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No Use For A Name
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2,5
Veröffentlicht am 3. Oktober 2026
Der Film startet mit einer spannenden und aufregenden Prämisse, die ein tiefgründiges und interessantes Drama verspricht. Nur leider kann Regisseur John Michael McDonagh nicht so richtig etwas daraus machen – und das, obwohl ihm hier der großartige Brendan Gleeson zur Seite steht, der eine wirklich beeindruckende Performance liefert. Der Film verliert sich im Verlauf immer mehr in etwas wahllos zusammengehaltenen Einzelszenen mit vermeintlich existenzialistischen Dialogen. Die Menschen, denen Father James hier begegnet sind aber wenig nahbar und wirken eher wie klischeeüberladene Stellvertreter-NPCs als wie echte Menschen. Das ist auf die Dauer eher ermüdend als spannend und so ist es am Ende dann auch ein bisschen egal, wer der Schurke war, der den Mord angekündigt hat. Keine Empfehlung von mir.
Ich komme nicht umhin diesen Film in allen Belangen ausdrücklich zu lobpreisen. Allein die Charaktere habe ich lieb gewonnen - eine Handlung ohne moralischen Zeigefinger und ein überraschendes voraussehbares Ende ohne Kitsch !
Herrgott so etwas würde ich mir auch von deutschen Produktionen erhoffen……
Ich will fair sei: ich gucke einen Film (auch einen wie diesen) mit dem Hauptanspruch gut unterhalten zu werden und kann es dem FIlm nicht ankreiden wenn meine eigenen Ansprüche und Wünsche nicht erfüllt werden. Trotzdem muß ich mich hier dafür aussprechen daß zwar vieles gut geplant ist, aber im Ergebnis mehr verwirrt und verstört als alles andere. Alles vor allem raffe ich bis zum Ende nicht was wirklich in der Hauptfigur vorgeht: der Priester erfährt daß er in einer Woche getötet werden soll; ist nicht ans Beichtgeheimnis gebunden und hat den Täter sogar erkannt – und unternimmt nichts, nimmt dieses Schicksal einfach so hin. Das wäre ja noch ok wenn er ein depressives Wrack wäre und froh darüber aus seinem Elend erlöst zu werden, aber so wie er hier auftritt ist es ein normaler, netter Durchschnittstyp. Die Angelegenheiten um die er sich noch kümmern soll geht er auch nicht so an, außer ständig irgendwelchen Dorfgestalten zu begegnen von denen sich eine letztlich wohl als Täter erweisen wird, aber trotzdem hat man dann am Ende nicht das Gefühl daß wirklich was getan wurde, ebensowenig versteht man dann daß er kurz vor dem Ende doch ein paar Vorkehrungen trifft die dann aber ebenso verpuffen. Brendon Gleeson spielt wie eh und je super, aber seine Präsenz und die bohrende Frage wer denn der Täter ist reichen kaum aus um 90 Minuten zu füllen. Dazu ist der FIlm viel zu sehr wie ein unbearbeiteter Drehbuchentwurf.
Fazit: Spannende Konstellation die aber zu nichts wirklich verwendet wird und außer der Auflösung garnichts bietet!!
"Am Sonntag bist du Tod" ist erstaunlich unlustiger als ich mir zu Anfang gedacht habe, was dem Film aber in keinsterweise Schadet. Ich bin ein großer Fan von McDonaghs Bruder Martin, der bereits den großartigen "7 Psychos" gedreht hat und den noch viel besseren "Brügge sehen... und sterben?" Beide beweisen dass sie zu den wirklich großen Regisseuren des europäischen Kinos zählen. Dieser Film ist wahrhaftig rabenschwarz und stellt den Glauben eines durch und durch guten Pristers auf die Probe, der durch seine Stellung und sein Ansehen in ein tödliches Spiel gerät. Dabei werden so Themen wie Kindesmissbrauch, Rassismus, Atheismus, Depression oder Homosexualität aufgegriffen. Jeder kann hierdurch zum Verdächtigen werden im doch sehr streng, katholischen Irland. Doch scheint unser Hauptcharakter doch all denen gegenüber keine Vorurteile zu haben und wirkt eher wie ein vollkommen aufgeschlossener Mann des Glaubens. Aus all dem macht McDonagh einen sehr guten Film, der fesselnd ist von Anfang bis Ende und den Glauben auf die Probe stellt. Dabei wird die Hauptrolle grandios getragen vom großartigen Branden Gleeson. Zudem gesellen sich dann noch sein Sohn Dohmnall oder "Game of Thrones" Darsteller Aidan "Littelfinger" Gillen. Doch all diese Figuren tauchen auf und verschwinden dann wieder. Sie kommen und gehen und zeigt noch einmal verstärkt auf, dass es eigentlich jeder gewesen sein kann und auch wieder keiner von ihnen. Bis zum Ende ist man genau so ratlos und planlos wie unsere Hauptfigur. Kurz: Der Film ist absolut sehenswert, der vor allem von den grandiosen Hauptdarsteller lebt.
