, möchte ich gerne auf die weitaus gelungeneren Frühwerke des Regisseurs verweisen.
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