Der im 35mm-Breitbandformat gedrehte dokumentarische Kulturfilm illustriert mit bestechenden Bildern ein heute längst aus der Mode gekommenes westfälisches Heimatgefühl. Während die Kamera in langen Fahrten und ruhigen Einstellungen schwelgt, beschwört der Kommentar eine homogene westfälische Identität. In der Betonung von Überschaubarkeit, Geborgenheit und Kontinuität präsentiert Kramers "Heimatfilm" Westfalen geradezu als konservativen Gegenentwurf zu den rapiden gesellschaftlichen Veränderungsschüben der Nachkriegszeit.