Wahnsinnig zäh und ermüdend. Zum Lachen musste man sich schon zwingen. Wo sich hier der schwarze Humor verstecken soll, ist mir ein Rätsel. Der Film wirkt für mich irgendwie so lieblos dahingeschmiert, da hat fast alles gefehlt: Dramaturgie, Spannung, Handlung überhaupt, er war sehr langatmig und insgesamt sehr schwach. Aber es gab auch ein paar Dinge, an denen ich gefallen finden konnte: Schöne Panoramen und Landschaftsbilder mit tollen Einstellungen, die Lust auf einen Trip nach Irland machen. Einen hervorragenden Brendan Gleeson (Gangs of New York), der hier eine One-Man-Show fährt und den Film mit Fingerspitzengefühl und ohne viel "Firlefanz" alleine trägt. Für mich war der Film jedoch eine echte Geduldsprobe.
Brendan Gleeson spielt einen Priester in einem abgelegenen Ort in Irland, der im Beichtstuhl eine Todesdrohung erhält. Daraufhin macht sich der Priester schließlich auf die Suche nach seinem zukünftigen Mörder. John Michael McDonagh inszeniert hier einen Film, der sehr düster beginnt und tatsächlich lange auf der kalten Spur lässt. Drama bzw. Krimifans kommen hier voll auf Ihre Kosten!!! Kann den Film auf jeden Fall weiter empfehlen!!!
Ganz wunderbar dargestellt, wie der innere Kampf seiner Überzeugung und seiner starken Persönlichkeit gegen die tagtäglichen Sorgen und Sünden ankämpfen. spoiler: Am Ende macht er es wie Jesus und stirbt für die Sünden anderer.
Es darf anschließend fleißig diskutiert werden ob seine Ideale höher zu bewerten sind oder eher ein Stück mehr Feigheit besser gewesen wäre, die aber für seine Umwelt zukünftig einen größeren Gewinn bedeutet hätten.
Amüsante Groteske, die allerdings weder die Spannungsmomente, noch das dramatische oder komödiantische Potenzial der Geschichte auszureizen gewillt ist, und so in jeder Hinsicht mittelmäßig bleibt.
Was für ein unglaublicher Film! Die Filme der beiden Regisseur-Brüder gefallen mir durch die Bank weg, aber ich glaube, mit "Calvary" (ein viel besserer Titel, daher nutze ich das Original) hat sich John Michael McDonagh übertroffen. Erzählt wird von Moral, aber eben nicht in einer erhobenen Zeigefinger-Weise, sondern fast schon gnadenlos: Die einzig wirklich gute Person im Dorf soll also sterben? Für die Verwerfungen anderer? Der krimihaft anmutende Plot ist dabei gar nicht so entscheidend, denn "Calvary" ist in seinen Einzelszenen dann eher zu symbolisch und mit manchen Auslassungen bedacht. Daher kann man kaum mitraten. Darum geht es aber auch nicht. Die Sünden der einzelnen Dorfbewohner, aber auch ihr berechtigter Ärger gegenüber der Institution Kirche, zeigen wie schwierig es sein kann überhaupt eine Gemeinschaft zu bilden, wo doch jeder den Anderen aufrichten könnte, aber eher darauf wartet, dass er oder sie selbst im Mittelpunkt steht. Allein dafür war der Film schon sehr leerreich. Hinzu kommen aber eben noch die zwei sehr politischen Ebenen: Zum einen die erst vor kurzem vergangene Finanzkrise, die Irland ganz besonders traf, und im Film ein Grund für das viele Misstrauen ist; zum anderen - und das noch mehr - der große Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche, der noch immer nicht zufriedenstellend aufgearbeitet ist. Doch was kann Father James für all das? Manche bemängelten, das von Irland gezeichnete Bild sei völlig übertrieben. Das erscheint mir aber nicht so wichtig. Die auftretenden Figuren sind Archetypen, und Irland nur eine Projektion für den allgemeinen Verlust von Glauben - nicht nur dem religiös-christlichen, sondern in Nähe überhaupt. Klingt alles ziemlich melancholisch? Ja, ist es auch. Aber ebenfalls auch lustig; ein wenig "artsy" und doch mit genügend Bodenhaftung. Ich habe mich zu keiner Sekunde gelangweilt, obwohl der Film schon extrem ruhig ist. Dazu tolle Bilder, Musik und Schausspielleistungen. Fazit: Einer der besten Filme der letzten Jahre mit einer unglaublich interessanten, symbolisch aufgeladenen, und doch nie überfordernden Handlung.
In Anlehnung an den stellvertretenden Kreuzestod Jesu Christi für die ganze Menschheit verliert hier ein irisch-katholischer Dorfpfarrer sein Leben stellvertretend für einen schon verstorbenen Kinderschänder. Hervorragend gespielt, gewaltig in der Inszenierung und beeindruckend als Gesamtwerk. Fazit: Sehr sehenswert